Sinusitis (Nasennebenhöhlenentzündung)
NormalAlso called: Nasennebenhöhlenentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Nebenhöhlenerkrankung, Rhinosinusitis, Schleimhautverdickung, Sinusitis paranasalis
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Was es bedeutet
Die Nasennebenhöhlen sind hohle, luftgefüllte Räume in den Schädelknochen rund um die Nase, zwischen den Augen sowie in Stirn und Wangenknochen. Normalerweise sind sie von einer dünnen Schleimhaut ausgekleidet und mit Luft gefüllt. Sinusitis bedeutet, dass diese Schleimhaut entzündet ist, oft anschwillt und vermehrt Schleim bildet, der eine oder mehrere dieser Räume teilweise oder vollständig ausfüllt – in der Bildgebung zeigt sich das als Schleimhautverdickung oder Flüssigkeit, wo eigentlich nur Luft sein sollte.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
Da die Nasennebenhöhlen direkt neben Gehirn und Augenhöhlen liegen, erscheinen sie regelmäßig auf Hirn-MRTs und CT-Aufnahmen, die aus ganz anderen Gründen gemacht werden, etwa bei Kopfschmerzen, nach einem Unfall oder bei Schwindel, und Radiologen kommentieren sie routinemäßig mit. Befunde beschreiben, welche Nebenhöhlen betroffen sind (Kiefer-, Sieb-, Stirn- oder Keilbeinhöhle), ob es sich um eine Schleimhautverdickung (eine dünne Schwellungsschicht) oder einen Flüssigkeitsspiegel (eine deutlichere Ansammlung) handelt und ob der Befund eher akut wirkt oder Merkmale eines länger bestehenden, chronischen Prozesses zeigt.
Was es normalerweise bedeutet
Eine leichte Schleimhautverdickung in einer oder mehreren Nebenhöhlen ist ein äußerst häufiger Zufallsbefund, der bei einem großen Teil der Menschen zu jedem beliebigen Zeitpunkt vorliegt – auch bei Personen ganz ohne Nasenbeschwerden. Allergien, eine kürzliche Erkältung oder schon das Liegen während der Untersuchung können ihn auslösen. Klinisch bedeutsamer wird der Befund, wenn ein sichtbarer Flüssigkeitsspiegel vorliegt, die Abflusswege der Nebenhöhle deutlich verlegt sind oder wenn er zu Beschwerden wie Gesichtsschmerzen, Druckgefühl, verstopfter Nase, zähem Sekret oder Fieber passt. Eine chronische Sinusitis, die länger als zwölf Wochen besteht, zeigt manchmal zusätzliche Merkmale wie eine knöcherne Verdickung der Nebenhöhlenwände oder Nasenpolypen.
Wann Sie sich melden sollten
Eine als Zufallsbefund notierte leichte Schleimhautverdickung, die bei einer Untersuchung aus anderem Anlass entdeckt wurde und zu keinen passenden Beschwerden passt, erfordert im Allgemeinen gar keine Maßnahme. Bei Gesichtsschmerzen oder -druck, zähem Nasensekret, vermindertem Geruchssinn oder Beschwerden, die länger als zehn Tage anhalten, sprechen Sie den Befund bei Ihrem Arzt an, der unterstützende Maßnahmen wie Nasenspülungen, abschwellende Mittel oder gelegentlich Antibiotika bei Verdacht auf eine bakterielle Infektion empfehlen kann. Suchen Sie rasch ärztliche Hilfe bei hohem Fieber, Sehstörungen, starken Kopfschmerzen oder einer Schwellung rund um das Auge, da diese selten darauf hindeuten können, dass sich die Infektion über die Nebenhöhle hinaus ausbreitet.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich die Nasennebenhöhlen als eine Reihe kleiner, leerer Dachbodenräume vor, die in die Wände rund um Nase und Augen eingebaut sind und normalerweise nur Luft enthalten. Sinusitis ist, als würden diese Dachbodenräume etwas feucht werden und ihre Wände durch die Feuchtigkeit anschwellen – manchmal nur eine leichte Feuchtigkeit an den Wänden, manchmal genug Wasser, das sich am Boden zu einer deutlichen Pfütze sammelt. Eine kleine, beiläufig bemerkte Feuchtigkeit spielt selten eine Rolle; ein sichtbar überfluteter Raum, besonders zusammen mit verstopfter Nase und Druckgefühl im Gesicht, ist dagegen etwas, das man auslüften sollte.
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