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Wenn Artefakte die MRT-Bildqualität beeinträchtigen

Metall, Bewegung, Magnetfeldstärke des Scanners und abgebrochene Untersuchungen können die Aussagekraft von MRT-Bildern einschränken. Erfahren Sie, was häufige Warnhinweise in Befunden bedeuten und wann eine Wiederholung hilfreich sein kann.

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Eine Einschränkung der Untersuchung bedeutet nicht zwangsläufig ein Problem in Ihrem Körper

MRT-Befunde beginnen oder enden manchmal mit Formulierungen, die unsicher klingen: Die Bildqualität ist durch Artefakte beeinträchtigt, im Rahmen der Untersuchungsbedingungen oder die Untersuchung war unvollständig. Solche Aussagen können beunruhigend sein, insbesondere wenn im Befund zugleich eine Bandscheibe, ein Gelenk oder eine Drüse als normal oder auffällig beschrieben wird.

Häufig bezieht sich dieser Vorbehalt jedoch auf eine technische Einschränkung der Bilder und nicht auf Unsicherheit hinsichtlich Ihrer Beschwerden. Radiologen dokumentieren solche Einschränkungen, damit die den Befund lesende Ärztin oder der ihn lesende Arzt weiß, welche Bereiche klar dargestellt wurden, welche teilweise verdeckt waren und ob eine wichtige Frage unbeantwortet bleibt.

Ein Befund kann für einen Körperbereich oder einen Befund zuverlässig sein, während seine Aussagekraft für einen anderen eingeschränkt ist. Entscheidend ist nicht nur, ob ein Artefakt vorhanden war, sondern ob es den relevanten Bereich beeinträchtigt hat.

Was bedeutet “Artefakt” bei einer MRT?

Ein Artefakt ist ein Merkmal auf einem Bild, das nicht der tatsächlichen Anatomie des Körpers entspricht. Es kann als Unschärfe, Verzerrung, Signalverlust, verdoppelte Konturen oder streifenförmige Veränderung erscheinen. Artefakte können durch Metall, Bewegung, Blutfluss, Atmung, Scannereinstellungen oder andere technische Faktoren entstehen.

Manche Artefakte sind geringfügig und beeinträchtigen die Beurteilung nicht. Andere verdecken eine bestimmte Struktur. Idealerweise sollte der Befund sowohl die Ursache als auch deren Auswirkungen beschreiben, beispielsweise eine eingeschränkte Beurteilbarkeit des Gewebes in der Nähe eines Hüftimplantats.

Metallbedingte Artefakte

Metall kann das Magnetfeld stören und MRT-Signale in seiner Umgebung verzerren. Eine Hüftprothese, Wirbelsäulenimplantate, Zahnersatz, chirurgische Clips oder anderes implantiertes Material können einen dunklen oder unscharfen Bereich verursachen. Die Auswirkung ist in der Regel in unmittelbarer Nähe des Metalls am stärksten.

In einem Befund einer MRT der Lendenwirbelsäule kann beispielsweise stehen, dass die Bildqualität durch Artefakte einer metallischen Hüftprothese beeinträchtigt ist, während anschließend die sichtbaren Bandscheiben beschrieben werden. Das bedeutet nicht automatisch, dass sämtliche Befunde an den Bandscheiben unzuverlässig sind. Obere oder mittlere Abschnitte der Lendenwirbelsäule können weiterhin gut erkennbar sein, während die untere Wirbelsäule, das Becken oder das dem Implantat am nächsten gelegene Gewebe möglicherweise schwieriger zu beurteilen sind.

Radiologieteams können Metallartefakte manchmal durch eine Anpassung der Sequenzen oder Scannereinstellungen reduzieren. In manchen Situationen kann eine andere Bildgebungsmethode die klinische Fragestellung besser beantworten. Vor der Untersuchung muss außerdem geprüft werden, ob das Implantat MRT-sicher ist; Bildartefakte und Implantatsicherheit hängen zwar zusammen, sind jedoch getrennte Aspekte.

Bewegungsartefakte

Die Aufnahme von MRT-Sequenzen benötigt Zeit. Das Bewegen eines Knies, eine Lageveränderung, Schlucken, Atmen oder die Unfähigkeit, aufgrund von Schmerzen oder Angst ruhig liegen zu bleiben, können die Bilder unscharf machen. Bewegungen können nur wenige Sequenzen oder einen großen Teil der Untersuchung beeinträchtigen.

In einem Kniebefund könnte stehen, dass die Schlussfolgerungen aufgrund von Bewegungen im Rahmen der Untersuchungsbedingungen getroffen wurden. Diese Formulierung bedeutet, dass der Radiologe die vorhandenen Bilder ausgewertet hat, aber nicht alles mit der üblichen Sicherheit beurteilen konnte. Die Empfehlung, die MRT zu einem späteren Zeitpunkt zu wiederholen, kann dazu dienen, klarere Bilder zu erhalten, einen unklaren Befund zu kontrollieren oder beides. Ein vorgeschlagenes Intervall von beispielsweise drei Monaten bezieht sich auf die jeweilige klinische Situation und ist keine allgemeine Regel für durch Bewegung eingeschränkte Untersuchungen.

Beeinflusst eine offene MRT oder eine MRT mit niedriger Feldstärke die Bildqualität?

Die Magnetfeldstärke einer MRT wird in Tesla gemessen. Manche offenen MRT-Systeme verwenden ein schwächeres Magnetfeld als übliche geschlossene Scanner. Offene Bauformen können für Menschen mit Klaustrophobie, größerem Körperumfang, Schmerzen oder Schwierigkeiten, in einen herkömmlichen Scanner zu passen, angenehmer sein.

Bildgebung mit niedrigerer Feldstärke kann bei bestimmten Untersuchungen ein schwächeres Signal oder weniger feine Details liefern. Die Bildqualität hängt jedoch auch von der Bauart des Scanners, den Spulen, den Sequenzen, der untersuchten Körperregion und dem Protokoll ab. Eine Untersuchung sollte nicht allein aufgrund ihrer Feldstärke als unzureichend betrachtet werden.

Ein Befund einer offenen MRT mit 0,33 Tesla könnte einen Hinweis enthalten, dass ausgedruckte Bilder nicht zur Befundung geeignet sind und die Bilder auf der CD verwendet werden sollten. Dies beschreibt üblicherweise die Einschränkungen der Papierausdrucke, die möglicherweise nur ausgewählte, komprimierte oder geringer aufgelöste Bilder enthalten. Es bedeutet nicht zwangsläufig, dass die ursprüngliche digitale Untersuchung unbrauchbar war. Radiologen beurteilen im Allgemeinen den vollständigen digitalen Bilddatensatz, bei dem Helligkeit, Kontrast, Vergrößerung und einzelne Schichten angepasst werden können.

Was eine abgebrochene Kontrastmitteluntersuchung zeigen kann und was nicht

Manche MRT-Untersuchungen umfassen Aufnahmen vor und nach der Injektion eines Kontrastmittels. Bei bestimmten Untersuchungen, darunter die MRT der Hypophyse, können während und unmittelbar nach der Injektion schnelle oder dynamische Aufnahmen angefertigt werden. Diese Sequenzen können zeigen, wie eine kleine Struktur oder Läsion im Zeitverlauf Kontrastmittel aufnimmt.

Wenn eine Patientin oder ein Patient die Untersuchung während der Injektion abbricht, kann der Radiologe die bereits abgeschlossenen Sequenzen dennoch als unauffällig beurteilen. Diese Schlussfolgerung gilt nur für die tatsächlich aufgenommenen Bilder. Fehlen die dynamische Serie oder andere Aufnahmen nach Kontrastmittelgabe, kann die ursprüngliche Fragestellung möglicherweise nicht vollständig beantwortet werden, insbesondere wenn nach einer diskreten Auffälligkeit gesucht wird, die am besten anhand des zeitlichen Verlaufs der Kontrastmittelaufnahme zu erkennen ist.

Eine unvollständige Untersuchung unterscheidet sich daher von einer vollständig abgeschlossenen, unauffälligen Untersuchung. Sie bedeutet auch nicht, dass eine Auffälligkeit vorhanden ist. Sie bedeutet, dass ein Teil der vorgesehenen diagnostischen Informationen nicht erhoben wurde.

Häufige Formulierungen zu Einschränkungen verständlich erklärt

  • “Die Bildqualität ist durch Artefakte beeinträchtigt”: Ein Teil des Bildes ist unscharf, verzerrt oder verdeckt. Achten Sie auf Formulierungen, die den betroffenen Bereich benennen.
  • “Die Beurteilbarkeit ist durch Bewegung eingeschränkt”: Bewegung hat die Bildschärfe einer oder mehrerer Sequenzen verringert. Kleine oder diskrete Befunde können schwieriger zu beurteilen sein.
  • “Im Rahmen der Untersuchungsbedingungen”: Die Schlussfolgerungen beruhen auf dem, was beurteilt werden konnte; die diagnostische Sicherheit entspricht jedoch nicht derjenigen einer optimalen Untersuchung.
  • “Eine klinische Korrelation wird empfohlen”: Die Bilder sollten zusammen mit den Beschwerden, den Untersuchungsbefunden und anderen Tests betrachtet werden. Diese Formulierung allein bedeutet nicht, dass die Untersuchung wiederholt werden muss.
  • “Ausgedruckte Bilder sind nicht für diagnostische Zwecke bestimmt”: Papierkopien reichen für eine formelle Beurteilung nicht aus; maßgeblich bleiben die ursprünglichen digitalen Dateien.
  • “Untersuchung abgebrochen” oder “Untersuchung unvollständig”: Vorgesehene Sequenzen wurden nicht aufgenommen. Im Befund sollte angegeben werden, welche Bilder verfügbar waren und welche Einschränkung weiterhin besteht.

Wie entschieden wird, ob eine Wiederholung erforderlich ist

Nicht jede eingeschränkte MRT muss wiederholt werden. Die Entscheidung hängt von der ursprünglichen klinischen Fragestellung, der Lage des Artefakts, der Bedeutung der fehlenden Sequenzen und davon ab, ob die sichtbaren Befunde bereits eine Antwort liefern.

Eine Wiederholungsuntersuchung oder ein anderes diagnostisches Verfahren kann erwogen werden, wenn:

  • das Artefakt genau die Struktur verdeckt, die als Ursache der untersuchten Beschwerden infrage kommt.
  • Bewegungen die Beurteilung eines Bandes, eines Nervs, einer kleinen Läsion oder eines anderen entscheidenden Merkmals verhindern.
  • erforderliche Kontrastmittel- oder dynamische Sequenzen nicht abgeschlossen wurden.
  • im Befund ausdrücklich eine bildgebende Verlaufskontrolle empfohlen wird.
  • die Beschwerden und Untersuchungsbefunde trotz einer technisch eingeschränkten Untersuchung weiterhin Anlass zur Sorge geben.

Eine Wiederholung der MRT kann dagegen wenig zusätzlichen Nutzen bringen, wenn die Einschränkung außerhalb des relevanten Bereichs liegt oder die benötigte Anatomie weiterhin klar sichtbar ist. Die zusammenfassende Beurteilung des Radiologen gibt in der Regel besser als der Hinweis auf ein Artefakt allein darüber Auskunft, welchen Ergebnissen vertraut werden kann.

Wann Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt sprechen sollten

Bitten Sie Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt zu erläutern, welcher Körperbereich nur eingeschränkt beurteilbar war, ob der Befund die ursprüngliche Fragestellung beantwortet hat und was durch eine gegebenenfalls empfohlene Verlaufskontrolle geklärt werden soll. Ein zeitnahes Gespräch ist besonders wichtig, wenn sich die Beschwerden verschlimmern oder neue neurologische Symptome auftreten. Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und kann weder eine Erkrankung diagnostizieren noch entscheiden, ob eine bestimmte Untersuchung wiederholt werden sollte.

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