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Unkovertebralarthrose

Also called: Luschka-Gelenk-Arthrose, Randzackenbildung Halswirbelsäule, Unkarthrose, Unkovertebralgelenkarthrose, unkovertebrale Hypertrophie, unkovertebrale Spondylose

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Was es bedeutet

Am seitlichen Rand der Halswirbelkörper, etwa vom dritten bis zum siebten Halswirbel, liegen kleine gelenkähnliche Strukturen, die Unkovertebralgelenke (auch Luschka-Gelenke genannt). Sie kommen sonst nirgendwo in der Wirbelsäule vor. Diese Strukturen helfen, seitliche Neige- und Drehbewegungen des Nackens zu führen und zu begrenzen. Arthrose bedeutet schlicht verschleißbedingte Abnutzung, sodass Unkovertebralarthrose beschreibt, wie diese kleinen Gelenke im Zuge des normalen Alterns verdicken, knöcherne Randanbauten bilden und ihre glatte Oberfläche verlieren.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht

Da die Unkovertebralgelenke direkt neben den Neuroforamina liegen, den seitlichen Öffnungen, durch die die Nervenwurzeln den Hals verlassen, achten Radiologen genau darauf, ob knöcherne Anbauten diesen Raum einengen. Berichte benennen üblicherweise die betroffene Höhe (zum Beispiel C5/C6), beschreiben die Gelenke als hypertroph (verdickt) oder mit Randzacken versehen und vermerken, ob die Veränderungen zu einer Einengung des Neuroforamens auf einer oder beiden Seiten beitragen. Dieser Befund wird fast immer zusammen mit anderen Zeichen einer zervikalen Spondylose genannt, dem übergeordneten Begriff für altersbedingten Verschleiß der Halswirbelsäule.

Was es normalerweise bedeutet

Unkovertebralarthrose ist ein normaler Teil der Halswirbelsäulenalterung und wird ab dem mittleren Lebensalter zunehmend häufiger; viele Menschen haben diesen Befund im Bild, ohne je Beschwerden zu bemerken. Bedeutsam wird er vor allem, wenn die knöchernen Anbauten in den Austrittsraum der Nervenwurzel hineinwachsen – das kann zu Nackensteifigkeit, eingeschränkter Drehbeweglichkeit des Kopfes oder, bei eingeklemmter Nervenwurzel, zu Schmerzen, Kribbeln oder Kraftverlust führen, die in Schulter, Arm oder Hand der betroffenen Seite ausstrahlen. Bildbefund und Beschwerden passen nicht immer exakt zusammen, weshalb Ärzte das Bild stets zusammen mit der körperlichen Untersuchung bewerten.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Werden im Bericht nur leichte Unkovertebralveränderungen ohne Nervenbeteiligung genannt, ist meist nichts Dringendes zu unternehmen, abgesehen von allgemeiner Nackenpflege – sanfte Beweglichkeitsübungen, gute Haltung und Bewegung im Alltag. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Armschmerzen, Taubheit oder Kribbeln auftreten, die einem klaren Verlauf vom Nacken nach außen folgen, oder wenn sich Hand oder Arm schwächer als gewohnt anfühlen. Suchen Sie rasch ärztliche Hilfe bei neu auftretender Ungeschicklichkeit der Hände, unsicherem Gang oder Veränderungen der Blasen- oder Darmfunktion, da dies auf eine Beteiligung des Rückenmarks selbst hindeuten und eine zeitnahe Abklärung erfordern kann.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich zwei kleine Scharniere vor, die seitlich an jedem Wirbel angebracht sind, um die Drehbewegung des Nackens geschmeidig und kontrolliert zu halten – so wie Türscharniere eine Tür sauber führen. Nach jahrelangem Gebrauch können diese Scharniere etwas rosten und rau werden, und am Rand kann sich ein kleiner Grat aus zusätzlichem Metall bilden. Die Tür schwingt weiterhin, vielleicht etwas steifer, doch wenn dieser Grat groß genug wird, um in die danebenliegende Türöffnung hineinzuragen, kann er anfangen, an allem zu reiben, was durch diesen Spalt verläuft – genau dort, wo die Nervenwurzel direkt neben dem Gelenk liegt.

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