Sella turcica
Also called: Fossa hypophysialis, Hypophysengrube, Hypophysensattel, Sella, türkischer Sattel
Was es bedeutet
Dies ist eine winzige, sattelförmige Einbuchtung im Knochen genau im Zentrum der Schädelbasis, direkt hinter den Augen und oberhalb der Nasenrückseite. Ihre Aufgabe ist es, die Hypophyse — die kleine Hormonsteuerdrüse — zu halten und zu schützen, die darin bequem sitzt. Der lateinische Name bedeutet 'türkischer Sattel', weil die knöcherne Grube von der Seite wie ein Sattel mit erhöhtem Vorder- und Hinterteil aussieht. Sie ist ein normaler, dauerhafter Bestandteil des Schädels bei jedem Menschen.
Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint
Da diese kleine Grube die Hypophyse beherbergt, kommentieren Radiologen sie immer, wenn sie die Drüse oder die Schädelbasis betrachten. Bei einem dedizierten Hypophysen-MRT ist sie der zentrale Orientierungspunkt. Berichte können vermerken, dass die Grube normalgroß und -geformt ist, dass sie vergrößert oder erodiert ist oder dass die Drüse innen sie teilweise füllt. Die Formulierung 'leere Sella' ist häufig und in der Regel harmlos: Sie bedeutet, dass die Grube überwiegend mit Flüssigkeit gefüllt aussieht, weil die Drüse dünn und abgeflacht ist.
Was es in der Regel bedeutet
Das alleinige Nennen dieser knöchernen Grube ist rein eine Lagemarkierung — sie teilt mit, dass der Radiologe die Region um die Hypophyse beschreibt. Eine als normalgroß und -geformt beschriebene Grube ist beruhigend. Der häufigste nennenswerte Befund ist eine 'teilweise leere' oder 'leere Sella', bei der die Drüse abgeflacht liegt und der Raum mit Liquor gefüllt wirkt. Das ist sehr häufig, wird oft zufällig entdeckt und verursacht bei den meisten Menschen keine Symptome und erfordert keine Behandlung. Seltener kann die Grube durch einen langsam wachsenden Hypophysentumor, der nach außen drückt, vergrößert oder ihre Wände ausgedünnt sein. In diesem Fall konzentriert sich der Bericht auf die Drüse selbst, nicht auf den Knochen. Die Form der Grube kann auch auf länger bestehende Druckveränderungen im Schädelinneren hindeuten. Wie immer zählt das Lagebezeichnungswort weniger als der spezifische Befund daneben.
Wann eine Nachsorge sinnvoll ist
Der Name allein erfordert keine Maßnahmen. Eine zufällig entdeckte 'leere Sella' ohne Symptome braucht in der Regel nicht mehr als eine Erwähnung. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn der Bericht die Grube als vergrößert oder erodiert beschreibt, wenn ein Hypophysentumor benannt wird oder wenn Sie Symptome haben wie anhaltende Kopfschmerzen, Sehveränderungen (insbesondere Verlust des Seitengesichtsfelds) oder Zeichen eines Hormonungleichgewichts wie ungewöhnliche Erschöpfung, Gewichtsveränderungen oder Menstruationsveränderungen. Diese weisen auf die Drüse hin, nicht auf die knöcherne Grube selbst.
Ein anschauliches Bild zum besseren Verständnis
Stellen Sie sich einen Eierbecher vor, der ein kleines Ei hält. Der Becher ist diese knöcherne Vertiefung; das Ei ist die Hypophyse, die darin sitzt. Der Becher selbst ist nur ein Halter — was die Menschen in der Regel interessiert, ist das Ei darin. Ein Radiologe, der den Becher benennt, teilt Ihnen einfach mit, welches Regal des Schädels er betrachtet — genau in der Mitte, tief hinter den Augen.
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