Spondylolisthese
WarningAlso called: Anterolisthese, Retrolisthese, Wirbelgleiten, Wirbelkörpergleiten, degenerative Spondylolisthese, isthmische Spondylolisthese, verschobener Wirbelkörper
Was es bedeutet
Die Wirbelsäule ist ein Stapel von Knochen, der wie eine ordentliche Säule ausgerichtet ist. Spondylolisthese bezeichnet die Situation, wenn einer dieser Knochen etwas aus der Linie mit dem direkt darunter liegenden herausgerutscht ist – meist nach vorne, gelegentlich nach hinten. Die Verschiebung kann winzig und kaum messbar sein oder groß genug, um auf einem Bild aus dem ganzen Raum sichtbar zu sein.
Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint
Im Befund werden die Etage (am häufigsten L4–L5 oder L5–S1), die Richtung der Verschiebung und ein Grad von 1 bis 4 angegeben, der beschreibt, wie weit der Knochen verschoben ist (Grad 1 ist eine Verschiebung bis zu einem Viertel; Grad 4 mehr als drei Viertel). Der Radiologe vermerkt auch die wahrscheinliche Ursache – degenerative Arthrose ist die häufigste bei Erwachsenen; eine kleine Stressfraktur an der Rückseite des Knochens (isthmisch) ist die häufigste bei Jüngeren – und ob die Verschiebung den Spinalkanal oder die Nervenausgänge einengt.
Was es normalerweise bedeutet
Geringgradige Verschiebungen (Grade 1 und 2) sind häufig, und viele Menschen haben sie ohne Beschwerden. Sie können zu lumbaler Steifigkeit führen, zu einem dumpfen Rückenschmerz, der sich beim Stehen oder Gehen verschlimmert, oder zu Schmerzen und Kribbeln in einem oder beiden Beinen, wenn die Verschiebung den Nervenkanalraum einengt. Höhergradige Verschiebungen und solche, die über die Zeit fortschreiten, verursachen eher echte Nervensymptome und erfordern möglicherweise engmaschigere Überwachung. Ob die Verschiebung „stabil" (in jahrelangen Aufnahmen unverändert) oder „instabil" (auf Beuge- und Streckröntgenbildern veränderlich) ist, zählt ebenso viel wie der Grad. Wie stets bei Wirbelsäulenbildgebung muss das Bild mit dem übereinstimmen, was Sie tatsächlich fühlen – viele Menschen sehen eine Verschiebung in ihrer Aufnahme und fühlen sich ansonsten völlig normal.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen
Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn der Befund eine Verschiebung beschreibt und Sie anhaltende Kreuzschmerzen, Schmerzen, die in ein Bein ausstrahlen, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Schwäche in einem Bein haben, oder Schmerzen, die beim Stehen und Gehen schlimmer und beim Sitzen besser werden. Die Behandlung beginnt in der Regel mit Physiotherapie, die auf Rumpf- und Hüftstärke sowie Haltung abzielt. Injektionen und Operationen sind schweren, fortschreitenden oder therapieresistenten Fällen vorbehalten. Plötzliche Kraftlosigkeit, Kontrollverlust über Blase oder Darm oder Taubheit im Dammbereich sind Warnsignale und erfordern sofortige medizinische Versorgung.
Wie man es sich vorstellen kann
Stellen Sie sich einen Stapel hölzerner Kinderspielblöcke vor, die zu einem ordentlichen Turm aufgebaut wurden. Stellen Sie sich nun vor, dass ein Block in der Mitte ein wenig nach vorne geschoben wurde, sodass er etwas über den Block darunter herausragt. Der Turm steht noch, aber seine Linie ist nicht mehr gerade, und alles, was durch die Mitte des Turms gefädelt ist (wie eine Lichterkette), muss sich nun leicht biegen, um an dieser Stufe vorbeizukommen.
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