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Diffusionsgewichtete Bildgebung (DWI)

Also called: ADC-Karte, DWI, DWI-Sequenz, Diffusionsbildgebung, Diffusionsrestriktion, Diffusionssequenz, eingeschränkte Diffusion

Was es bedeutet

Dabei handelt es sich um eine spezifische MRT-Sequenz. Herkömmliche MRT-Sequenzen zeigen Form, Flüssigkeit und Gewebekontrast. Diese Sequenz misst etwas anderes: die Bewegung. Konkret wird gemessen, wie frei sich Wassermoleküle innerhalb des Gewebes über wenige Millisekunden hinweg bewegen können. In gesundem Gewebe diffundiert Wasser ungehindert. Wenn etwas diese Bewegung blockiert – geschwollene Zellen, dichtes Gewebe, bestimmte Schädigungen – erfasst die Sequenz dies, und die entsprechende Region erscheint im Bild hell.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint

Dieser Begriff taucht vor allem in MRT-Berichten des Gehirns auf, insbesondere bei der Schlaganfalldiagnostik. Die diffusionsgewichtete Bildgebung ist der empfindlichste bildgebende Test zum Nachweis eines akuten Schlaganfalls – und das bereits wenige Minuten nach Beginn, bevor im herkömmlichen CT Veränderungen sichtbar werden. Berichte erwähnen sie auch bei Tumoren, Infektionen wie Abszessen und weiteren Hirnerkrankungen, bei denen Gewebedichte oder Zellschwellung eine Rolle spielen. Die Sequenz wird im Bericht häufig gemeinsam mit ihrer Begleitaufnahme, der ADC-Karte (apparent diffusion coefficient), aufgeführt – sie dient als Kontrollbild: Eine echte Diffusionsstörung zeigt sich in der DWI-Sequenz hell und auf der ADC-Karte dunkel.

Was es normalerweise bedeutet

Der wichtigste Begriff in diesem Zusammenhang lautet „Diffusionsrestriktion" oder manchmal „DWI-Signalerhöhung". Das bedeutet, dass die Wasserbewegung in einem bestimmten Bereich eingeschränkt ist und die Region in der Sequenz leuchtet. Die häufigste und bedeutsamste Ursache ist ein akuter Schlaganfall: Innerhalb von Minuten nach einer Gefäßblockade schwellen die Hirnzellen an und Wasser kann sich nicht mehr frei bewegen – die Sequenz erfasst dies, bevor jede andere Bildgebungsart Veränderungen zeigt. Deshalb ist sie das Standardwerkzeug der Schlaganfalldiagnostik in jeder modernen Notaufnahme. Eine Diffusionsrestriktion tritt aber nicht nur beim Schlaganfall auf. Auch Abszesse, bestimmte Tumorarten, einzelne demyelinisierende Erkrankungen und seltene Stoffwechselstörungen können die Diffusion einschränken. Der Radiologe beurteilt den DWI-Befund stets im Zusammenhang mit dem übrigen MRT-Bild, den Beschwerden des Patienten und dem zeitlichen Verlauf. Ein Restriktionsbefund ohne passendes klinisches Bild kann älteren Datums, technisch bedingt oder klärungsbedürftig sein – der Kontext ist ebenso entscheidend wie der helle Fleck selbst.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen

Beschreibt der Befund bei Schlaganfallsymptomen eine Diffusionsrestriktion im Gehirn, handelt das Behandlungsteam bereits – dieser Befund löst die dringende Schlaganfallbehandlung aus. Lesen Sie den Bericht zuhause und sehen den Begriff in einem nicht-akuten Zusammenhang, bringen Sie ihn zum Arzt, der die Untersuchung veranlasst hat. Die Interpretation hängt stark davon ab, wo die Restriktion sitzt, wie groß sie ist, welche Form sie hat und wie das übrige Gehirn aussieht. Der Begriff allein gibt keine Antwort; er zeigt Ihnen, welche Sequenz der Radiologe verwendet hat.

Wie man es sich vorstellen kann

Stellen Sie sich vor, wie sich ein Tropfen Lebensmittelfarbe in einem Glas Wasser im Vergleich zu einem Glas Gelee ausbreitet. Im Wasser verteilt sich die Farbe in Sekunden; im Gelee bewegt sie sich kaum. Diese Sequenz führt dasselbe Experiment im Gewebe durch – sie misst, wie frei winzige Wassermoleküle in wenigen Millisekunden umherwandern können. Verhält sich das Gewebe eher wie Gelee als wie Wasser, sieht der Radiologe dies als hellen Fleck und fragt nach der Ursache.

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