Pleuraverdickung
WarningAlso called: Pleurafibrose, Pleuranarbe, Pleuraplaque, Pleuraplaques, verdickte Lungenauskleidung, verdickte Pleura
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Was es bedeutet
Die Pleura ist eine dünne, glatte Doppelmembran, die jede Lunge umhüllt und die Innenseite der Brustwand auskleidet, sodass die Lungen bei jedem Atemzug reibungslos gleiten können. Eine Pleuraverdickung bedeutet, dass diese Membran an einer oder mehreren Stellen dichter oder breiter geworden ist als erwartet, meist weil sich Narbengewebe, alte Flüssigkeit oder Bindegewebe darin angesammelt hat. Es handelt sich um eine Beschreibung des Erscheinungsbilds, nicht um eine eigenständige Diagnose.
Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht
Radiologinnen und Radiologen beschreiben eine Pleuraverdickung nach Lage (eine Seite oder beide, nahe der Lungenbasis oder -spitze), Dicke, ob die Oberfläche glatt oder knotig ist und ob Kalk enthalten ist. Diese Details sind sehr wichtig: Eine glatte, symmetrische, verkalkte Verdickung an den unteren Brustwänden sieht ganz anders aus – und bedeutet auch etwas ganz anderes – als ein unregelmäßiger, knotiger Fleck nur auf einer Seite. Der Befund kann außerdem vermerken, ob begleitend Flüssigkeit (Pleuraerguss) oder Vernarbungen an anderer Stelle in der Lunge vorliegen.
Was es normalerweise bedeutet
Die meisten Pleuraverdickungen sind gutartig und spiegeln das Nachstadium von etwas wider, wovon sich die Brustwand-Auskleidung bereits erholt hat – eine frühere Lungenentzündung, eine Rippenfellentzündung, eine abgeklungene Blut- oder Flüssigkeitsansammlung oder eine kleinere Verletzung. Glatte, verkalkte Plaques, besonders wenn sie beidseitig auftreten, stehen häufig mit einer jahrzehntelang zurückliegenden Asbestexposition in Zusammenhang und sind in der Regel stabil statt fortschreitend. Seltener kann eine unregelmäßige, knotige oder im Verlauf zunehmende Verdickung auf etwas hindeuten, das eine genauere Beobachtung braucht, darunter selten auch ein Tumor der Pleura selbst. Der Zusammenhang – berufliche Vorgeschichte, Rauchen und das Erscheinungsbild des Musters – hilft dabei einzuordnen, um welche Art von Befund es sich handelt.
Wann eine Kontrolle sinnvoll ist
Erwähnen Sie jede frühere Asbestexposition (Bauarbeiten, Schiffbau, Dämmarbeiten, ältere Gebäude) gegenüber Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, da dies beeinflusst, wie der Befund eingeordnet und weiterverfolgt wird. Eine glatte, verkalkte, stabile Verdickung im Scan wird meist einfach dokumentiert und in einem üblichen Abstand erneut kontrolliert. Eine unregelmäßige oder knotige Verdickung, eine im Vergleich zu einer früheren Aufnahme gewachsene Verdickung oder eine Verdickung zusammen mit unerklärlichem Gewichtsverlust, Brustschmerzen oder Atemnot rechtfertigt ein zeitnahes Gespräch mit einer Pneumologin oder einem Pneumologen und häufig eine Kontroll-CT.
Ein einfaches Bild dafür
Stellen Sie sich die Folienverpackung eines Pakets vor, das schon einige raue Transporte hinter sich hat – an manchen Stellen mag sie sich verdickt, geknickt oder versteift haben, dort wo sie am meisten beansprucht wurde, während der Inhalt im Inneren unversehrt bleibt. Die Lungenauskleidung kann sich nach früherer Reizung oder Verletzung auf ähnliche Weise verdicken und wird an dieser Stelle etwas widerstandsfähiger. Meist erfüllt dieses verhärtete Fleckchen einfach still seinen Zweck, alles zusammenzuhalten, ohne Ärger zu machen.
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