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Prostataverkalkung

Normal

Also called: Corpora amylacea der Prostata, Prostatakonkremente, Prostatasteine, Prostataverkalkungen, Verkalkung der Prostata, verkalkte Prostata

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Was es bedeutet

Die Prostata ist eine kleine Drüse unterhalb der Blase beim Mann, die Flüssigkeit zum Samenerguss beisteuert. Mit der Zeit können sich in den winzigen Gängen und dem Drüsengewebe der Prostata Mineralablagerungen bilden, ähnlich wie sich Kalk auch in anderem Weichgewebe im Körper ablagern kann, mitunter nach einer leichten Entzündung oder Infektion, manchmal einfach als Alterserscheinung. Diese Ablagerungen zeigen sich in der Bildgebung als kleine, dichte, helle Punkte innerhalb der Drüse und werden als Prostataverkalkungen bezeichnet, oder, wenn sie sehr klein und zahlreich sind, als Corpora amylacea der Prostata.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Da die Prostata bei praktisch jeder CT oder MRT des Beckens oder Unterbauchs mit im Bildfeld liegt, werden Verkalkungen häufig entdeckt und einfach als beschreibender Befund vermerkt, ähnlich wie ein Muttermal auf der Haut notiert würde. Die CT ist für Kalk besonders empfindlich, sodass selbst winzige, nur wenige Millimeter große Ablagerungen gut sichtbar sind und routinemäßig erwähnt werden, unabhängig davon, aus welchem Grund die Untersuchung ursprünglich veranlasst wurde.

Was es normalerweise bedeutet

Prostataverkalkungen gehören zu den häufigsten Zufallsbefunden bei Männern, werden mit zunehmendem Alter immer häufiger und finden sich bei einem beträchtlichen Anteil der Männer über 50, unabhängig davon, ob Prostatabeschwerden vorliegen oder nicht. Sie sind keine Krebsform und gelten für sich genommen nicht als Warnzeichen für Krebs; Studien, die diese Frage gezielt untersucht haben, fanden keinen relevanten Zusammenhang zwischen Verkalkungen und einem erhöhten Krebsrisiko. Bei manchen Männern können sie mit einer früheren Prostatitis (Entzündung oder Infektion der Prostata) zusammenhängen, obwohl viele Männer mit Verkalkungen nie spürbare Prostatabeschwerden hatten.

Wann eine Kontrolle sinnvoll ist

Als isolierter Zufallsbefund erfordern Prostataverkalkungen im Allgemeinen keine weiteren Untersuchungen, Behandlungen oder zusätzliche Bildgebung. Bei Beschwerden wie Wasserlassbeschwerden, Beckenschmerzen oder wiederkehrenden Harnwegsinfekten kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt eine weitergehende Abklärung der Prostata veranlassen, doch das richtet sich dann nach diesen Beschwerden und nicht nach den Verkalkungen selbst. Die reguläre Prostatakrebs-Früherkennung, etwa der PSA-Bluttest entsprechend Ihrem Alter und Ihren Risikofaktoren, bleibt weiterhin der geeignete Weg, um die Prostatagesundheit im Blick zu behalten – unabhängig davon, ob Verkalkungen vorhanden sind.

Ein einfaches Bild dafür

Stellen Sie sich die inneren Gänge der Prostata als ein Netz kleiner Rohre vor, an deren Wänden sich – wie bei alten Wasserleitungen in jedem Haus – über Jahre hinweg langsam Kalkablagerungen bilden können. Dieser Kalk bedeutet nicht, dass die Rohre versagen oder mit dem durchfließenden Wasser etwas nicht stimmt – er ist schlicht ein Zeichen von Alter und Gebrauch, das sich im Scan deutlich zeigt. Nur wenn es weitere Anzeichen für ein Problem mit der Leitung gibt, etwa anhaltende Beschwerden, würde ein Installateur genauer hinschauen, über den Kalk selbst hinaus.

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