Medical Term Glossary
Plain-language explanations of the medical terms that appear on CT, MRI and X-ray reports — what each one means, when it matters, and what to ask your doctor.
A
B
C
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Calvarium
Der gewölbte obere Teil des Schädels – die glatte Knochenkappe, die das Gehirn bedeckt und schützt. Sie umfasst nicht die Gesichtsknochen oder die Schädelbasis. Radiologinnen und Radiologen verwenden das Wort, um gezielt auf den oberen Schädelknochen hinzuweisen, wenn dessen Dicke, Form oder ein Befund darin beschrieben wird.
Also: Calvaria, Hirnschädel oben, Kranialkalotte
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warning
Chiari-Malformation
Ein struktureller Befund, bei dem der unterste Teil des Kleinhirns leicht über die Schädelbasis hinaus in den oberen Wirbelkanal hineinreicht. Viele Menschen haben eine milde Form ohne jegliche Beschwerden, die nur zufällig bei einer Untersuchung aus anderem Anlass entdeckt wird.
Also: Arnold-Chiari-Malformation, Chiari Typ I, Chiari-I-Malformation
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Circulus arteriosus (Willis-Kreis)
Ein ringförmiges Netzwerk von Arterien an der Schädelbasis, das die großen Gefäße verbindet, die beide Gehirnhälften mit Blut versorgen. Radiologen prüfen ihn bei MRA- oder CTA-Untersuchungen vor allem, um Aneurysmen oder Engstellen aufzuspüren, und ein normaler, symmetrischer Ring ist ein beruhigender Befund.
Also: Circulus Willisii, Circulus arteriosus cerebri, Willis-Kreis
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Corpus callosum (Balken)
Ein dickes Bündel von Nervenfasern, das von vorne nach hinten durch die Mitte des Gehirns verläuft und die linke mit der rechten Hirnhälfte verbindet, damit beide Informationen austauschen können. Radiologen beurteilen seine Form und Signalgebung routinemäßig, und er ist eine Schlüsselstruktur bei der Beurteilung von Multipler Sklerose.
Also: Balken, Balkenagenesie, Corpus callosum Läsion
D
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warning
Demyelinisierung
Verlust oder Schädigung des Myelins, jener fetthaltigen Isolierschicht, die Nervenfasern umhüllt und für eine schnelle Signalübertragung sorgt. Im MRT zeigt sie sich als helle Flecken und kann viele Ursachen haben – von altersbedingten Gefäßveränderungen bis hin zu Erkrankungen wie Multipler Sklerose.
Also: Herde der weißen Substanz, Läsionen der weißen Substanz, Marklagerveränderungen
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urgent
Diffuse axonale Verletzung
Weitverbreitete, mikroskopisch feine Dehnung oder Zerreißung der Nervenfasern des Gehirns durch starke Rotationskräfte, meist ausgelöst durch einen Autounfall oder schweren Sturz. Es handelt sich um eine bedeutsame traumatische Hirnverletzung, die am besten im MRT sichtbar wird und in ihrem Schweregrad stark variiert.
Also: DAI, Scherverletzung der weißen Substanz, Scherverletzung des Gehirns
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Diffusionsgewichtete Bildgebung (DWI)
Eine spezielle MRT-Sequenz, die misst, wie frei sich Wassermoleküle im Gewebe bewegen können. Ist die Wasserbewegung gehemmt – etwa in den ersten Minuten nach einem Schlaganfall oder in sehr dichtem Gewebe – leuchtet die betroffene Region im Bild hell auf. Diese Sequenz gehört zu den empfindlichsten Werkzeugen der Notfall-Hirndiagnostik.
Also: ADC-Karte, DWI, DWI-Sequenz
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urgent
Diffusionsrestriktion
Ein Bildmuster in bestimmten MRT-Sequenzen, das zeigt, wo sich Wassermoleküle im Gewebe weniger frei bewegen als normal, meist weil Zellen geschädigt wurden. Es ist das früheste und empfindlichste MRT-Zeichen eines frischen Schlaganfalls und kann teils schon innerhalb weniger Minuten nach Beginn sichtbar sein.
Also: DWI-Restriktion, DWI-positive Läsion, akute Diffusionsstörung
E
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normal
Entwicklungsbedingte venöse Anomalie (DVA)
Ein Bündel kleiner Venen, das ganz normal in eine größere Vene mündet und dabei ein speicherartiges Muster bildet, ähnlich den Ästen eines Baumes oder den Rippen eines Schirms auf dem Kontrastmittelbild. Dies ist die häufigste Gefäßvariante im Gehirn und gilt als harmlose Normvariante, die so gut wie nie Beschwerden verursacht.
Also: Caput-medusae-Muster, DVA, gutartige venöse Anomalie
-
Extra-axial
Ein Lagebegriff, der bezeichnet, dass ein Befund außerhalb des eigentlichen Hirngewebes liegt, aber noch innerhalb des Schädels – also in den Schutzschichten und Flüssigkeitsräumen rund um das Gehirn. Radiologen grenzen damit Befunde an der Oberfläche von solchen tief im Hirngewebe ab. Die Unterscheidung ist wichtig, weil sie auf unterschiedliche Ursachen und Behandlungswege hinweist.
Also: außerhalb des Gehirns, extra axial, extra-axialer Raum
F
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Fazekas-Skala
Eine einfache Einstufung, mit der Radiologen die kleinen hellen Flecken bewerten, die im MRT in der weißen Substanz des Gehirns auftauchen und meist von winzigen Gefäßveränderungen stammen. Sie reicht von 0 (keine) bis 3 (große, zusammenfließende Bereiche). Höhere Grade sind mit zunehmendem Alter und bei Bluthochdruck häufig und meist harmlos.
Also: Fazekas-Einstufung, Fazekas-Grad, Fazekas-Score
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FLAIR-Signalerhöhung
Ein heller Fleck oder Bereich in einer bestimmten MRT-Sequenz, die subtile Gewebeveränderungen gut sichtbar macht. Die erhöhte Helligkeit zeigt lediglich, dass das Gewebe etwas mehr Wasser enthält als seine Umgebung. Solche Stellen sind sehr häufig, oft altersbedingt und nur im Zusammenhang mit Muster, Größe und den Beschwerden des Patienten zu bewerten.
Also: FLAIR-Hyperintensitäten, FLAIR-Signalsteigerung, Marklager-Hyperintensitäten
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normal
Flussleere (Flow Void)
Ein dunkler, signalfreier Bereich im MRT, der durch schnell strömendes Blut in einem Gefäß entsteht — kein Hinweis auf ein Gewebeproblem. Es handelt sich um einen völlig normalen, erwarteten Befund in Arterien und Venen und oft ein beruhigendes Zeichen dafür, dass ein Gefäß offen ist.
Also: Flusslücke, Gefäß-Flow-Void, Signalauslöschung
G
H
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warning
Hippocampusatrophie
Eine Volumenminderung einer kleinen, seepferdchenförmigen Struktur tief im Schläfenlappen des Gehirns, die eine zentrale Rolle bei der Bildung neuer Erinnerungen spielt. Sie ist ein häufiger Befund bei Gehirn-MRTs älterer Menschen und wird oft mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht, kann aber auch im Rahmen normaler Alterung oder anderer Ursachen auftreten.
Also: Hippocampusschrumpfung, Hippocampussklerose, Hippocampusvolumenminderung
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urgent
Hirnaneurysma
Eine geschwächte, vorgewölbte Stelle in der Wand einer Hirnarterie, geformt wie ein kleiner Ballon oder eine Beere. Die meisten sind klein, werden zufällig bei einer Untersuchung aus anderem Anlass entdeckt und bereiten nie Probleme. Der Befund beschreibt Größe und Lage, die über Beobachtung oder Behandlung entscheiden.
Also: Beerenaneurysma, Gehirnaneurysma, intrakranielles Aneurysma
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Hirnstamm
Der stielartige untere Abschnitt des Gehirns, der das Großhirn mit dem Rückenmark verbindet. Er steuert lebenswichtige automatische Funktionen wie Atmung, Herzfrequenz, Blutdruck, Schlucken und den Wachheitszustand. Bei jeder Gehirnuntersuchung wird er sorgfältig beurteilt, weil selbst kleine Veränderungen hier erhebliche Folgen haben können.
Also: Hirnstiel, Mittelhirn Pons Medulla, Truncus cerebri
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Hirnventrikel
Die vier miteinander verbundenen, flüssigkeitsgefüllten Kammern im Zentrum des Gehirns. Sie produzieren und zirkulieren die klare Polsterflüssigkeit, die Gehirn und Rückenmark umspült. Ihre Größe und Form werden in Aufnahmen routinemäßig beurteilt, da Veränderungen auf Schwellung, Blockade oder natürliche Schrumpfung des umgebenden Gewebes hinweisen können.
Also: Hirnflüssigkeitskammern, Liquorräume, Seitenventrikel
-
warning
Hirnödem
Eine Flüssigkeitsansammlung im oder um das Hirngewebe, die einen Bereich des Gehirns im Bild geschwollen erscheinen lässt. Es ist eine Reaktion auf viele mögliche Ursachen – eine Prellung, ein Schlaganfall, eine Infektion, ein Tumor oder eine Operation – und keine eigenständige Diagnose. Ausmaß und Ursache entscheiden, wie ernst der Befund ist.
Also: Gehirnödem, Hirngewebeschwellung, Hirnschwellung
-
warning
Hydrozephalus
Eine Ansammlung von Gehirn-Rückenmarks-Flüssigkeit in den Flüssigkammern des Gehirns, die diese größer als normal erscheinen lässt. Er kann sich langsam entwickeln oder rasch eintreten; die Ursache ist weit entscheidender als der Begriff selbst. Die Behandlung reicht von regelmäßiger Beobachtung bis zu einer kleinen operativen Drainage – je nachdem, wie viel Druck die überschüssige Flüssigkeit erzeugt.
Also: Liquorstau, NPH, Ventrikulomegalie
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Hypophyse
Eine erbsengroße Drüse an der Basis des Gehirns, die viele körpereigene Hormone steuert. Sie liegt in einer kleinen knöchernen Grube hinter den Augen und lenkt andere Drüsen — Schilddrüse, Nebennieren und Geschlechtsorgane. Radiologen nennen sie bei der Beschreibung ihrer Größe, Form oder eines Herds in ihr.
Also: Glandula pituitaria, Hirnanhangsdrüse, Hirnhormondrüse
-
warning
Hypophysenadenom
Eine gutartige, nicht krebsartige Neubildung der Hypophyse, der kleinen hormonproduzierenden Drüse direkt unterhalb des Gehirns, nahe der Kreuzungsstelle der Sehnerven. Die meisten sind winzig und werden zufällig entdeckt, doch Größe und Hormonaktivität bestimmen, wie es weitergeht.
Also: Adenom der Hirnanhangdrüse, Hypophysentumor, Makroadenom der Hypophyse
-
warning
Hämosiderinablagerung
Ein dunkler Rückstand im Gewebe, der zurückbleibt, nachdem eine ältere Blutung abgebaut wurde, bestehend aus dem eisenspeichernden Protein, das aus Blutzellen freigesetzt wird. Im Hirn-MRT markiert sie die Stelle einer früheren, auch noch so kleinen Blutung und kann jahrelang oder dauerhaft sichtbar bleiben, obwohl die Blutung selbst längst vollständig ausgeheilt ist.
Also: Blooming-Artefakt durch Hämosiderin, Eisenablagerung nach Blutung, Hämosiderinablagerungen
I
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urgent
Infarkt
Ein Bereich des Hirngewebes, der durch Unterbrechung der Blutversorgung – meist durch eine verstopfte Arterie – geschädigt wurde oder abgestorben ist. Im Bild erscheint er als ein Gewebeareal, das anders aussieht als seine gesunde Umgebung. Größe und Lage bestimmen das Symptomspektrum und die Reaktion des Behandlungsteams.
Also: Gewebetod, Hirnschlag, Infarktion
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Innerer Gehörgang
Ein schmaler knöcherner Kanal im Schädel, durch den der Hör- und Gleichgewichtsnerv sowie der Gesichtsnerv vom Hirnstamm zum Innenohr verlaufen. Er wird routinemäßig bei Ohr- und Hirn-MRTs überprüft und im Bericht oft mit IAC oder IAM abgekürzt.
Also: IAC, IAM, Meatus acusticus internus
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Intrakraniell
Ein Adjektiv, das „innerhalb des Schädels" bedeutet. Es beschreibt den Ort eines Befunds – einer Struktur, eines Befundes oder eines Prozesses – und nicht, um was es sich handelt oder ob es ein Problem darstellt. Das Wort erscheint ständig in Hirnberichten, weil Radiologen es verwenden, um zu zeigen, wo sich etwas befindet.
Also: im Schädelinneren, innerhalb der Schädelhöhle, innerhalb des Schädels
-
urgent
Intrakranielle Blutung
Blut, das innerhalb des Schädels ausgetreten ist – entweder ins Hirngewebe selbst oder in einen der Schutzräume darum herum. Dieser Befund ist wichtig und zeitkritisch, weil frisches Blut Platz beansprucht, den das Gehirn nicht entbehren kann. Genaue Lage, Größe und Ursache bestimmen, wie dringlich die Behandlung ist.
Also: Blutung im Gehirn, Einblutung im Schädel, Hirnblutung
K
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Kleinhirn
Der kleinere, abgerundete Hirnanteil, der unter den großen Hemisphären liegt, direkt oberhalb der Schädelbasis. Es koordiniert Gleichgewicht, Körperhaltung und die zeitlich präzise Ausführung von Bewegungen. Radiologen erwähnen es routinemäßig, da es zu den Standardstrukturen gehört, die bei jeder Gehirnuntersuchung beurteilt werden.
Also: Cerebellum, Gleichgewichtszentrum Gehirn, Kleines Gehirn
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Kleinhirnbrückenwinkel
Ein kleiner, flüssigkeitsgefüllter Raum tief im Schädel, in dem auf jeder Seite Kleinhirn, Hirnstamm und die Hör-/Gleichgewichtsnerven zusammentreffen. Er wird bei Hirn- und Ohr-MRTs genau untersucht, da er die klassische Lokalisation für ein Akustikusneurinom ist.
Also: KHBW, Kleinhirnbrückenwinkelregion, Kleinhirnbrückenwinkelzisterne
L
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warning
Labyrinthitis
Entzündung des Gleichgewichts- und Hörorgans im Innenohr, meist durch eine Virusinfektion ausgelöst, die plötzlichen Schwindel, Übelkeit und oft einseitigen Hörverlust verursacht. Die Diagnose wird in der Regel klinisch gestellt, doch im MRT kann sich eine Kontrastmittelanreicherung im betroffenen Innenohr zeigen.
Also: Gleichgewichtsorganentzündung, Innenohrentzündung, Innenohrinfektion
-
warning
Lakunärer Infarkt
Ein kleiner Bereich abgestorbenen Hirngewebes, der durch den Verschluss einer der winzigen, tief liegenden Arterien im Gehirninneren entsteht. Diese kleinen Schlaganfälle sind ein häufiger Zufallsbefund im MRT, besonders mit zunehmendem Alter, und viele verursachen keine spürbaren Symptome.
Also: Lakunarinfarkt, Lakune, kleiner Gefäßinfarkt
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Larynx
Der Kehlkopf — die Struktur vorn am Hals, die die Stimmlippen beherbergt und oben auf der Luftröhre sitzt. Er ermöglicht das Sprechen, schützt die Atemwege beim Schlucken und leitet Luft zur Lunge. Radiologen nennen ihn, um Befunde in diesem Halsabschnitt zu lokalisieren.
Also: Adamsapfel, Kehlkopf, Stimmbox
-
urgent
Leptomeningeale Kontrastmittelanreicherung
Ein Muster im kontrastverstärkten MRT, bei dem sich die dünnen Häute, die Gehirn und Rückenmark bedecken, nach der Kontrastmittelgabe auffällig anreichern, statt wie normalerweise unsichtbar zu bleiben. Es kann auf eine Infektion wie Meningitis oder auf die Ausbreitung von Krebszellen entlang dieser Oberflächen hinweisen und erfordert immer eine rasche ärztliche Abklärung.
Also: karzinomatöse Meningitis, leptomeningeale Erkrankung, leptomeningeale Karzinomatose
M
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warning
Masseneffekt
Ein Begriff, den Radiologen verwenden, wenn etwas innerhalb des Schädels zusätzlichen Platz beansprucht und auf das Hirngewebe oder die benachbarten Flüssigkeitsräume drückt. Er beschreibt eine Verdrängung, keine Diagnose. Die Ursache – Schwellung, Einblutung, Tumor oder Flüssigkeitstasche – und der dadurch erzeugte Druck sind das Entscheidende.
Also: Druckeffekt, Kompressionseffekt, Raumforderungseffekt
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Mikroangiopathie (small vessel disease)
Altersbedingte Veränderungen der kleinsten Blutgefäße im Gehirn, die sich im MRT als helle Flecken oder Areale im tiefen Hirngewebe zeigen. Sie sind mit zunehmendem Alter und bei Erkrankungen wie Bluthochdruck sehr häufig und verursachen oft keine Beschwerden. Blutdruck und andere Risikofaktoren im Griff zu behalten, ist die wichtigste Maßnahme.
Also: White-Matter-Läsionen, chronische mikrovaskuläre Veränderungen, chronische vaskuläre Enzephalopathie
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urgent
Mittellinienverlagerung
Ein Zeichen in der Hirnbildgebung, bei dem etwas auf einer Seite die zentralen Strukturen des Gehirns zur anderen Seite drängt. Fast immer weist es auf eine Schwellung, Einblutung oder Raumforderung hin, die rascher Aufmerksamkeit bedarf. Das Ausmaß der Verlagerung in Millimetern ist einer der stärksten Hinweise auf die Dringlichkeit der Situation.
Also: Abweichung der Mittellinie, Hirnverschiebung, Masseneffekt mit Mittellinienverlagerung
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MR-Angiographie (MRA)
Eine spezielle MRT-Technik, die Blutgefäße statt des umgebenden Gewebes hervorhebt, häufig ganz ohne Kontrastmittel. Radiologen nutzen sie, um Verengungen, Verschlüsse, Aneurysmen oder Gefäßfehlbildungen in Arterien und Venen aufzuspüren, meist im Gehirn und Hals, und zwar mit demselben Gerät wie bei einer normalen MRT.
Also: Gefäß-MRT, MR-Angio, MRA
-
warning
Multiple Sklerose
Eine Erkrankung, bei der das Immunsystem fälschlicherweise die schützende Hülle um Nervenfasern in Gehirn und Rückenmark angreift und dabei verstreute Schädigungsherde hinterlässt. Sie ist bei jüngeren Erwachsenen eine der häufigsten Ursachen entmarkender Herde im MRT und heute gut behandelbar, keineswegs unbeeinflussbar.
Also: Encephalomyelitis disseminata, Entmarkung, MS
N
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Nasennebenhöhlen
Luftgefüllte Hohlräume in den Gesichtsknochen rund um die Nase, die den Schädel leichter machen und die eingeatmete Luft erwärmen und befeuchten. Sie sitzen in der Stirn, hinter den Wangen, zwischen den Augen und tief im Kopf, und alle münden in die Nase. Kopf- und Hirnaufnahmen erfassen und kommentieren sie routinemäßig.
Also: Keilbeinhöhle, Kieferhöhle, Nasennebenhöhlen
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Nasopharynx
Der Raum ganz hinten hinter der Nase, oberhalb des Gaumens, wo die Nasengänge auf den oberen Rachenraum treffen. Atemluft passiert ihn auf dem Weg von der Nase in die Lunge. Radiologen nennen ihn, um Befunde in dieser oberen Rachenregion hinter der Nase zu lokalisieren.
Also: Epipharynx, Nasenrachen, Nasenrachenraum
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warning
Neurovaskuläre Kompression
Ein Blutgefäß liegt einer Hirnnervenwurzel an der Austrittsstelle aus dem Hirnstamm an oder drückt darauf und kann dadurch mit der Zeit die Nervenfunktion reizen. Dies ist eine bekannte Ursache für Erkrankungen wie die Trigeminusneuralgie oder einseitiges Ohrensausen.
Also: Gefäß-Nerven-Kontakt, Nervenwurzelkompression durch Gefäß, mikrovaskuläre Kompression
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warning
Normaldruckhydrozephalus (NPH)
Erweiterte, flüssigkeitsgefüllte Hohlräume im Gehirn, die trotz normal bleibender Druckwerte entstehen, meist ab dem 60. Lebensjahr. Die Erkrankung verursacht typischerweise die Trias aus Gangstörung, Gedächtnisabbau und Harndrang und zählt zu den wenigen behandelbaren Ursachen demenzähnlicher Beschwerden.
Also: Hakim-Adams-Syndrom, Hakim-Trias, NPH
O
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Orbita (Augenhöhle)
Die knöchernen Augenhöhlen vorne im Schädel, in denen die Augäpfel zusammen mit den umgebenden Muskeln, Nerven, Fettgewebe und Blutgefäßen sitzen. Sie liegen direkt neben den Nasennebenhöhlen und dem Gehirn, weshalb Kopf- und Hirnaufnahmen sie routinemäßig miterfassen und kommentieren.
Also: Augenhöhle, Augenhöhlen, Orbitahöhle
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Oropharynx
Der mittlere Teil des Rachens, der direkt hinter dem Mund liegt — der Bereich, den man teilweise sieht, wenn man weit den Mund öffnet und 'Aah' sagt. Er umfasst den Zungengrund, die Mandeln und den weichen Gaumen. Radiologen nennen ihn, um Befunde in diesem zentralen Rachenbereich zu lokalisieren.
Also: Mesopharynx, Mundrachen, Mundrachenraum
P
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normal
Perivaskuläre (Virchow-Robin-) Räume
Winzige, flüssigkeitsgefüllte Kanäle, die kleine Blutgefäße umgeben, wenn diese ins Hirngewebe eintauchen, und Teil des normalen Drainagesystems des Gehirns sind. Sie sind bei fast allen Menschen im MRT sichtbar und werden mit zunehmendem Alter häufiger, ihr bloßes Vorhandensein ist also kein Krankheitszeichen.
Also: Status cribrosus, VR-Räume, Virchow-Robin-Räume
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Periventrikulär
Ein beschreibender Begriff für „rund um die flüssigkeitsgefüllten Kammern in der Mitte des Gehirns". Er zeigt auf die Region des Hirngewebes, die direkt neben den Ventrikeln liegt und wo ein Befund gesehen wurde. Das Wort selbst markiert nur den Ort – entscheidend ist, was dort gefunden wird.
Also: neben den Ventrikeln, peri-ventrikulär, periventrikuläre Region
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normal
Pinealiszyste
Ein kleines, flüssigkeitsgefülltes Bläschen in der Zirbeldrüse, einer erbsengroßen Struktur tief in der Mitte des Gehirns, die den Schlaf-Wach-Rhythmus mitsteuert. Solche Zysten sind extrem häufige Zufallsbefunde in der MRT und in aller Regel harmlos – bei den allermeisten Menschen verursachen sie keinerlei Beschwerden.
Also: Glandula-pinealis-Zyste, Pinealzyste, Zirbeldrüsenzyste
S
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urgent
Schädelfraktur
Ein Bruch in einem der Knochen, aus denen der Schädel besteht, meist durch einen direkten Schlag oder einen Sturz verursacht. Die meisten sind unkompliziert und heilen von selbst, doch Lage und Bruchmuster sind wichtig, da manche Formen das Risiko einer Verletzung von Gehirn oder Blutgefäßen darunter erhöhen.
Also: Impressionsfraktur des Schädels, Kalottenfraktur, Schädelbasisfraktur
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Sella turcica
Eine kleine sattelförmige Vertiefung im Knochen an der Schädelbasis, die die Hypophyse aufnimmt. Ihr lateinischer Name bedeutet 'türkischer Sattel' wegen ihrer Form. Radiologen erwähnen sie bei der Beschreibung der darin sitzenden Hypophyse oder bei Kommentaren zu Größe und Form der knöchernen Grube selbst.
Also: Fossa hypophysialis, Hypophysengrube, Hypophysensattel
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urgent
Subarachnoidalblutung
Eine Einblutung in den dünnen, flüssigkeitsgefüllten Raum, der das Gehirn umhüllt und zwischen zwei seiner Schutzschichten liegt. Dieser Befund ist zeitkritisch, weil das Blut im selben Raum sitzt wie die Hirnflüssigkeit und rasch das gesamte Gehirn beeinflussen kann. Ursache und Ausmaß der Blutung bestimmen die Behandlung.
Also: Aneurysmaruptur, Blutung um das Gehirn, Blutung unter der Arachnoidea
-
urgent
Subduralhämatom
Eine Blutansammlung zwischen der Hirnoberfläche und ihrer festen äußeren Hülle, meist durch das Einreißen einer kleinen Brückenvene nach einer Kopfverletzung entstanden. Sie kann von einem dünnen, zufällig entdeckten Film bis zu einer großen Ansammlung reichen, die auf das Gehirn drückt und dringend behandelt werden muss.
Also: Blut zwischen Gehirn und Schädel, Hirnblutung, SDH
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Sulci (Hirnfurchen)
Die Furchen auf der Außenfläche des Gehirns, zwischen den erhabenen Windungen. Sie sind ein normaler Bestandteil des Hirnaufbaus – die gefaltete Oberfläche packt eine weit größere Gewebefläche in den begrenzten Raum des Schädels. Radiologen beschreiben bei jeder Hirnaufnahme, wie tief oder breit diese Furchen aussehen.
Also: Hirnfurchen, Hirnwindungen, Oberflächenfurchen des Gehirns
T
V
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warning
Ventrikulomegalie
Eine Erweiterung der vier flüssigkeitsgefüllten Hohlräume im Gehirn, der sogenannten Ventrikel, über das für das jeweilige Alter übliche Maß hinaus. Ursache kann eine gestörte Flüssigkeitsdrainage, ein zugrunde liegender Verlust von Hirngewebe oder auch nur eine normale Variante sein – entscheidend ist also weit mehr die Ursache als der Befund selbst.
Also: Ex-vacuo-Ventrikelerweiterung, Hirnventrikelerweiterung, Ventrikeldilatation
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urgent
Vestibularisschwannom (Akustikusneurinom)
Ein langsam wachsender, gutartiger Tumor, der von dem Nerv ausgeht, der Hör- und Gleichgewichtssignale vom Innenohr zum Gehirn weiterleitet. Er verursacht typischerweise einen allmählichen einseitigen Hörverlust, Ohrgeräusche oder Gleichgewichtsstörungen und wird meist frühzeitig überwacht oder behandelt, lange bevor er gefährlich werden kann.
Also: Akustikusneurinom, Hörnerventumor, KHBW-Tumor
W
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Warzenfortsatzzellen
Winzige wabenähnliche Luftkammern im Knochen direkt hinter jedem Ohr, die mit dem Mittelohr verbunden sind. Normalerweise enthalten sie Luft und helfen, den Druck im Ohr zu regulieren. Da sie direkt neben dem Gehirn liegen, werden sie bei jedem Schädel-CT oder MRT mitbeurteilt und es wird vermerkt, ob sie belüftet oder mit Flüssigkeit gefüllt sind.
Also: Mastoid, Mastoide, Mastoidfortsatz
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Weiße Substanz
Die tiefer gelegene Schicht des Gehirns, die aus den langen Fasern besteht, die Signale zwischen verschiedenen Regionen übertragen. Sie ist nach ihrem blassen Aussehen unter dem Mikroskop benannt, das durch die Fettschicht um diese Fasern entsteht. Befunde erwähnen häufig Veränderungen hier im Zusammenhang mit Altern, Verschleiß kleiner Blutgefäße oder spezifischen neurologischen Erkrankungen.
Also: Marklager-Fasern, Marklager-Hyperintensitäten, Marklagerveränderungen
Z
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Zerebrale Atrophie
Ein allgemeiner Rückgang des Hirngewebevolumens mit verbreiterten Hirnfurchen an der Oberfläche und leicht vergrößerten Flüssigkeitsräumen innen. Ein gewisses Maß davon ist ein normaler Alterungsprozess. Stärkere Veränderungen oder ein Schwund, der nicht zum Lebensalter passt, können mit neurologischen Erkrankungen verbunden sein und werden stets im Zusammenhang mit klinischen Symptomen beurteilt.
Also: Gehirnschrumpfung, Hirnatrophie, altersbedingte Hirnatrophie
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warning
Zerebrale Mikroblutung
Ein winziger Herd einer alten Blutung im Gehirn, nur wenige Millimeter groß, der sich auf speziellen MRT-Sequenzen zeigt, aber viel zu klein ist, um selbst Beschwerden verursacht zu haben. Mikroblutungen kommen mit zunehmendem Alter häufiger vor und hängen mit Veränderungen der kleinen Blutgefäße, hohem Blutdruck oder früheren Kopfverletzungen zusammen.
Also: Mikroblutung im Gehirn, Mikroblutungen des Gehirns, Mikrohämorrhagie
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