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Duralsack

Also called: Dural sack, Duralsackkompression, Duraschlauch, Einengung des Duralsacks, Rückenmarkshülle, Thekalsack, spinaler Duralsack

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Was es bedeutet

Der Duralsack (auch Thekalsack genannt) ist eine lange, schlauchförmige Membran, die den gesamten Wirbelkanal durchzieht – von der Schädelbasis bis zum unteren Rücken. Er besteht aus der harten Hirnhaut (Dura mater), die auch das Gehirn umgibt, und ist mit Nervenwasser (Liquor) gefüllt – jener klaren Flüssigkeit, die das Rückenmark und das Bündel an Nervenwurzeln unterhalb seines Endes polstert. Auf CT- oder MRT-Bildern erscheint die Flüssigkeit im Duralsack auf bestimmten MRT-Sequenzen sehr hell und im CT etwas dunkler als das umliegende Gewebe, wodurch sich der Sack als glatte, runde Kontur in der Mitte der Wirbelsäule gut abzeichnet.

Warum er im CT- oder MRT-Befund erwähnt wird

Radiologen nutzen den Duralsack eher als Bezugspunkt denn als eigenständig erkrankbare Struktur. Da er direkt hinter den Bandscheiben und Wirbelkörpern liegt, zeigt er als Erstes die Auswirkungen eines Bandscheibenvorfalls, eines Knochensporns oder eines verdickten Bandes. In Befunden ist häufig von „Einengung“, „Verlagerung“, „Deformierung“ oder „Kompression“ des Duralsacks die Rede – das sind unterschiedliche Formulierungen dafür, dass etwas in der Nähe gegen seine normalerweise glatte, runde Kontur drückt und seine Form verändert.

Was es normalerweise bedeutet

Eine leichte Einengung des Duralsacks ist besonders mit zunehmendem Alter äußerst häufig und belegt für sich genommen weder eine Nervenschädigung noch sagt sie Schmerzen voraus. Eine leichte Abflachung durch eine vorgewölbte Bandscheibe ist oft ein Zufallsbefund, vor allem in den unteren Lendenwirbelsegmenten, wo sich der Verschleiß über Jahrzehnte ansammelt. Entscheidender ist das Ausmaß der Einengung und ob sie bereits die Nervenwurzeln selbst erreicht – Befunde, die zusätzlich einen „Kontakt zur Nervenwurzel“ oder eine „Bedrängung“ der Wurzeln erwähnen, wiegen klinisch schwerer als eine reine Einengung. Ihr Arzt bewertet die Bildgebung immer zusammen mit Ihren Beschwerden wie Schmerzen, Taubheitsgefühl, Kribbeln oder Schwäche, da Befund und Symptome nicht immer übereinstimmen.

Wann Sie nachfragen sollten

Eine leichte, beschwerdefreie Einengung des Duralsacks erfordert in der Regel keine besondere Maßnahme über die übliche Rückenpflege hinaus. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn eine neue oder zunehmende Beinschwäche, ein Taubheitsgefühl im Bereich der Leiste oder Innenschenkel (Reithosenanästhesie) oder ein Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle auftritt – das kann auf eine erhebliche Kompression hindeuten, die dringend abgeklärt werden muss. Andernfalls besprechen Sie den Befund mit Ihrem Arzt oder einem Wirbelsäulenspezialisten, der das Ausmaß der Einengung im Bild mit Ihrem tatsächlichen Befinden abwägt und entscheidet, ob Physiotherapie, Medikamente oder eine weitere Bildgebung sinnvoll sind.

Ein einfaches Bild dazu

Stellen Sie sich einen Gartenschlauch vor, der durch einen engen Tunnel verläuft und dabei Wasser sowie ein loses Bündel Kabel transportiert. Der Schlauch selbst ist der Duralsack, das Wasser ist das Nervenwasser, und die Kabel sind die Nervenwurzeln. Drückt ein Stein aus der Tunnelwand von einer Seite hinein, dellt sich der Schlauch etwas nach innen ein – genau das beschreiben Radiologen als „Einengung“. Eine kleine Delle stört die Kabel darin selten, doch ein größerer, weiter hineinragender Stein kann sie zunehmend einklemmen – dann treten meist auch Beschwerden auf.

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