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Patellasehnen-Tendinopathie (Springerknie)

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Also called: Jumper's Knee, Kniescheibensehnen-Entzündung, Patellasehnen-Tendinose, Patellasehnenentzündung, Patellasehnenreizung, Patellaspitzensyndrom, Springerknie

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Was es bedeutet

Die Patellasehne ist das kurze, kräftige Band zwischen der Unterkante der Kniescheibe und dem oberen Schienbein. Sie überträgt bei jedem Sprung, jeder Landung, jeder Kniebeuge und jedem Tritt die Kraft der Oberschenkelmuskulatur. Wiederholte hohe Belastung – mehr, als die Sehne zwischen den Trainingseinheiten regenerieren kann – führt dazu, dass die Fasern ihre geordnete parallele Struktur verlieren, sich verdicken und mehr Wasser einlagern. Das ist eine Patellasehnen-Tendinopathie, umgangssprachlich „Springerknie“ genannt, weil sie bei Basketball-, Volleyball- und Leichtathletikathleten besonders häufig auftritt.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Die MRT zeigt die Veränderungen am detailliertesten: Befunde beschreiben typischerweise eine verdickte Patellasehne mit erhöhter Signalintensität, fast immer am Ansatz direkt unterhalb der Kniescheibe und gelegentlich auch am Ansatz am Schienbein. Der Ultraschall liefert oft zusätzliche Informationen zur Durchblutung in diesem Bereich (Neovaskularisation), die enger mit den Beschwerden zusammenhängt als die Sehnendicke allein. Ältere Befunde verwenden manchmal die Begriffe „Tendinitis“ oder „Tendinose“ – ersterer meint eine aktive Entzündung, letzterer eine Degeneration ohne Entzündung. Da die meisten Fälle tatsächlich eine Mischung aus beidem sind, hat sich „Tendinopathie“ als übergeordneter Begriff durchgesetzt.

Was es normalerweise bedeutet

Veränderungen der Patellasehne in der Bildgebung sind bei springenden Sportlern auch ohne Schmerzen häufig, weshalb der Befund immer zusammen mit den Beschwerden bewertet werden muss und nicht für sich allein. Wenn Beschwerden bestehen, äußern sie sich klassischerweise als umschriebener Schmerz direkt unterhalb der Kniescheibe, der sich beim Springen, bei Kniebeugen und beim Treppabgehen verschlimmert und sich in Ruhe oft bessert, um beim Wiederaufnehmen des Trainings zurückzukehren. Bleibt das über Monate bis Jahre unbehandelt, entwickeln manche Fälle anhaltendere Schmerzen und eine verminderte Belastbarkeit der Sehne. Die wichtigste Behandlung ist progressives Belastungstraining – schweres, langsames Krafttraining oder exzentrische Kniebeugen auf einer Schrägbank – statt reiner Schonung, denn Sehnen brauchen dosierte Belastung, um sich umzubauen und zu stärken. Entzündungshemmer und Eis können kurzfristig Schmerzen lindern, ändern aber nichts an der zugrunde liegenden Gewebeveränderung. Injektionen und Operationen bleiben Fällen vorbehalten, die auf ein konsequentes belastungsbasiertes Rehaprogramm nicht ansprechen.

Wann man nachfragen sollte

Leichte Beschwerden, die sich mit Ruhe zurückbilden und das Training nicht einschränken, sind häufig und lassen sich oft durch Anpassung der Belastung und gezielte Kräftigung unter physiotherapeutischer Anleitung managen. Ärztlichen oder physiotherapeutischen Rat sollte man einholen, wenn Schmerzen im Alltag auftreten, etwa beim Treppensteigen, wenn sie länger als einige Wochen anhalten, oder wenn sie trotz Trainingsanpassung immer wiederkehren. Plötzlicher, stechender Schmerz mit einem Knallgefühl, die Unfähigkeit, das Knie zu strecken, oder eine sichtbare Lücke ober- oder unterhalb der Kniescheibe nach einem Sprung oder Sturz erfordern rasche Abklärung, da diese Zeichen eher auf einen Sehnenriss als auf eine allmähliche Überlastung hindeuten.

Ein anschauliches Bild

Man kann sich die Patellasehne wie einen dicken Gurt aus Segeltuch vorstellen, der bei jedem Sprung und jeder Landung die Belastung abfängt. Wiederholt man das tausendfach ohne ausreichende Erholung, lockert sich das Gewebe an einer Stelle – meist genau dort, wo es an der Kniescheibe ansetzt – es verdickt sich leicht und wird druckempfindlich. Die Lösung ist nicht, den Gurt gar nicht mehr zu benutzen, sondern ihn kontrolliert und schrittweise zu belasten, damit sich das Gewebe wieder festigt und die Aufgabe erneut übernehmen kann.

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