Sialolithiasis (Speichelstein)
WarningAlso called: Gangstein Speicheldrüse, Sialolith, Speicheldrüsenstein, Speichelgangstein, Speichelkonkrement, Speichelstein, Unterkieferspeicheldrüsenstein
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Was es bedeutet
Speichel wird in Drüsen unter dem Kiefer und vor den Ohren gebildet und fließt dann durch enge Gänge in die Mundhöhle. Manchmal klumpen sich Kalksalze und andere Mineralstoffe im Speichel zusammen und verhärten sich zu einem kleinen Stein in einer dieser Drüsen oder Gänge – im Prinzip ähnlich wie ein Nierenstein. Die meisten Steine bilden sich in der Unterkieferspeicheldrüse (Glandula submandibularis), weil ihr Ausführungsgang bergauf verläuft und der Speichel dickflüssiger ist, wodurch sich Material leichter absetzt und kristallisiert.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
Dieser Befund tritt meist auf, wenn jemand wiederkehrende schmerzhafte Schwellungen unter dem Kiefer oder in Ohrnähe hat, besonders rund um Mahlzeiten, und ein Arzt eine Bildgebung zur Abklärung einer Verstopfung anordnet. Ein reines CT eignet sich sehr gut, um Steine aufzuspüren, da sie oft dicht genug sind, um deutlich sichtbar zu sein, selbst wenn sie zu klein sind, um sie zu ertasten. Eine Sialo-MRT bzw. MR-Sialographie kann das Gangsystem selbst darstellen und zeigen, wo sich der Speichelfluss hinter dem Stein staut. Befunde nennen üblicherweise Größe und genaue Lage des Steins sowie, ob die umliegende Drüse geschwollen oder entzündet wirkt.
Was es normalerweise bedeutet
Ein Speichelstein ist eine mechanische Blockade, kein Tumor, und für sich genommen nicht gefährlich. Das eigentliche Problem entsteht hinter dem „Damm“: Speichel staut sich zurück, die Drüse schwillt an, und der stehende Speichel wird zu einem Nährboden für Bakterien, was zu einer schmerzhaften Drüsenentzündung, der Sialadenitis, führen kann. Kleine Steine nahe der Gangöffnung gehen manchmal von selbst ab, besonders bei ausreichender Flüssigkeitszufuhr, warmen Kompressen, Drüsenmassage und sauren Bonbons oder Zitrone, die den Speichelfluss anregen. Größere oder tiefer sitzende Steine gehen seltener von selbst ab und benötigen möglicherweise einen kleinen Eingriff – Sialendoskopie, Stoßwellenlithotripsie oder gelegentlich die operative Entfernung des Steins oder der Drüse –, besonders wenn Infektionen wiederkehren.
Wann Sie sich melden sollten
Jede neue Schwellung unter dem Kiefer oder in Ohrnähe, die im Zusammenhang mit dem Essen auftritt und wieder abklingt, sollten Sie Ihrem Arzt oder einem HNO-Facharzt zeigen. Suchen Sie rasch ärztliche Hilfe auf, wenn die Stelle rot, heiß oder zunehmend schmerzhaft wird oder wenn Fieber auftritt, da dies auf eine aktive Infektion hindeutet, die Antibiotika statt abwartendem Beobachten erfordert. Wiederkehrende Steine oder wiederholte Infektionen derselben Drüse werden in der Regel zu einem Eingriff überwiesen, um den Gang zu befreien oder die Drüse zu entfernen, da eine chronische Blockade die Funktion der Drüse langfristig schädigen kann.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich den Speichelgang wie einen Gartenschlauch vor, der vom Wasserhahn zu einem Sprinklerkopf führt. Wenn sich etwas Sand und Kalkablagerung im Schlauch festsetzt und verhärtet, fließt meist trotzdem noch etwas Wasser hindurch – bis Sie den Hahn voll aufdrehen, dann baut sich Druck vor der Blockade auf und der Schlauch wölbt sich. Essen ist wie das volle Aufdrehen des Hahns: Die Speichelproduktion schießt hoch, trifft auf den Stein und staut sich in die Drüse zurück, was die plötzliche Schwellung und den Schmerz auslöst, die sich lösen, sobald die Mahlzeit vorbei ist und der Fluss wieder nachlässt.
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