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Perivaskuläre (Virchow-Robin-) Räume

Normal

Also called: Status cribrosus, VR-Räume, Virchow-Robin-Räume, dilatierte perivaskuläre Räume, erweiterte perivaskuläre Räume, perivaskuläre Manschetten

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Was es bedeutet

Kleine Blutgefäße, die die tiefen Hirnbereiche versorgen, sind von einer dünnen, flüssigkeitsgefüllten Manschette umgeben, während sie von der Hirnoberfläche nach innen ziehen – diese Manschette nennt man perivaskulären Raum oder Virchow-Robin-Raum, benannt nach den beiden Wissenschaftlern, die ihn zuerst beschrieben haben. Diese Räume gehören zur normalen „Sanitärinstallation“ des Gehirns und spielen vermutlich eine Rolle beim Abtransport von Abfallstoffen aus dem Hirngewebe – ähnlich dem Lymphsystem, das andere Körperregionen entwässert.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Perivaskuläre Räume sind praktisch auf jeder Hirn-MRT zu sehen, da sie ein völlig normaler Bestandteil der Hirnanatomie sind. Radiologen erwähnen sie im Befund vor allem, wenn sie zahlreicher oder etwas größer sind, als es für das Alter der untersuchten Person typisch wäre, oder um sie von anderen kleinen Auffälligkeiten wie winzigen Schlaganfällen abzugrenzen. Sie erscheinen typischerweise als kleine, runde oder linienförmige Strukturen, die in jeder Bildsequenz das gleiche Signalverhalten wie Nervenwasser (Liquor) zeigen, meist gehäuft nahe der Hirnbasis, entlang der kleinen tiefen Arterien und im weißen Marklager oberhalb der Hirnkammern.

Was es normalerweise bedeutet

Perivaskuläre Räume sind bei nahezu allen Menschen im MRT sichtbar und werden mit dem normalen Alterungsprozess größer und zahlreicher, sodass ihr Auftreten – selbst in größerer Zahl – meist für sich genommen kein Krankheitszeichen ist. Da sie exakt dem Flüssigkeitssignal folgen und an vorhersehbaren Stellen entlang der Blutgefäße liegen, können Radiologen sie in der Regel sicher von besorgniserregenderen Befunden wie kleinen Schlaganfällen unterscheiden, die ein anderes Signalverhalten zeigen und nicht demselben Gefäßverlauf folgen.

In manchen Situationen wurde eine auffällig hohe Zahl ausgeprägter perivaskulärer Räume lose mit Bluthochdruck, einer Erkrankung der kleinen Hirngefäße oder, selten, bestimmten erblichen Erkrankungen in Verbindung gebracht. Das gilt aber in der Regel nur dann als bedeutsam, wenn das Muster ungewöhnlich ausgeprägt ist oder zusammen mit weiteren Befunden und Symptomen auftritt – nicht schon durch das bloße Vorhandensein perivaskulärer Räume.

Wann man nachfragen sollte

In den allermeisten Fällen erfordern im Befund erwähnte perivaskuläre Räume keinerlei Nachsorge oder Behandlung – sie werden einfach als Teil einer vollständigen, genauen Beschreibung der Aufnahme dokumentiert. Wenn Ihr Befund ausdrücklich eine ungewöhnlich hohe Anzahl davon hervorhebt oder den Befund mit anderen Veränderungen wie einer Erkrankung der kleinen Gefäße oder Marklagerveränderungen koppelt, ist es sinnvoll, dies mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt zu besprechen – besonders bei Risikofaktoren wie Bluthochdruck, da die Behandlung dieser Risikofaktoren in der Regel der relevante nächste Schritt ist, nicht eine gezielte Maßnahme gegen die Räume selbst.

Ein anschauliches Bild

Man kann sich die tiefen Blutgefäße des Gehirns wie winzige Rohre vorstellen, die durch das Gewebe verlaufen, jedes umhüllt von einer dünnen Manschette, die einen kleinen Flüssigkeitsstrom abführt – ähnlich dem schmalen Entwässerungskanal, der manchmal neben einer verlegten Wasserleitung verläuft. Jeder Mensch hat diese kleinen Manschetten, und die meisten sammeln im Laufe der Jahre noch ein paar mehr davon an, manchmal etwas größer – ein normales Zeichen eines gut genutzten Systems und kein Beweis dafür, dass etwas nicht stimmt.

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