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Sinus tarsi

Also called: Sinus-tarsi-Kanal, Sinus-tarsi-Raum, Sinus-tarsi-Syndrom, Tarsalsinus, talokalkanearer Sinus

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Was es bedeutet

Der Sinus tarsi ist ein kleiner, trichterförmiger Raum an der Außenseite des Fußes, direkt vor dem Sprunggelenk, dort wo Talus (Sprungbein) und Kalkaneus (Fersenbein) aufeinandertreffen. Er ist nicht leer, sondern mit mehreren kleinen Bändern, Fettgewebe, Blutgefäßen und einer reichen Ausstattung an Nervenenden gefüllt, die dem Gehirn helfen, Lage und Bewegung von Fuß und Sprunggelenk wahrzunehmen – eine Funktion, die man Propriozeption nennt. Damit ist der Sinus tarsi nicht nur strukturell wichtig, weil er Talus und Kalkaneus verbindet, sondern auch für Gleichgewicht und koordinierte Bewegung.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Radiologen erwähnen den Sinus tarsi, wenn sie diese Region des Fußes beschreiben, unabhängig davon, ob sie unauffällig erscheint oder eine Veränderung wie Flüssigkeit, Vernarbung oder den Verlust des normalerweise dort vorhandenen Fetts zeigt. Die MRT ist hier besonders nützlich, weil sie die kleinen Bänder innerhalb des Sinus tarsi darstellen und eine Entzündung oder Flüssigkeit erkennen kann, die das normale Fettgewebe ersetzt – ein Muster, das häufig mit einer Verletzung oder chronischen Reizung zusammenhängt. CT und Röntgen eignen sich besser zur Beurteilung der angrenzenden Knochen und etwaiger begleitender Frakturen.

Was es normalerweise bedeutet

Für sich genommen bezeichnet die Nennung des Sinus tarsi lediglich diesen kleinen anatomischen Raum und deutet nicht auf ein Problem hin. Werden Veränderungen beschrieben, etwa Flüssigkeit oder Vernarbung im Sinus tarsi, hängt dies häufig mit dem Sinus-tarsi-Syndrom zusammen, das Schmerzen an der Außenseite von Sprunggelenk und Fuß verursacht und oft nach einer Sprunggelenksverstauchung oder durch wiederholte Belastung auftritt. Man geht davon aus, dass es mit Entzündung, kleinen Bandverletzungen oder Narbengewebe in diesem eng begrenzten Raum zusammenhängt, manchmal zusammen mit einer chronischen Sprunggelenksinstabilität. Die meisten Fälle bessern sich mit konservativen Maßnahmen wie Schonung, Bandagen, Physiotherapie zur Stabilisierung des Sprunggelenks und gelegentlich einer Kortisoninjektion direkt in den Sinus tarsi, um die Entzündung zu beruhigen. Anhaltende oder schwere Fälle sind seltener und können eine genauere fachärztliche Abklärung erfordern.

Wann Sie sich melden sollten

Der Begriff selbst erfordert kein Handeln; entscheidend ist, wie er zusammen mit Ihren Beschwerden beschrieben wird. Suchen Sie einen Arzt auf, wenn Sie anhaltende Schmerzen an der Außenseite von Sprunggelenk oder Fuß haben, besonders nach einer Verstauchung oder mit einem Gefühl der Instabilität, oder wenn die Schmerzen sich mit Schonung und einfachen Maßnahmen nicht bessern. Ein Arzt kann den Fuß untersuchen, die Bildgebungsbefunde mit Ihren Beschwerden abgleichen und eine geeignete Behandlung wie Bandagierung, Physiotherapie oder gegebenenfalls eine Injektion empfehlen.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich eine kleine, kegelförmige Tasche zwischen zwei Knochen an der Außenseite Ihres Fußes vor, gefüllt mit winzigen Bändern und Polstermaterial – ein bisschen wie die Füllung eines kleinen Kissens, das zwischen zwei Gelenken eingeklemmt ist. Diese Polsterung hilft, den Bereich zu dämpfen und zu stabilisieren, und liefert Ihrem Gehirn Informationen darüber, wo sich Ihr Fuß gerade befindet. Wird sie nach einer Verletzung jedoch entzündet oder vernarbt, kann diese eng anliegende kleine Tasche zu einer anhaltenden Quelle von Schmerzen an der Fußaußenseite werden.

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