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Vestibularisschwannom (Akustikusneurinom)

Urgent

Also called: Akustikusneurinom, Hörnerventumor, KHBW-Tumor, Kleinhirnbrückenwinkeltumor, Neurinom des Hörnervs, Schwannom des achten Hirnnervs, Vestibularisschwannom

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Was es bedeutet

Ein Vestibularisschwannom ist ein gutartiger Tumor, der aus den Zellen der Hüllschicht des Nervus vestibulocochlearis entsteht – jenes Nervs, der für Hören und Gleichgewicht zuständig ist und vom Innenohr zum Hirnstamm verläuft. Obwohl er sich im Schädelinneren befindet, streut er nicht in andere Körperbereiche und wächst langsam, oft über Jahre hinweg. Weil er genau dort entsteht, wo der Hör- und Gleichgewichtsnerv durch einen engen knöchernen Kanal verläuft, kann selbst ein kleiner Tumor auf die Nervenfasern drücken und die weitergeleiteten Signale stören. Die meisten Betroffenen sind im mittleren Lebensalter, und in der überwiegenden Mehrzahl der Fälle ist nur ein Ohr betroffen, meist ohne erkennbare erbliche Ursache.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Die MRT mit Kontrastmittel ist die empfindlichste Methode, um diese Tumoren zu entdecken, besonders wenn die Untersuchung gezielt auf den inneren Gehörgang ausgerichtet ist – den knöchernen Kanal, durch den der Nerv vom Innenohr zum Gehirn verläuft. Der Befund beschreibt in der Regel die Größe des Tumors, ob er auf den Gehörgang begrenzt bleibt oder sich in den weiteren Raum ausdehnt, in dem der Nerv auf den Hirnstamm trifft, sowie ob er auf benachbarte Strukturen wie den Hirnstamm oder den unmittelbar danebenliegenden Gesichtsnerv drückt. Verlaufskontrollen, anfangs meist im Abstand einiger Monate, zeigen, ob und wie stark der Tumor wächst.

Was es normalerweise bedeutet

Die überwiegende Mehrheit der Vestibularisschwannome wächst langsam und ist gutartig; viele werden zufällig bei Untersuchungen aus anderem Anlass entdeckt, etwa bei der Abklärung von Schwindel oder einseitigem Hörverlust. Die weitere Vorgehensweise hängt stark von Größe, Wachstumsgeschwindigkeit und Beschwerden ab: Kleine, stabile Tumoren werden häufig einfach mit regelmäßigen MRT-Kontrollen beobachtet, während größere oder wachsende Tumoren mit gezielter Bestrahlung oder einer Operation behandelt werden können, um Hör-, Gleichgewichts- und Gesichtsnervenfunktion zu schützen. Die Dringlichkeitsstufe spiegelt hier vor allem den Bedarf einer fachärztlichen Abklärung wider, nicht einen Notfall, da diese Tumoren in der Regel viel zu langsam wachsen, um eine unmittelbare Gefahr darzustellen.

Wann eine weitere Abklärung sinnvoll ist

Vereinbaren Sie in den kommenden Wochen einen Termin bei einem HNO-Arzt oder Neurologen, wenn es sich um einen neuen Befund handelt, und früher, falls deutliche oder rasch zunehmende Beschwerden bestehen. Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe auf bei neu aufgetretenem einseitigem Hörverlust, anhaltendem Ohrgeräusch auf einer Seite, unerklärlicher Gleichgewichtsstörung oder Taubheitsgefühl beziehungsweise Schwäche im Gesicht, da diese Beschwerden auch andere Ursachen haben können, die eine rasche Abklärung erfordern.

Ein Bild, das es greifbar macht

Stellen Sie sich den Hör- und Gleichgewichtsnerv wie ein Glasfaserkabel vor, das durch einen engen Tunnel zwischen Innenohr und Gehirn verläuft. Dieser Tumor gleicht einer kleinen, langsam wachsenden Verdickung an der Isolierung des Kabels innerhalb dieses Tunnels. Anfangs berührt er die Fasern kaum, doch mit zunehmendem Wachstum kann er auf sie drücken – und im Tunnel selbst ist kein Platz zum Ausweichen, weshalb selbst ein kleines Wachstum an dieser Stelle spürbare Beschwerden auslösen kann.

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