Synovitis
WarningAlso called: Gelenkinnenhautentzündung, Kniegelenksynovitis, Synovialentzündung, Verdickung der Gelenkschleimhaut, entzündete Synovialmembran, reaktive Synovitis
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Was es bedeutet
Jedes bewegliche Gelenk – Knie, Hüfte, Handgelenk oder Sprunggelenk – ist innen von einer dünnen Gewebeschicht ausgekleidet, der Synovialmembran. Ihre Aufgabe ist es, eine geringe Menge gleitfähiger Flüssigkeit zu produzieren, die dem Gelenk ein reibungsloses Bewegen ermöglicht. Synovitis bedeutet einfach, dass diese Schicht entzündet ist: Sie verdickt sich, produziert zusätzliche Flüssigkeit und bekommt manchmal eine leicht höckerige oder samtige Struktur. Das Gelenk selbst kann strukturell weiterhin völlig intakt sein; das eigentliche Problem betrifft das reaktive Gewebe drumherum.
Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht
Das MRT eignet sich besonders gut, um eine Synovitis darzustellen, da es die verdickte Auskleidung und zusätzliche Flüssigkeit innerhalb der Gelenkkapsel erkennen kann, manchmal wird das entzündete Gewebe durch Kontrastmittel noch deutlicher sichtbar. Berichte beschreiben sie häufig als leicht, mäßig oder ausgeprägt und vermerken, ob sie auf einen Gelenkbereich begrenzt ist oder sich großflächig um das Gelenk zieht. Radiologen erwähnen eine Synovitis oft zusammen mit anderen Befunden – Knorpelverschleiß, ein Meniskusriss oder Knochenveränderungen –, da sie häufig als Reaktion auf ein anderes Geschehen im Gelenk entsteht.
Was es meistens bedeutet
Eine Synovitis hat viele mögliche Ursachen, die meisten davon gut behandelbar. Sie ist häufig nach einer Gelenkverletzung oder bei alltäglicher Überlastung zu beobachten, wo sie sich zurückbildet, sobald das Gelenk verheilt. Sie ist außerdem ein Kennzeichen der Arthrose, bei der der Verschleiß am Knorpel die umgebende Auskleidung reizt, sowie entzündlicher Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis, bei denen das Immunsystem die Synovialmembran direkt angreift. Seltener kann sie nach einer Infektion auftreten oder eine kristallbedingte Erkrankung wie Gicht widerspiegeln. Muster, Lage und Dauer der Beschwerden helfen dem Arzt, die wahrscheinliche Ursache einzugrenzen, manchmal mithilfe von Blutuntersuchungen oder einer Probe der Gelenkflüssigkeit.
Wann man das abklären lassen sollte
Ein leichter, isolierter Befund einer Synovitis nach einer kleineren Verletzung ist oft nicht dringlich und kann bei einem routinemäßigen Kontrolltermin besprochen werden. Sprechen Sie es früher an, wenn eine anhaltende Gelenkschwellung besteht, eine Morgensteifheit von mehr als 30 Minuten, Beschwerden in mehreren Gelenken gleichzeitig oder Schmerzen, die sich unter Schonung und einfacher Schmerzlinderung nicht bessern – diese können auf eine entzündliche Arthritis hindeuten, die gründlich abgeklärt werden sollte. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn das Gelenk plötzlich heiß, rot und sehr schmerzhaft wird oder Fieber hinzukommt, da diese Kombination auf eine Gelenkinfektion hindeuten kann, die dringend behandelt werden muss.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich die Gelenkauskleidung wie das Filzpolster in der Tasche eines Billardtisches vor – normalerweise dünn und glatt, damit die Kugel (das Gelenk) sich frei bewegen kann. Eine Synovitis ist so, als würde dieser Filz nach wiederholter starker Beanspruchung oder durch einen eingedrungenen Reizstoff anschwellen und aufgehen. Die Tasche funktioniert weiterhin, ist aber entzündet und etwas beengt – genau das zeigt sich im Bild als zusätzliches Signal und Verdickung.
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