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Wirbelhämangiom

Normal

Also called: Hämangiom der Wirbelsäule, Hämangiom im Wirbel, Knochenhämangiom, Wirbelhämangiom gutartig, Wirbelkörperhämangiom, Wirbelsäulenhämangiom

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Was es bedeutet

Ein Wirbelhämangiom ist eine gutartige, langsam wachsende Ansammlung feiner, verschlungener Blutgefäße, die sich im Körper eines Wirbels bildet — einem der einzelnen Knochen, die übereinandergestapelt die Wirbelsäule formen. Auch wenn manchmal locker von einem "Tumor" gesprochen wird, ist ein Hämangiom kein Krebs und verhält sich auch nicht so — es wächst nicht in umliegendes Gewebe ein und streut nicht in andere Körperregionen. Es handelt sich im Grunde um eine harmlose Gefäßwucherung, die zufällig im Knochen liegt.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Wirbelhämangiome sind sehr häufig und werden meist zufällig bei einem CT oder MRT entdeckt, das aus einem ganz anderen Grund durchgeführt wurde, etwa wegen Rückenschmerzen durch eine Muskelverspannung oder bei der Untersuchung eines benachbarten Organs. Im CT zeigen sie oft ein charakteristisches "Tupfen"- oder Punktmuster, das durch verdickte Knochenbälkchen im fetthaltigen, gefäßreichen Gewebe entsteht. Im MRT stellen sie sich typischerweise signalreich dar, bedingt durch ihren Fett- und Gefäßanteil — ein Erscheinungsbild, das Radiologen zuverlässig als gutartig einordnen können, ohne dass weitere Untersuchungen nötig sind. Im Befund steht dann oft schlicht "zufälliger, typischer Hämangiombefund".

Was es normalerweise bedeutet

Die überwiegende Mehrheit der Wirbelhämangiome ist einfach, verursacht keine Beschwerden und bleibt lebenslang unverändert. Man geht davon aus, dass sie bei einem beachtlichen Teil der Bevölkerung vorkommen und heute vor allem deshalb häufiger auffallen, weil bildgebende Verfahren so verbreitet sind — nicht, weil sie Probleme bereiten. In seltenen Fällen, manchmal als "aggressive" Hämangiome bezeichnet, kann die Wucherung größer sein, über den Wirbel hinausreichen oder auf Rückenmark oder Nerven drücken, was Schmerzen oder neurologische Symptome verursachen kann. Diese aggressiven Formen sind selten und sehen in der Bildgebung meist anders aus, weshalb Radiologen ein typisches Hämangiom ausdrücklich als solches benennen.

Was als Nächstes zu tun ist

Ein typisches, zufällig entdecktes Wirbelhämangiom erfordert in der Regel weder Behandlung noch Kontrolluntersuchungen noch eine Überweisung an einen Spezialisten — es kann einfach vermerkt und ansonsten unbeachtet bleiben. Relevant wird eine Nachkontrolle nur, wenn das Hämangiom als untypisch oder aggressiv beschrieben wird, ungewöhnlich groß ist oder wenn neue Rückenschmerzen, Schwäche, Taubheitsgefühl oder Veränderungen der Blasen- oder Darmfunktion auftreten, die auf Druck auf Rückenmark oder Nerven hindeuten könnten. Steht im Befund lediglich "typisches Wirbelhämangiom" ohne weitere Einschränkungen, kann dies vernünftigerweise als unauffälliger Zufallsbefund gewertet werden.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich einen kleinen, dichten Schwamm aus feinen Blutgefäßen vor, eingebettet in einen der Bausteine Ihrer Wirbelsäule — wie ein Knäuel feiner Fäden, das in einen einzelnen Ziegelstein einer Mauer eingewoben ist. Der Ziegel erfüllt weiterhin seine Aufgabe, die Mauer zu tragen; das Fadenknäuel darin ist einfach Teil seiner Beschaffenheit, kein Riss und keine Schwachstelle. Die meisten Menschen tragen so einen Ziegel irgendwo in ihrer Wirbelsäule, ohne es je zu bemerken, weil er der Mauer nie Schwierigkeiten bereitet.

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