Eierstockzyste
NormalAlso called: Corpus-luteum-Zyste, Follikelzyste, Ovarialzyste, Zyste am Eierstock, Zyste im Eierstock, einfache Zyste am Eierstock, funktionelle Zyste
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Was es bedeutet
Eine Eierstockzyste ist eine kleine, mit Flüssigkeit gefüllte Blase, die sich innerhalb oder an der Oberfläche eines Eierstocks bildet. Eierstöcke bilden im Rahmen des Eisprungs jeden Monat auf natürliche Weise einen flüssigkeitsgefüllten Follikel, und wenn dieser etwas größer als üblich wird oder die Eizelle nicht wie erwartet freisetzt und sich zurückbildet, spricht man in der Bildgebung von einer Zyste. Im Ultraschall, CT oder MRT zeigt sich eine einfache Zyste als glatte, runde, flüssigkeitsgefüllte Struktur mit dünner Wand und ohne solide Anteile im Inneren.
Warum sie im CT- oder MRT-Befund erwähnt wird
Eierstockzysten werden häufig entdeckt, manchmal auch bei Untersuchungen, die aus völlig anderem Grund durchgeführt werden, da sie bei menstruierenden Frauen sehr verbreitet sind. Radiologen beschreiben die Größe der Zyste, ob ihre Wand dünn und glatt oder verdickt und unregelmäßig ist, ob die Flüssigkeit im Inneren einfach (klar) oder komplex (mit Ablagerungen, Septen oder soliden Anteilen) erscheint, und ob im Doppler-Ultraschall eine Durchblutung nachweisbar ist. Diese Details helfen, eine gewöhnliche funktionelle Zyste von einem Befund zu unterscheiden, der genauer betrachtet werden sollte.
Was es normalerweise bedeutet
Die überwiegende Mehrheit der in der Bildgebung entdeckten Eierstockzysten sind funktionelle Zysten, die mit dem normalen Eisprungzyklus zusammenhängen, und sie bilden sich innerhalb von ein bis drei Menstruationszyklen von selbst zurück. Einfache Zysten unter etwa 5 Zentimetern mit dünner, glatter Wand und ohne solide Anteile sind fast immer gutartig und benötigen außer einer Verlaufskontrolle keine Behandlung. Größere Zysten oder solche mit komplexen Merkmalen wie Septen, soliden Knoten oder verstärkter Durchblutung sind seltener und verdienen eine genauere Abklärung, da ein kleiner Teil davon andere gutartige Wucherungen (etwa Dermoidzysten oder Endometriome) darstellen kann oder, selten bei Frauen nach den Wechseljahren, eine chirurgische Beurteilung erfordert. Auch das Alter spielt eine Rolle – einfache Zysten sind vor den Wechseljahren zu erwarten und werden danach etwas engmaschiger kontrolliert.
Wann Sie nachfragen sollten
Eine kleine, einfache Zyste erfordert in der Regel nur eine routinemäßige Ultraschall-Kontrolle nach sechs bis zwölf Wochen, um zu bestätigen, dass sie kleiner geworden oder verschwunden ist – viele Frauen benötigen überhaupt keine Nachkontrolle. Wenden Sie sich früher an Ihren Arzt, wenn plötzliche, starke Unterleibsschmerzen auftreten, besonders mit Übelkeit oder Fieber, da eine Zyste gelegentlich zu einer Stieldrehung des Eierstocks (Ovarialtorsion) führen oder platzen kann – beides erfordert eine rasche Abklärung. Zysten, die als groß, komplex oder über mehrere Zyklen hinweg fortbestehend beschrieben werden, werden meist zur weiteren Bildgebung oder Besprechung der Optionen an eine gynäkologische Praxis überwiesen.
Ein einfaches Bild dazu
Stellen Sie sich den Eierstock als einen kleinen Garten vor, der jeden Monat im Rahmen des Eisprungs einen neuen Wasserballon heranwachsen lässt. In den meisten Monaten platzt der Ballon planmäßig und leert sich still. Gelegentlich füllt sich ein Ballon etwas mehr als gewöhnlich oder braucht ein bis zwei Monate länger, um sich zu entleeren – dieser verbliebene Ballon ist die Zyste, die im Befund erscheint. Fast immer entleert er sich von selbst; die Bildgebung prüft im Grunde nur, ob der Ballon wie ein gewöhnlicher aussieht und nicht etwas Ungewöhnliches an seiner Stelle wächst.
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