Schilddrüsenknoten
WarningAlso called: Knoten in der Schilddrüse, Schilddrüsenknubbel, Schilddrüsenraumforderung, Schilddrüsenzyste, Struma nodosa, Zufallsbefund Schilddrüse, knotige Schilddrüse
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Was bedeutet das?
Die Schilddrüse ist eine schmetterlingsförmige Drüse an der Vorderseite des unteren Halses, die Hormone bildet, welche den Stoffwechsel steuern. Ein Knoten ist schlicht eine kleine Verdickung – ein umschriebener Bereich, in dem sich Schilddrüsengewebe zu einer eigenständigen Stelle zusammengeballt hat, abgegrenzt vom umliegenden, gleichmäßigen Gewebe. Knoten können solide, mit Flüssigkeit gefüllt (zystisch) oder eine Mischung aus beidem sein, und die meisten Menschen mit einem solchen Knoten spüren ihn nie und bemerken keinerlei Beschwerden.
Warum steht das im CT- oder MRT-Befund?
Schilddrüsenknoten werden häufig zufällig bei CT- oder MRT-Aufnahmen von Hals oder Brustkorb entdeckt, die aus einem völlig anderen Grund gemacht wurden, etwa zur Kontrolle der Lunge oder der Wirbelsäule. Der Befund gibt in der Regel die Größe in Millimetern oder Zentimetern an und beschreibt oft Merkmale wie glatte oder unregelmäßige Ränder, eingelagerte Verkalkungen sowie ob der Knoten solide, zystisch oder gemischt ist. Größere oder ungewöhnlich geformte Knoten werden manchmal für eine gezielte Schilddrüsen-Ultraschalluntersuchung vorgemerkt, da Ultraschall Schilddrüsengewebe genauer darstellen kann als CT oder MRT.
Was bedeutet das in der Regel?
Schilddrüsenknoten sind äußerst häufig – Studien mit empfindlicher Bildgebung finden sie bei einem großen Teil der Erwachsenen, wobei der Anteil mit dem Alter steigt, besonders bei Frauen. Die beruhigende Nachricht: Mehr als neun von zehn Schilddrüsenknoten sind gutartig. Die meisten verursachen keine Beschwerden und werden nur entdeckt, weil eine Untersuchung zufällig den Hals mit erfasst hat. Merkmale, die eine genauere Abklärung etwas eher nahelegen, sind eine größere Ausdehnung, unregelmäßige oder unscharfe Ränder, bestimmte Verkalkungsmuster oder ein rasches Wachstum zwischen zwei Untersuchungen – doch keines dieser Merkmale bedeutet für sich genommen Krebs. Sie helfen lediglich zu entscheiden, ob eine weitere Abklärung, meist per Ultraschall und manchmal per Feinnadelbiopsie, sinnvoll ist.
Wann sollte man das abklären lassen?
Sprechen Sie diesen Befund bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an – meist wird eine gezielte Schilddrüsen-Ultraschalluntersuchung empfohlen, um den Knoten genauer einzuordnen, da CT und MRT allein für die Risikobeurteilung nicht ideal geeignet sind. Erwähnen Sie jeden neu tastbaren Knoten am Hals, Heiserkeit, Schluckbeschwerden oder einen Knoten, der offenbar schnell wächst. Die meisten Knoten benötigen nach der Abklärung nur eine regelmäßige Kontrolle oder gar keine weitere Maßnahme.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich ein glattes Stück Butter vor, in das ein einzelnes kleines Steinchen eingearbeitet wurde. Das Steinchen sticht als deutlicher Knubbel in der sonst gleichmäßigen Oberfläche hervor, doch seine bloße Existenz sagt noch nicht viel aus – man müsste sich Form, Struktur und Größe genauer ansehen, um mehr zu erfahren. Ein Schilddrüsenknoten ist genau dieses Steinchen: eine umschriebene Stelle innerhalb der Drüse, die in der überwältigenden Mehrheit der Fälle einfach eine gutartige Gewebeansammlung ist und nichts Gefährliches.
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