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Trochleadysplasie

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Also called: Trochlea-Dysplasie, abgeflachte Trochlea, dysplastische Femurrinne, flache Gleitrinne der Kniescheibe, flache Trochlearinne, patellofemorale Dysplasie

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Was es bedeutet

Die Trochlea ist die Rinne am unteren Ende des Oberschenkelknochens (Femur), in der die Kniescheibe (Patella) sitzt und beim Beugen und Strecken des Knies auf und ab gleitet. In einem gesunden Knie ist diese Rinne tief und gut geformt, ähnlich einer Führungsschiene, die ein Rad sicher auf Kurs hält. Trochleadysplasie bedeutet, dass sich die Rinne während des Wachstums zu flach, zu eben oder sogar leicht gewölbt statt vertieft ausgebildet hat, sodass sie die Kniescheibe nicht so sicher führt, wie sie sollte.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht

Eine Trochleadysplasie fällt meist bei einem CT oder MRT auf, das wegen einer ausgerenkten oder instabil wirkenden Kniescheibe angefertigt wurde, seltener als isolierter Erstbefund. Radiologen stufen die Flachheit anhand etablierter Klassifikationen ein (häufig die Dejour-Klassifikation, Grad A bis D) und messen oft zugehörige Winkel und Tiefen – etwa die Tiefe der Trochlearinne, den Sulkuswinkel oder den TT-TG-Abstand (wie weit der Ansatzpunkt des Schienbeins von der Rinne entfernt liegt). Diese Messwerte helfen einzuschätzen, wie stark die Form der Rinne zur Instabilität der Kniescheibe beiträgt.

Was es normalerweise bedeutet

Eine flache Trochlearinne ist einer von mehreren anatomischen Faktoren – neben einer hochstehenden Kniescheibe (Patella alta), lockeren Bändern oder der Rotationsausrichtung des Beins –, die dazu führen können, dass die Kniescheibe leichter teilweise oder ganz aus ihrer Position rutscht, besonders bei Drehbewegungen oder einem direkten Stoß. Trochleadysplasie ist häufig, und viele Menschen mit einer leicht abgeflachten Rinne haben nie Beschwerden; klinisch bedeutsam wird sie vor allem bei Personen, die bereits eine oder mehrere Kniescheibenluxationen hatten, da sie dort das Risiko eines erneuten Auskugelns erhöht. Der Schweregrad der Dysplasie (leicht bis ausgeprägt) hängt grob mit diesem zusätzlichen Risiko zusammen.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Wenn Sie bereits eine Kniescheibenluxation hatten oder wiederholt das Gefühl kennen, dass das Knie „nachgibt“ oder seitlich wegrutscht, besprechen Sie die Bildgebung mit einem orthopädischen Spezialisten, idealerweise mit Erfahrung bei patellofemoralen Problemen. Er wird die Form der Trochlea zusammen mit anderen Faktoren – Kniescheibenhöhe, Beinachse, Bandstabilität – bewerten, um zu entscheiden, ob Physiotherapie und eine Schiene ausreichen oder ob eine Operation zur Vertiefung der Rinne (Trochleaplastik) oder zur Umlenkung der Kniescheibenzugrichtung sinnvoll ist. Suchen Sie rasch ärztliche Hilfe bei einem Knie, das nach einer Verletzung sichtbar verformt, blockiert oder stark geschwollen ist, oder wenn die Kniescheibe ausgerenkt ist und nicht von selbst zurückspringt.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich eine Murmel vor, die eine in ein Holzbrett geschnitzte Rinne hinabrollt. Ist die Rinne tief eingeschnitten, läuft die Murmel exakt mittig, egal wie das Brett gekippt wird. Ist die Rinne flach – kaum mehr als ein ebenes Brett –, wandert die Murmel und kann schon bei einem kleinen Stoß aus der Bahn springen. Genauso funktioniert die Trochlearinne für die Kniescheibe: Je flacher sie ist, desto leichter gerät die Kniescheibe aus der Spur.

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