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Lungenspitze

Also called: Apex der Lunge, Apex pulmonis, Lungenapex, Lungenspitzen, apikal, obere Lungengrenze

Was es bedeutet

Jede Lunge ist annähernd konisch geformt; ihr schmales, abgerundetes oberes Ende ist die Lungenspitze. Dies ist der höchste Punkt der Lunge, der hinter dem Schlüsselbein bis zum untersten Halsbereich aufsteigt. Es gibt eine Lungenspitze auf jeder Seite — links und rechts. Da sie ganz oben im Brustkorb liegt, teilweise von Knochen und den Strukturen an der Halsbasis verdeckt, ist diese Region ein etwas schwer einsehbarer Winkel. Radiologen schenken ihr deshalb besondere Aufmerksamkeit.

Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint

Berichte kommentieren die Lungenspitzen, wenn dort etwas zu vermerken ist oder um zu bestätigen, dass sie unauffällig sind. Ein Radiologe kann Vernarbungen (apikale Narben oder Fibrose), eine Verdickung der Lungenumhüllung an der Spitze (apikale Pleuraschwarte), eine alte ausgeheilte Infektion, einen kleinen Rundherd oder eine Luft- oder Flüssigkeitsansammlung beschreiben. Die Lungenspitze ist ein häufiger Ort lang bestehender, stabiler Veränderungen; Berichte unterscheiden daher oft alte Vernarbungen von neueren Befunden. Im CT ist diese Region weit besser beurteilbar als im konventionellen Röntgenbild.

Was es in der Regel bedeutet

Unauffällige Lungenspitzen sind schlicht normal. Viele Befunde dort sind alt und harmlos: apikale Vernarbungen oder eine kleine Pleuraschwarte sind sehr häufig, oft hinterlassen von einer früheren Infektion oder dem Alter, und in der Regel stabil — sie werden nur dokumentiert, damit künftige Aufnahmen einen Ausgangsbefund haben. Alte ausgeheilte Tuberkulose oder andere vergangene Infektionen hinterlassen klassischerweise Spuren an der Lungenspitze, die sich im Bericht bedrohlich anhören, aber inaktiv sind. Da diese Region auch ein Ort ist, an dem bestimmte seltenere Probleme beginnen können, kann ein neuer Rundherd, wachsende Vernarbung oder asymmetrische Veränderung oben einen Vergleich mit früheren Bildern oder eine Verlaufskontrolle veranlassen. Entscheidend ist, ob ein Befund alt und unverändert oder neu und progressiv ist, was der Radiologe durch Verlaufsbeurteilung beurteilt.

Wann eine Nachsorge sinnvoll ist

Der Begriff Lungenspitze allein bezeichnet lediglich einen normalen Lungenanteil und gibt keinen Anlass zur Sorge. Maßgeblich ist, was dort beschrieben wird und ob es alt oder neu ist. Eine stabile apikale Vernarbung bedarf in der Regel keiner Maßnahmen. Wenn der Bericht einen neuen Rundherd, wachsende Vernarbung oder asymmetrische Veränderung erwähnt, kann Ihre Ärztin oder Ihr Arzt einen Vergleich oder eine Verlaufsuntersuchung veranlassen. Sprechen Sie über anhaltenden Husten, blutigen Auswurf, Schulter- oder Armschmerzen oder ungeklärten Gewichtsverlust.

Ein anschauliches Bild zum besseren Verständnis

Stellen Sie sich eine Eistüte mit der Spitze nach oben vor; der abgerundete Kugelteil ganz oben ist die Lungenspitze. Es ist der höchste, am stärksten verborgene Abschnitt, der unter dem Schlüsselbein liegt und auf den ersten Blick leicht übersehen werden kann. So wie man die oberste Kugel als Erstes auf Schmelzspuren prüft, gibt der Radiologe diesem hohen Winkel eine sorgfältige Prüfung, weil sich subtile Veränderungen genau an der Spitze verbergen können.

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