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Myelomalazie

Urgent

Also called: Markerweichung, Myelomalazie des Rückenmarks, Rückenmarkerweichung, Signalveränderung im Rückenmark, myelomalazische Veränderung, zervikale Myelomalazie

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Was es bedeutet

Myelomalazie bedeutet wörtlich "Erweichung des Rückenmarks". Im MRT zeigt sich ein Bereich innerhalb des Rückenmarks mit einem auffällig hellen Signal auf bestimmten Sequenzen, manchmal wirkt das Rückenmark an dieser Stelle auch etwas dünner oder eingeschnürt. Dieses Erscheinungsbild spiegelt eine echte Gewebeveränderung im Rückenmark wider – eine Mischung aus Schwellung, Zellschädigung und, mit der Zeit, Vernarbung – und nicht bloß eine vorübergehende Reizung. Am häufigsten entsteht sie an Stellen, an denen das Rückenmark chronisch unter Druck stand oder eine schwere Verletzung erlitten hat.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht auftaucht

Die MRT ist das einzige bildgebende Verfahren, das das Gewebe im Inneren des Rückenmarks detailliert genug darstellt, um diese Veränderung zu erkennen; im CT oder Röntgenbild ist sie nicht sichtbar. Radiologen beschreiben die betroffene Höhe, die Länge des betroffenen Rückenmarkabschnitts und unterscheiden häufig zwischen einem einfachen Rückenmarködem (einer Schwellung, die sich noch zurückbilden kann) und einer bereits etablierten Myelomalazie (einer eher bleibenden Veränderung). Der Bericht kann außerdem die zugrunde liegende, in derselben Aufnahme sichtbare Ursache beschreiben – einen verengten Wirbelkanal, einen großen Bandscheibenvorfall, Knochensporne oder eine alte Verletzung –, da dieser Kontext das weitere Vorgehen mitbestimmt.

Was es normalerweise bedeutet

Myelomalazie entwickelt sich am häufigsten nach Monaten oder Jahren chronischer Kompression des Rückenmarks, wie sie bei fortgeschrittener zervikaler spondylotischer Myelopathie vorkommen kann, sie kann aber auch nach einer traumatischen Rückenmarkverletzung, einer Phase verminderter Durchblutung des Marks oder, seltener, bestimmten entzündlichen oder infektiösen Erkrankungen auftreten. Da sie eine tatsächliche Schädigung des Nervengewebes und nicht nur eine Druckwirkung darauf widerspiegelt, wird sie im Allgemeinen als fortgeschrittenerer oder bereits etablierter Befund gewertet als eine reine Kompression. Manche der damit verbundenen Symptome – Schwäche, veränderte Empfindung oder Koordinationsstörungen in den vom betroffenen Rückenmarkabschnitt versorgten Bereichen – können sich durch Behandlung der zugrunde liegenden Ursache bessern, doch dieser Befund erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass ein Teil der Veränderung bleibend ist.

Wann eine Abklärung sinnvoll ist

Dieser Befund erfordert eine zeitnahe Beurteilung durch einen Wirbelsäulenspezialisten oder Neurologen, in der Regel innerhalb weniger Tage statt Wochen, besonders wenn neue oder sich verschlechternde Symptome bestehen. Suchen Sie dringend oder notfallmäßig ärztliche Hilfe bei einer plötzlichen Veränderung von Kraft oder Empfindung in Armen oder Beinen, einem neu aufgetretenen unsicheren Gang, zunehmender Ungeschicklichkeit der Hände oder neuen Schwierigkeiten, Blase oder Darm zu kontrollieren, da dies auf eine fortschreitende Rückenmarkschädigung hindeuten kann, die von einer dringenden Behandlung profitiert, einschließlich einer entlastenden Operation, wenn eine Kompression die zugrunde liegende Ursache ist.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich einen Gartenschlauch vor, der sehr lange unter einem schweren Stein eingeklemmt war. Zunächst wird der Schlauch nur abgeflacht und der Durchfluss verlangsamt sich – das entspricht einer reinen Kompression, die sich oft wieder erholt, sobald der Stein entfernt wird. Hält die Einklemmung jedoch lange genug an, beginnt sich das Gummi selbst an dieser Stelle zu zersetzen, wird weich und verliert seine Struktur, auch nachdem der Stein weggenommen wurde. Myelomalazie ist genau diese zweite Stufe: Das Gewebe selbst hat sich verändert, nicht nur seine Form unter Druck – weshalb Ärzte sie als ernsteren und zeitkritischeren Befund behandeln.

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