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Retroflektierte Gebärmutter

Normal

Also called: Retroflexio uteri, Uterusretroversion, gekippte Gebärmutter, geneigte Gebärmutter, hintere Gebärmutterlage, nach hinten geneigte Gebärmutter

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Was es bedeutet

Die Gebärmutter ist ein birnenförmiges Organ, das im Becken sitzt und von Mensch zu Mensch leicht unterschiedlich geneigt sein kann, ähnlich der natürlichen Variation in der Ausrichtung anderer Organe. Am häufigsten neigt sich die Gebärmutter nach vorne, in Richtung Blase — Ärzte nennen das „anteflektiert“. Bei einer retroflektierten Gebärmutter neigt sie sich stattdessen nach hinten, in Richtung Enddarm und Wirbelsäule. Bei manchen Frauen wird auch von einer „retroflektierten“ Gebärmutter im engeren Sinne gesprochen, einer verwandten, aber etwas anderen Knickung auf Höhe des Gebärmutterhalses statt des ganzen Organs; Befunde verwenden die Begriffe manchmal locker oder gemeinsam.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Da die Position der Gebärmutter auf jedem Becken-CT oder -MRT und sogar im Ultraschall leicht zu erkennen ist, vermerken Radiologen routinemäßig, ob sie anteflektiert oder retroflektiert ist, einfach als anatomische Beschreibung — genauso, wie sie die Lage der Nieren vermerken würden. Es wird als sachliche Beobachtung erwähnt, nicht weil gezielt danach gesucht wurde, und taucht häufig in Befunden auf, die aus völlig anderen Gründen erstellt wurden, etwa zur Abklärung von Schmerzen, zur Kontrolle eines anderen Organs oder im Rahmen der Schwangerschaftsbildgebung.

Was es normalerweise bedeutet

Eine retroflektierte Gebärmutter ist eine der häufigsten normalen Varianten der weiblichen Beckenanatomie, sie kommt schätzungsweise bei 20 Prozent der Frauen vor, und für sich genommen ist sie keine Erkrankung, erfordert keine Behandlung und ist kein Zeichen dafür, dass etwas nicht stimmt. Manche Frauen werden mit einer retroflektierten Gebärmutter geboren, bei anderen entwickelt sie sich später im Leben, zum Beispiel nach einer Geburt oder mit zunehmendem Alter, wenn die Beckenbänder sich lockern. In wenigen Fällen kann eine retroflektierte Position auch durch eine zugrunde liegende Erkrankung wie Endometriose oder Beckennarbengewebe verursacht werden, das die Gebärmutter nach hinten zieht — erwähnt ein Befund auch andere Beckenauffälligkeiten, sind diese wichtiger als die Neigung selbst.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Bei einer retroflektierten Gebärmutter, die als isolierter Zufallsbefund in einer Untersuchung auftaucht, ist keine Abklärung nötig; sie beschreibt lediglich eine normale anatomische Variante. Erwähnen Sie es Ihrem Arzt gegenüber, wenn Sie außerdem Beckenschmerzen, Schmerzen beim Geschlechtsverkehr oder Schwierigkeiten beim Schwangerwerden haben, da es in diesen Situationen sinnvoll sein kann, nach einer zugrunde liegenden Ursache der Neigung zu suchen, statt die Position selbst dafür verantwortlich zu machen. Während der Schwangerschaft wird eine retroflektierte Gebärmutter gelegentlich in frühen Untersuchungen etwas genauer beobachtet, richtet sich aber meist im Verlauf der Schwangerschaft von selbst mehr nach vorne aus.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich die Gebärmutter wie eine kleine Vase auf einem Regal vor, die sich je nachdem, wie sie gerade abgestellt wurde, ganz natürlich leicht nach vorne oder leicht nach hinten neigen kann — beides sind stabile, normale Positionen, in denen die Vase stehen kann. Eine retroflektierte Gebärmutter ist einfach die nach hinten geneigte Version dieser Vase, die genauso sicher steht wie die nach vorne geneigte. Nur wenn etwas anderes, etwa ein Gegenstand in der Nähe, dagegen drückt und sie aus der Position schiebt, lohnt sich ein genauerer Blick.

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