Trochanterbursitis
WarningAlso called: Bursitis trochanterica, Hüftbursitis, Schleimbeutelentzündung der Hüfte, Trochanter-Schmerzsyndrom, laterale Hüftbursitis, seitliche Hüftschleimbeutelentzündung
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Was es bedeutet
Ein Schleimbeutel (Bursa) ist ein kleines, flaches, mit Flüssigkeit gefülltes Kissen, das zwischen Knochen und den darüber gleitenden Sehnen oder Muskeln liegt und die Bewegung abpolstert, damit nichts schmerzhaft aneinander reibt. Der große Rollhügel (Trochanter major) ist der knöcherne Vorsprung, den man an der Hüftaußenseite tasten kann, und mehrere Sehnen sowie der Tractus iliotibialis ziehen direkt darüber hinweg. Bei der Trochanterbursitis entzündet und schwillt der Schleimbeutel an dieser Stelle an, meist durch wiederholte Reibung oder Druck und nicht durch eine Schädigung des Hüftgelenks selbst.
Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht
Im MRT zeigt sich ein entzündeter Schleimbeutel als kleine Ansammlung zusätzlicher Flüssigkeit mit verdicktem Gewebe direkt über dem großen Rollhügel, häufig zusammen mit Veränderungen der dort ansetzenden Gesäßsehnen. Da Sehnenreizung (Tendinose) und kleine Sehnenrisse an derselben Stelle häufig gleichzeitig vorkommen und dieselben Beschwerden verursachen, fassen Radiologen das Gesamtbild oft unter dem Begriff „Greater Trochanteric Pain Syndrome“ (Schmerzsyndrom des großen Rollhügels) zusammen statt nur von Bursitis zu sprechen. Der Bericht nennt meist die Größe der Flüssigkeitsansammlung und ob die benachbarten Sehnen gesund oder gereizt erscheinen.
Was es normalerweise bedeutet
Es handelt sich um ein sehr häufiges, überwiegend mechanisches Problem. Es entsteht oft durch wiederholte Belastung wie Laufen oder Radfahren, durch langes Liegen auf einer Seite, durch einen Sturz oder direkten Stoß gegen die Hüfte, oder durch verspannte Hüft- und Oberschenkelmuskulatur, die die Reibung über dem Schleimbeutel erhöht. Es tritt bei Menschen mittleren und höheren Alters häufiger auf und geht oft mit einer leichten Abnutzung der Gesäßsehnen einher. Gefährlich ist es selten, und es deutet in der Regel nicht auf ein Problem im Hüftgelenk selbst hin, etwa eine Arthrose des Kugelgelenks – beide können jedoch gemeinsam auftreten und sich ähnlich anfühlen.
Wann eine Abklärung sinnvoll ist
Gewöhnliche seitliche Hüftschmerzen, die zu diesem Befund passen, lassen sich in der Regel gut bei einem regulären Arzttermin besprechen, und viele Betroffene bessern sich schon durch Schonung, Anpassung der Aktivität, Dehnübungen und einfache Schmerzmittel, bevor überhaupt eine formale Diagnose nötig ist. Suchen Sie rascher ärztliche Hilfe, wenn die Hüfte rot, heiß und deutlich geschwollen wird, wenn Fieber oder ein allgemeines Krankheitsgefühl hinzukommt oder wenn Sie das Bein nicht mehr belasten können – das kann auf eine Infektion des Gelenks oder Schleimbeutels oder eine schwerwiegendere Verletzung hindeuten, die statt häuslicher Pflege eine rasche Untersuchung braucht.
Ein anschauliches Bild
Stellen Sie sich ein kleines Gelkissen vor, das unter einem Seil liegt, das bei jedem Türöffnen über einen Türknauf hin- und hergleitet. Wird die Tür zu oft benutzt oder läuft das Seil im falschen Winkel, wird dieses Kissen eingeklemmt und schwillt durch die ständige Reibung an. Der Türknauf (Ihr Hüftknochen) und das Seil (die Sehnen) sind dabei völlig in Ordnung – nur das dazwischenliegende Polster ist gereizt und braucht eine Pause, um sich wieder zu beruhigen.
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