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Subduralhämatom

Urgent

Also called: Blut zwischen Gehirn und Schädel, Hirnblutung, SDH, subdurale Blutung, subdurales Hämatom, traumatische subdurale Ansammlung

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Was es bedeutet

Das Gehirn liegt geschützt in mehreren Hüllschichten, darunter eine feste Membran, die Dura. Direkt unter dieser Dura verlaufen kleine Venen, die Blut von der Hirnoberfläche ableiten. Ein Schlag auf den Kopf, selbst ein vergleichsweise leichter, kann diese Venen dehnen und einreißen, sodass Blut sich in diesem Raum ansammelt. Diese Blutansammlung wird Subduralhämatom genannt, und weil sie zwischen der Dura und dem Gehirn liegt und nicht im Hirngewebe selbst, zeigt sie sich im Bild als sichelförmiger Bereich entlang der Innenseite des Schädels.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht

Ein Schädel-CT ist die Standarduntersuchung nach jeder bedeutsamen Kopfverletzung, einem Sturz oder einer plötzlichen Bewusstseinsveränderung, gerade weil es diese Art von Blutung schnell erfassen kann. Berichte beschreiben die Größe (Dicke in Millimetern), das Alter des Blutes (frisches Blut erscheint hell, älteres Blut dunkler und eher flüssigkeitsähnlich), ob es ein- oder beidseitig auftritt und – besonders wichtig – ob es einen „Masseneffekt“ verursacht, also das Gehirn verdrängt oder verschiebt. Radiologen achten außerdem auf eine Mischung aus hellen und dunklen Bereichen, die auf eine aktive, andauernde Blutung statt eines einmaligen, vergangenen Ereignisses hindeuten kann.

Was es meistens bedeutet

Wie ernst ein Subduralhämatom ist, hängt stark von seiner Größe, davon, ob es weiterwächst, und davon ab, wie stark es auf das Gehirn drückt. Eine dünne, stabile Ansammlung, die zufällig entdeckt wird, besonders bei einem älteren Menschen mit leichter Hirnschrumpfung (die diese Brückenvenen zusätzlich dehnt und kleinere Subduralblutungen im Alter oder schon bei geringfügigen Stößen begünstigt), wird oft einfach mit einer Kontrolluntersuchung beobachtet. Eine größere oder rasch entstehende Ansammlung ist ein medizinischer Notfall, da der Druck auf das Gehirn das Bewusstsein beeinträchtigen, Schwäche verursachen oder lebensbedrohlich werden kann, wenn er nicht entlastet wird. Menschen unter blutverdünnender Medikation haben ein höheres Risiko, sowohl ein Subduralhämatom zu entwickeln als auch, dass es stärker wächst als erwartet.

Wann man das abklären lassen sollte

Jedes Subduralhämatom sollte umgehend mit einem Arzt besprochen werden, und größere oder symptomatische Fälle werden als Notfall behandelt, der eine Krankenhausaufnahme und engmaschige Überwachung erfordert, manchmal mit einer Operation, um das Blut abzuleiten und den Druck zu entlasten. Suchen Sie sofort einen Notfalldienst auf, wenn Sie selbst oder jemand in Ihrer Nähe nach einer Kopfverletzung zunehmende Kopfschmerzen, wiederholtes Erbrechen, wachsende Verwirrtheit oder Schläfrigkeit, Schwierigkeiten beim Aufwachen, eine einseitige Schwäche, verwaschene Sprache oder Krampfanfälle zeigt – diese Anzeichen können auch Stunden bis Tage nach dem eigentlichen Ereignis auftreten, selbst wenn die Person zunächst unauffällig wirkte. Kleine, stabile Ansammlungen werden meist innerhalb von Tagen bis Wochen mit einer Kontrolluntersuchung überprüft, um sicherzustellen, dass sie nicht größer werden.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich das Gehirn als einen Wasserballon vor, der in einem harten Helm ruht und über ein paar dünne Fäden (die Brückenvenen) an der Innenseite des Helms verankert ist. Ein Stoß kann einen dieser Fäden zerreißen lassen, und langsam sickert Blut in den Zwischenraum zwischen Ballon und Helm, so wie ein Leck langsam eine dünne Pfütze zwischen zwei ineinandergestellten Schalen ausbreiten könnte. Eine kleine Pfütze macht wenig Probleme, und der Körper kann sie mit der Zeit wieder aufnehmen. Ein größeres, schnelleres Leck füllt diesen Zwischenraum und beginnt, die innere Schale nach innen zu drücken – deshalb handeln Ärzte rasch, um es abzuleiten, bevor es das Gehirn selbst zusammendrückt.

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