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Nabelhernie

Normal

Also called: Hernia umbilicalis, Nabelbruch, Nabelvorwölbung, paraumbilikale Hernie, periumbilikale Hernie

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Was es bedeutet

Die Bauchwand besteht aus mehreren Schichten von Muskel- und Bindegewebe, die normalerweise einen dichten, geschlossenen Abschluss bilden. Am Bauchnabel gibt es eine natürliche Schwachstelle, die noch von der Stelle stammt, an der vor der Geburt die Nabelschnur hindurchlief. Eine Nabelhernie entsteht, wenn ein kleines Stück Fettgewebe oder gelegentlich eine Darmschlinge durch diese Schwachstelle drückt und direkt unter der Haut am oder um den Nabel eine Vorwölbung bildet.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht

Radiologen beschreiben die Größe der Lücke in der Bauchwand, was durch sie hindurchtritt (Fett, Darm oder beides) und ob der Inhalt gesund aussieht oder Anzeichen für Probleme zeigt. Beruhigende Formulierungen sind „reponibel“ (der Inhalt lässt sich zurückschieben) und das Fehlen von Hinweisen auf eine Verengung des Darms. Weniger beruhigend sind Begriffe wie „inkarzeriert“ (eingeklemmt und nicht zurückschiebbar) oder „strangulierte“ (die Durchblutung des eingeklemmten Gewebes ist gestört) – Letzteres ist ein chirurgischer Notfall.

Was es normalerweise bedeutet

Nabelhernien sind bei Erwachsenen sehr häufig. Sie hängen oft mit allem zusammen, was über längere Zeit den Druck im Bauchraum erhöht – Schwangerschaft, Übergewicht, chronischer Husten, schweres Heben oder frühere Bauchoperationen. Viele werden zufällig bei einer Untersuchung entdeckt, die aus anderem Grund veranlasst wurde, und die meisten verursachen keine Beschwerden außer einer gelegentlichen weichen Vorwölbung, die im Stehen, Husten oder Pressen deutlicher wird und sich im Liegen wieder abflacht. Kleine, reponible Nabelhernien sind meist ungefährlich, heilen bei Erwachsenen aber nicht von selbst und wachsen über Jahre hinweg oft langsam weiter. Anders als bei Säuglingen, bei denen sich viele kleine Nabelhernien bis zum Schulalter von selbst verschließen, kann sich die Bauchwand von Erwachsenen nicht mehr auf diese Weise selbst abdichten – deshalb ist eine Nabelhernie bei Erwachsenen ein bleibender struktureller Befund und keine vorübergehende Erscheinung.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Erwähnen Sie jede Nabelhernie gegenüber Ihrem Arzt, auch eine kleine, schmerzlose, damit sie untersucht und beobachtet werden kann. Eine operative Versorgung ist häufig ein Wahleingriff – empfohlen, wenn die Hernie wächst, Beschwerden verursacht oder den Alltag einschränkt –, aber nicht immer dringend. Suchen Sie jedoch sofort ärztliche Hilfe, wenn die Vorwölbung plötzlich schmerzhaft, fest, gerötet wird oder sich nicht mehr zurückschieben lässt, oder wenn Übelkeit, Erbrechen oder ein aufgeblähter Bauch hinzukommen, da dies auf eine eingeklemmte oder strangulierte Hernie hindeuten kann.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich einen fest verschnürten Beutel mit einer abgenutzten Stelle im Stoff nahe der unteren Naht vor. Unter normalem Druck hält der Beutel alles gut zusammen, doch drücken Sie etwas fester – ein schwerer Gegenstand, ein kräftiger Druck –, kann sich ein kleiner Teil des Inhalts durch diese dünne Stelle wölben. Meist lässt er sich wieder hineinschieben, und der Beutel sieht wieder normal aus. Eine Nabelhernie ist genau diese abgenutzte Stelle, nur eben auf Höhe der Bauchwand.

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