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Piriformis-Syndrom

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Also called: Deep-Gluteal-Syndrom, Gesäßischias, Ischiasnerv-Einklemmung Piriformis, Piriformis-Ischialgie, Piriformis-Muskel-Syndrom, Piriformis-Nerveneinklemmung

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Was es bedeutet

Der Piriformis ist ein kleiner, flacher Muskel, der von der Wirbelsäulenbasis zum oberen Ende des Oberschenkelknochens verläuft, tief unter den größeren Gesäßmuskeln. Er hilft, die Hüfte zu drehen und zu stabilisieren. Der Ischiasnerv, der dickste Nerv des Körpers, verläuft bei den meisten Menschen direkt unterhalb dieses Muskels – bei einer nennenswerten Minderheit sogar mitten hindurch. Wird der Piriformis verspannt, verkrampft sich oder schwillt an, kann er den Nerv gegen den nahegelegenen Knochen drücken und so einen Schmerz auslösen, der vom Gesäß die Rückseite des Beins hinunterzieht.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Das Piriformis-Syndrom wird meist klinisch anhand einer körperlichen Untersuchung diagnostiziert, doch häufig wird eine Bildgebung veranlasst, um andere, ernstere Ursachen der gleichen Beschwerden auszuschließen – etwa einen Bandscheibenvorfall, eine Spinalkanalstenose oder ein Hüftgelenkproblem. Im MRT kann ein vergrößerter oder asymmetrischer Piriformis-Muskel auffallen, Signalveränderungen, die auf eine Entzündung oder Verkrampfung hindeuten, oder eine anatomische Variante, bei der sich der Ischiasnerv aufteilt und durch statt unter dem Muskel verläuft. Oft sehen Muskel und Nerv jedoch weitgehend normal aus, und der Befund vermerkt lediglich, dass keine andere Ursache für die Schmerzen gefunden wurde.

Was es normalerweise bedeutet

In den meisten Fällen entsteht das Piriformis-Syndrom durch Überlastung, langes Sitzen, veränderte Trainingsgewohnheiten oder eine kleinere Verletzung, die den Muskel dauerhaft verspannt oder verkrampft zurücklässt. Es tritt häufiger bei Läuferinnen, Läufern, Radfahrenden und Menschen auf, deren Beruf langes Sitzen auf harten Flächen mit sich bringt, etwa beim Autofahren. Der Schmerz sitzt typischerweise tief in einer Gesäßhälfte, strahlt manchmal in Oberschenkel und Wade aus und verschlimmert sich häufig beim Sitzen, Treppensteigen oder Drehen der Hüfte. Es ist selten gefährlich und schädigt den Nerv in der Regel nicht dauerhaft, kann aber ohne die richtige Behandlung hartnäckig und belastend sein.

Wann eine Kontrolle sinnvoll ist

Sprechen Sie Gesäßschmerzen, die ins Bein ausstrahlen, bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt an, besonders wenn sie länger als ein paar Wochen anhalten oder das Sitzen, Gehen oder den Schlaf beeinträchtigen. Physiotherapie mit Dehn- und Lockerungsübungen für den Piriformis, angepasste Aktivität und entzündungshemmende Medikamente lösen die meisten Fälle. Suchen Sie zügig ärztliche Hilfe, wenn Taubheitsgefühle, Schwäche im Bein oder Fuß oder ein Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle auftreten, da diese auf eine Ursache an der Wirbelsäule hindeuten, die eine andere Abklärung braucht als ein Hüftmuskelproblem.

Ein einfaches Bild dafür

Stellen Sie sich einen Gartenschlauch (den Ischiasnerv) vor, der unter einem schweren Holzbalken (dem Piriformis-Muskel) hindurchläuft, der quer über einen Weg gelegt ist. Meistens fließt das Wasser ungehindert durch. Schwillt der Balken jedoch durch Feuchtigkeit an oder legt sich zusätzliches Gewicht darauf, drückt er nach unten und knickt den Schlauch ab, was den Fluss verlangsamt und den Druck dahinter ansteigen lässt. Den Balken zu lockern und anzuheben – das Ziel von Piriformis-Dehnungen und Physiotherapie – nimmt den Druck vom Schlauch und lässt alles wieder normal fließen.

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