Projektionsaufnahmen (a.-p., p.-a., lateral, schräg)
Also called: Bildgebungsprojektion, Lateralaufnahme, Röntgenprojektion, Schrägaufnahme, a.-p.-Aufnahme, p.-a.-Aufnahme, radiografische Aufnahmen
Was es bedeutet
Eine Projektion beschreibt den Weg, den der Röntgenstrahl durch den Körper nimmt. A.-p. (anterior-posterior) bedeutet: der Strahl tritt vorn ein und hinten aus. P.-a. (posterior-anterior) ist die umgekehrte Richtung. Lateral bedeutet, der Strahl verläuft von einer Seite zur anderen und ergibt eine Seitenansicht. Schräg bedeutet, der Strahl passiert den Körper in einem Winkel — irgendwo zwischen Frontal- und Seitenansicht —, um überlagernde Strukturen voneinander zu trennen und einzeln sichtbar zu machen.
Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint
Da ein konventionelles Röntgenbild den dreidimensionalen Körper auf ein zweidimensionales Bild reduziert, reicht eine Richtung selten aus. Radiologen geben die Projektion an, damit klar ist, wie die Aufnahme angefertigt wurde — zum Beispiel 'p.-a. und lateral Thorax', 'a.-p. Becken' oder 'Schrägaufnahmen der Hand'. Der Vermerk erklärt auch kleine Unterschiede im Erscheinungsbild von Strukturen, da dasselbe Knochen je nach Abstand zum Detektor größer oder kleiner erscheinen kann.
Was es in der Regel bedeutet
Die Wahl der Aufnahmerichtungen ist eine routinemäßige technische Entscheidung, kein Befund. Ein Standard-Thoraxröntgen wird in der Regel p.-a. und lateral angefertigt, weil bei p.-a. das Herz näher am Detektor liegt und seine Größe realistischer erscheint. Bettseitenaufnahmen und Notfallaufnahmen sind oft a.-p., weil der Patient nicht stehen kann. Schrägaufnahmen werden ergänzt, wenn Knochen sich überlappen — etwa an den Rippen, der Wirbelsäule, der Hand oder dem Fuß —, damit ein subtiler Riss nicht hinter einem anderen Knochen verborgen bleibt. Eine Struktur aus zwei oder mehr Richtungen zu sehen, ist die Methode, mit der Radiologen bestätigen, ob etwas wirklich vorhanden oder nur eine Überlagerung ist, und wie sie Tiefe, Ausrichtung und die wahre Größe eines Befunds beurteilen. Die Liste der Projektionen am Anfang eines Berichts zeigt einfach, welche Winkel aufgenommen wurden.
Wann eine Nachsorge sinnvoll ist
An den Projektionsbezeichnungen selbst ist nichts zu veranlassen — sie beschreiben Technik, nicht Gesundheit. Wenn ein Bericht vermerkt, dass nur eine einzelne Aufnahme angefertigt wurde oder Aufnahmen eingeschränkt waren, kann das bedeuten, dass einige Strukturen nicht vollständig beurteilt werden konnten und eine Wiederholung oder ein zusätzlicher Winkel vorgeschlagen wird. Konzentrieren Sie sich ansonsten auf die vom Radiologen beschriebenen Befunde und folgen Sie etwaigen Empfehlungen für weitere Bildgebung.
Ein anschauliches Bild zum besseren Verständnis
Stellen Sie sich vor, die Form eines geparkten Autos anhand eines einzigen Fotos beurteilen zu wollen. Ein Bild von vorn zeigt die Breite, verbirgt aber die Länge; ein Bild von der Seite zeigt die Länge, verbirgt aber die Breite; ein Eckfoto zeigt von beidem etwas. Das Auto aus mehreren Winkeln zu fotografieren ergibt die vollständige Form. Projektionsaufnahmen tun dasselbe für das Innere des Körpers.
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