Musculus subscapularis
Also called: M. subscapularis, Rotatorenmanschettenmuskel, Schultermuskel, Subscapularissehne, Unterschulterblattmuskel
Was das bedeutet
Der Subscapularis ist der größte der vier Rotatorenmanschettenmuskeln. Er liegt an der vorderen Fläche des Schulterblatts, zwischen dem Blatt und dem Brustkorb eingeklemmt, und seine Sehne umgreift den Oberarmkopf von vorne. Seine Hauptaufgabe ist die Innenrotation des Arms — die Bewegung beim Greifen in eine Gesäßtasche oder beim Legen der Hand auf den Bauch. Wie die übrige Rotatorenmanschette hält er auch den Oberarmkopf in seiner flachen Gelenkpfanne zentriert.
Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint
Der Subscapularis ist normale Anatomie und wird daher erst erwähnt, wenn etwas an ihm verändert ist: Auffaserung, Entzündung (Tendinopathie), Teil- oder Vollriss oder ein Ausreißen der Sehne vom Knochen. Risse hier gehen häufig mit Problemen der benachbarten Bizepssehne einher. Diese Weichteile lassen sich am besten im MRT beurteilen, das den Schweregrad der Veränderungen und eine etwaige Muskelatrophie darstellt. Röntgen und CT zeigen hauptsächlich die umgebenden Knochen.
Was das in der Regel bedeutet
Der Subscapularis reißt seltener als die Supraspinatussehne an der Oberkante der Manschette, doch auch seine Sehne verschleißt wie die anderen mit zunehmendem Alter. Leichte Auffaserung oder Tendinopathie findet sich häufig bei älteren Erwachsenen ohne Schulterbeschwerden in Bildgebungsstudien, da Rotatorenmanschettensehnen im Laufe der Jahrzehnte natürlicherweise degenerieren. Ein Befund, der Subscapularis-Verschleiß beschreibt, ist daher häufig ein Zufallsbefund und altersbedingtes Phänomen, keine behandlungsbedürftige Erkrankung. Entscheidend ist, ob dies mit Symptomen übereinstimmt — insbesondere Schwäche bei der Innenrotation oder Schmerzen an der Schulter vorne. Die meisten Tendinopathien und kleine Risse werden mit Physiotherapie, entzündungshemmenden Mitteln und Anpassung der Aktivitäten behandelt; größere oder anhaltend schmerzhafte Risse bei aktiven Personen werden häufiger für eine operative Versorgung erwogen.
Wann sollte man nachfragen
Der Muskelname ist Anatomie; handeln Sie aufgrund der Sehnen-Beschreibung. Suchen Sie Ihren Arzt auf, wenn Sie Schmerzen vorne an der Schulter haben, Schwäche beim Anlegen des Arms an den Körper oder beim Greifen hinter den Rücken verspüren oder wenn Schmerzen den Schlaf stören. Ihr Arzt gleicht den Befund mit Ihrer Kraft und Beweglichkeit ab. Eine plötzliche Schwäche nach einem Sturz auf den ausgestreckten Arm sollte zeitnah abgeklärt werden. Eine als normal beschriebene Sehne erfordert keine Maßnahmen.
Eine anschauliche Erklärung
Stellen Sie sich einen breiten Riemen vor, der an der versteckten Vorderfläche des Schulterblatts entlangläuft und sich zum Oberarmknochen hin umschlingt. Wenn er zieht, dreht er den Arm nach innen, wie das Drehen eines Schlüssels. Da er zwischen dem Brustkorb und dem Schulterblatt liegt und schwer zu sehen ist, werden Veränderungen hier manchmal bei der körperlichen Untersuchung übersehen und zeigen sich erst im MRT deutlich.
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