Venöse Insuffizienz
WarningAlso called: CVI, Venenklappenschwäche, Venenschwäche, chronisch venöse Insuffizienz, chronische Veneninsuffizienz, venöse Stauung, venöser Rückfluss
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Was es bedeutet
In den Beinvenen sitzen winzige Einwegklappen, die das Blut mithilfe der Wadenmuskelpumpe entgegen der Schwerkraft nach oben zum Herzen befördern. Bei einer venösen Insuffizienz haben sich diese Klappen abgenutzt, gedehnt oder sind beschädigt, sodass ein Teil des Blutes zurückfließt und sich im Unterschenkel staut, statt weiterzufließen. Mit der Zeit steigt dadurch der Druck in den Venen an, und genau dieser erhöhte Druck ist es, der die spürbaren und sichtbaren Beschwerden verursacht.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
Eine venöse Insuffizienz wird meist per Doppler-Ultraschall der Beine diagnostiziert und nicht per CT oder MRT, da der Ultraschall den Blutfluss und die Klappenfunktion in Echtzeit sichtbar macht. Der Befund beschreibt in der Regel, welche Venen untersucht wurden (häufig die große oder kleine Rosenvene beziehungsweise die tiefen Beinvenen), ob beim Zusammendrücken des Beins oder im Stehen ein Rückfluss – ein sogenannter Reflux – nachweisbar war und wie lange dieser anhielt, da ein längerer Reflux in der Regel auf eine ausgeprägtere Klappenschwäche hindeutet. Manchmal werden auch eine verdickte oder erweiterte Venenwand sowie ein begleitendes Blutgerinnsel vermerkt.
Was es normalerweise bedeutet
Eine venöse Insuffizienz ist außerordentlich verbreitet und betrifft einen großen Teil der Erwachsenen in irgendeiner Form; das Risiko steigt mit dem Alter, in der Schwangerschaft, bei Übergewicht, langem Stehen oder Sitzen sowie bei familiärer Vorbelastung mit Krampfadern. Leichte Fälle machen sich oft nur durch kosmetisch störende Besenreiser oder Krampfadern bemerkbar. Ausgeprägtere Formen können zu schweren, schmerzenden, pochenden Beinen führen, zu einer Schwellung, die im Laufe des Tages zunimmt, zu Juckreiz und deutlich sichtbaren, wulstigen Krampfadern. Bei langjährigen oder schwereren Verläufen kann sich die Haut rund um die Knöchel dunkel verfärben, verdicken oder schließlich in ein schlecht heilendes venöses Geschwür übergehen. Die Erkrankung selbst ist nicht so gefährlich wie ein Blutgerinnsel, verläuft aber chronisch und schreitet meist langsam fort, wenn der zugrunde liegende Druck nicht behandelt wird.
Wann eine weitere Abklärung sinnvoll ist
Eine Überweisung zu einem Gefäßspezialisten oder Phlebologen ist sinnvoll, wenn geschwollene, schmerzende Beine oder sichtbare Krampfadern störend sind, sich verschlechtern oder von Hautveränderungen am Knöchel begleitet werden. Kompressionsstrümpfe, Hochlagern der Beine, Bewegung und Gewichtsmanagement sind meist die ersten Maßnahmen; bei ausgeprägteren Befunden stehen auch Verfahren zum Verschluss der betroffenen Venen zur Verfügung. Suchen Sie rasch ärztliche Hilfe auf, wenn ein Bein plötzlich anschwillt, sich heiß, rot oder sehr schmerzhaft anfühlt, besonders wenn nur eine Seite betroffen ist – das kann auf ein Blutgerinnsel (eine tiefe Venenthrombose) statt auf eine gewöhnliche venöse Insuffizienz hindeuten und muss dringend abgeklärt werden.
Ein Bild, das es greifbar macht
Stellen Sie sich die Beinvenen wie eine Treppe aus Einwegklappen vor, die das Blut auf seinem Weg zurück zum Herzen erklimmt, wobei sich jede Klappe hinter ihm schließt, damit nichts zurückrutscht. Bei einer venösen Insuffizienz sind einige dieser Klappen ausgeleiert und schließen nicht mehr richtig, sodass bei jedem Schritt etwas Blut durch die Lücken zurücksickert und sich weiter unten im Bein sammelt. Die Leitung funktioniert also noch, nur eben weniger effizient – deshalb macht jede Unterstützung gegen die Schwerkraft, etwa Kompressionsstrümpfe oder das einfache Hochlegen der Beine, einen so spürbaren Unterschied.
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