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Paralabrale Zyste

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Also called: Labrozele, Labrumzyste, Para-Labrum-Zyste, paralabrale Zyste Hüftgelenk, paralabrale Zyste Schultergelenk, perilabrale Zyste

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Was es bedeutet

Eine paralabrale Zyste ist ein flüssigkeitsgefüllter Sack, der sich neben dem Labrum bildet – dem festen Knorpelring, der die Gelenkpfanne eines Kugelgelenks umrandet und vertieft, meist an Hüfte oder Schulter. Reißt das Labrum ein, kann ein Ventileffekt Gelenkflüssigkeit durch den Riss nach außen treten und sich unmittelbar außerhalb der Gelenkkapsel ansammeln, wodurch sich nach und nach eine Zyste bildet. Die Zyste selbst ist also in der Regel eher eine Begleiterscheinung des Risses als eine eigenständige Erkrankung.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Die MRT zeigt am besten sowohl die Zyste als auch den Labrumriss, der sie meist verursacht hat, und Befunde beschreiben üblicherweise Größe und Lage der Zyste sowie ihre Beziehung zu einem bestimmten Riss entlang des Labrums. Da die Zyste im Grunde auf den Riss zurückverweist, beschreiben Radiologen das Labrum selbst meist detailliert und geben an, wo genau der Riss liegt und wie groß er ist. Gelegentlich ist die Zyste groß genug, um auf einen nahegelegenen Nerv zu drücken – klassischerweise auf den Nervus suprascapularis nahe der Schulter oder einen Ast nahe der Hüfte –, und der Befund weist darauf hin, da dies beeinflusst, wie dringend der Befund weiter abgeklärt werden sollte.

Was es normalerweise bedeutet

Viele paralabrale Zysten werden zufällig entdeckt und verursachen keine Beschwerden über das hinaus, was der zugrunde liegende Labrumriss selbst hervorruft, etwa Gelenkschmerzen, Klickgeräusche, Einklemmgefühle oder ein Instabilitätsgefühl bei bestimmten Bewegungen. Patienten befürchten oft, die Zyste selbst sei das Hauptproblem, und fragen, ob sie entleert oder entfernt werden muss – in den meisten Fällen ist sie jedoch nicht gefährlich und braucht keine direkte Behandlung; die eigentlich relevante Frage ist meist die Versorgung des Labrumrisses, der sie speist. Eine Ausnahme besteht, wenn eine Zyste so groß wird, dass sie einen benachbarten Nerv einengt, was zu Muskelschwäche oder -schwund in der Schulter oder, seltener, der Hüfte führen kann – dieses Szenario wird ernster genommen.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Besprechen Sie den Befund mit einem Orthopäden oder Sportmediziner, besonders bei Gelenkschmerzen, Klickgeräuschen oder einem Instabilitätsgefühl, da sich die Behandlung in der Regel nach dem Labrumriss und nicht allein nach der Zyste richtet. Viele Labrumrisse und die damit verbundenen Zysten werden zunächst physiotherapeutisch behandelt. Eine operative Reparatur des Labrums, mitunter mit gleichzeitiger Entleerung der Zyste, wird erwogen, wenn die Beschwerden trotz konservativer Behandlung anhalten, oder zeitnah, wenn Anzeichen einer Nervenkompression mit neuer Schwäche vorliegen, da Nervensymptome eher zeitkritisch sind.

Ein anschauliches Bild

Man kann sich das Labrum wie eine Gummidichtung am Rand eines Gelenks vorstellen, die die Flüssigkeit dort hält, wo sie hingehört – im Gelenkinneren. Ein Riss in dieser Dichtung ist wie ein kleiner Spalt, durch den bei jeder Gelenkbewegung unter Druck etwas Flüssigkeit austritt, die sich mit der Zeit zu einer kleinen Blase direkt außerhalb der Dichtung ansammelt. Die Dichtung selbst zu flicken, also das gerissene Labrum zu reparieren, stoppt tatsächlich das Leck; wird nur die Blase entleert, ohne den Spalt zu schließen, füllt sie sich meist rasch wieder.

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