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SLAP-Läsion

Warning

Also called: Labrum-Bizeps-Riss, SLAP-Labrumriss, SLAP-Läsion Schulter, SLAP-Verletzung, Typ-II-SLAP-Läsion, oberer Labrumriss, superiorer Labrumriss von vorn nach hinten

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Was es bedeutet

SLAP steht für „Superior Labral tear, Anterior to Posterior“ – einen Riss im oberen (superioren) Bereich des Labrums, dem festen Knorpelring, der die Schulterpfanne umsäumt, der von vorne (anterior) bis hinten (posterior) über diesen obersten Punkt verläuft. Diese Stelle ist besonders bedeutsam, weil hier auch die Sehne des langen Bizepskopfes am Labrum ansetzt, sodass eine SLAP-Läsion oft mit einer gewissen Belastung oder Ausfransung an diesem Bizepsansatz einhergeht, zusätzlich zum Riss im Knorpelring selbst.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Die MRT, oft kombiniert mit einem in das Gelenk injizierten Kontrastmittel (MR-Arthrografie), ist die Standardmethode, um eine SLAP-Läsion klar sichtbar zu machen, da das Kontrastmittel das Labrum konturiert und jeden Spalt oder jede Ablösung hervorhebt. Befunde stufen den Riss üblicherweise nach einer nummerierten Klassifikation ein (meist Typ I bis IV, wobei Typ II – ein vom darunterliegenden Knochen abgelöstes Labrum – am häufigsten behandelt wird), beschreiben, wie weit sich der Riss um das Labrum erstreckt, und vermerken, ob der Bizepssehnenansatz mitbetroffen ist oder eine eigenständige Ausfransung zeigt.

Was es normalerweise bedeutet

SLAP-Läsionen hängen besonders mit wiederholten Überkopfbewegungen zusammen – bei Baseballwerfern, Schwimmern, Volleyball- und Tennisspielern sowie Handwerkern, die mit erhobenen Armen arbeiten –, weil diese Bewegung genau die Stelle, an der die Bizepssehne am Labrum zieht, immer wieder verdreht und belastet. Sie können auch plötzlich durch einen Sturz auf den ausgestreckten Arm oder einen kräftigen Zug am Arm entstehen. Wichtig zu wissen: Bildgebende Untersuchungen beschwerdefreier Schultern, besonders bei älteren Menschen und Überkopfsportlern, zeigen regelmäßig SLAP-Läsionen ganz ohne Symptome, sodass ein im Befund genannter Riss Schulterschmerzen nicht automatisch erklärt oder eine Behandlung erfordert. Wenn eine SLAP-Läsion tatsächlich die Ursache von Beschwerden ist, verursacht sie typischerweise tiefe, schlecht lokalisierbare Schulterschmerzen, ein Blockier- oder Schnappgefühl bei bestimmten Armstellungen sowie eine verminderte Wurf- oder Hebekraft. Viele symptomatische Risse bessern sich mit einem gezielten physiotherapeutischen Programm für die stabilisierende Schultermuskulatur; eine operative Reparatur bleibt in der Regel Rissen vorbehalten, die trotz eines echten Versuchs mit konservativer Behandlung weiterhin mechanische Beschwerden oder Schwäche verursachen, besonders bei Sportlern, die zu Überkopfsportarten zurückkehren müssen.

Wann Sie sich melden sollten

Wird eine SLAP-Läsion zufällig festgestellt und fühlt sich Ihre Schulter gut an, braucht sie in der Regel keine eigene Behandlung. Suchen Sie einen Arzt oder Sportmediziner auf, wenn Sie anhaltende tiefe Schulterschmerzen, ein Blockier- oder Einklemmgefühl, einen spürbaren Rückgang der Wurf- oder Hebekraft haben oder wenn die Schulterschmerzen sich nach einigen Wochen Schonung und angepasster Belastung nicht bessern. Plötzliche, starke Schmerzen nach einem Sturz oder kräftigen Zug sowie eine Schulter, die sich instabil anfühlt oder wegknickt, sollten rasch abgeklärt werden.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich das Labrum als Gummidichtung am Rand einer Schüssel vor, und ein Seil (die Bizepssehne), das an einem bestimmten Punkt oben an dieser Dichtung befestigt ist. Jedes Mal, wenn Sie kräftig am Seil ziehen – beim Greifen über Kopf, Werfen, Schwimmen –, zerrt es an diesem Verankerungspunkt. Wiederholt sich das tausendfach, kann sich die Dichtung genau dort, wo das Seil befestigt ist, von der Schüssel abzulösen beginnen – exakt der Riss von vorn nach hinten am oberen Rand, der der SLAP-Läsion ihren Namen gibt.

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