Serom
WarningAlso called: Flüssigkeitstasche nach OP, Narbenserom, Serombildung, Wundserom, postoperative Flüssigkeitsansammlung, seröse Flüssigkeitsansammlung
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Was es bedeutet
Ein Serom ist eine Ansammlung von Serum – dem klaren, blassgelben Flüssigkeitsanteil des Blutes ohne die roten Blutkörperchen – in einem Raum, in dem Gewebe verletzt oder verschoben wurde, meist nach einer Operation. Wenn Haut und tiefere Gewebeschichten während eines Eingriffs voneinander getrennt werden, werden kleine Lymph- und Blutgefäße durchtrennt, und während der Körper heilt, kann Flüssigkeit in den entstandenen Hohlraum sickern. Diese Flüssigkeit sammelt sich zu einer weichen, prall-elastischen Tasche, die sich in der Bildgebung als klar abgegrenzter, flüssigkeitsgefüllter Bereich mit dünner Wand und ohne feste Bestandteile zeigt.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
Radiologen beschreiben ein Serom, wenn sie eine glattwandige Ansammlung einfacher Flüssigkeit sehen, meist im oder nahe dem Operationsgebiet, an einer Narbe oder an einer früheren Verletzungsstelle. Der Befund beschreibt typischerweise Größe und Lage im Verhältnis zur Operation und – das ist wichtig – ob die Flüssigkeit einfach erscheint (gleichmäßig und dunkel im CT bzw. mit sauberem Flüssigkeitssignal im MRT) oder komplex, mit Ablagerungen, einer verdickten oder kontrastmittelaufnehmenden Wand, inneren Trennwänden oder Gaseinschlüssen. Diese Unterscheidung ist wichtig, denn einfache Flüssigkeit ist das Kennzeichen eines unkomplizierten Seroms, während eine verdickte oder anreichernde Wand den Verdacht auf eine Infektion mit Übergang in einen Abszess weckt.
Was es normalerweise bedeutet
Serome sind nach Operationen sehr häufig, besonders bei Eingriffen, bei denen Gewebe entfernt oder ein größerer Hohlraum unter der Haut geschaffen wird, etwa bei Brust-, Bauch- oder Hernienoperationen. Die meisten sind klein, verursachen außer einer weichen Schwellung nahe der Narbe keine Beschwerden und bilden sich innerhalb einiger Wochen von selbst zurück, da der Körper die Flüssigkeit resorbiert. Größere Serome können Unbehagen, ein Völlegefühl oder Druck auf die Wunde verursachen und müssen gelegentlich zur Erleichterung oder um die Wundheilung zu unterstützen mit einer Nadel punktiert werden. Die Hauptsorge von Patienten und Ärzten ist, ob sich ein Serom infiziert hat – dann würde es wie ein Abszess behandelt –, sodass ein Befund mit einem „einfachen“ Serom ohne beunruhigende Merkmale in der Regel eher beruhigend als besorgniserregend ist.
Wann Sie sich melden sollten
Ein kleines, unkompliziertes Serom, das bei einer routinemäßigen Nachuntersuchung nach der Operation entdeckt wird, muss meist nur beobachtet werden, und Ihr Operationsteam wird es bei einem Kontrolltermin überprüfen. Wenden Sie sich früher an Ihren Arzt, wenn die Stelle zunehmend rot, warm oder schmerzhaft wird, wenn Fieber auftritt, wenn Flüssigkeit aus der Wunde austritt oder wenn die Schwellung schnell wächst, statt gleich zu bleiben oder kleiner zu werden – das können Anzeichen dafür sein, dass sich ein einfaches Serom infiziert. Sehr große oder anhaltende Serome, die sich über mehrere Wochen nicht bessern, müssen möglicherweise von Ihrem Chirurgen entlastet werden, was in der Regel ein schneller und risikoarmer Eingriff ist.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich vor, unter der Haut bildet sich nach einer Operation ganz natürlich ein kleiner „Wasserballon“, weil im Gewebe eine leere Tasche entstanden ist – der Körper füllt diese Lücke einfach mit klarer Flüssigkeit, so wie sich eine Senke im Garten nach einem Regen mit Wasser füllt. Während das umliegende Gewebe in den folgenden Wochen wieder zusammenwächst, schließt sich diese „Senke“ allmählich, und die Flüssigkeit wird resorbiert – ähnlich wie eine Pfütze eintrocknet, sobald sich der Boden ringsum setzt. Problematisch wird es nur, wenn diese Pfütze trüb wird oder der umliegende „Boden“ heiß und entzündet wird – das würde eher auf eine Infektion hindeuten.
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