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Lipom

Normal

Also called: Fettgeschwulst, Fettgewebsgeschwulst, Fettgewebstumor, Fettknoten, gutartige Fettgeschwulst, lipomatöse Raumforderung, subkutanes Lipom

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Was bedeutet das?

Ein Lipom ist ein langsam wachsender Knoten, der vollständig aus reifen Fettzellen besteht und von einer dünnen bindegewebigen Kapsel umgeben ist, die ihn vom umliegenden Gewebe abgrenzt. Es ist die häufigste Weichteilgeschwulst bei Erwachsenen, und die meisten Betroffenen brauchen gar keine Bildgebung, um es zu erkennen — viele bemerken es einfach als weichen, verschieblichen Knoten unter der Haut. Wird trotzdem ein Scan gemacht, meist um die Art des Knotens zu bestätigen oder weil er zufällig bei einer anderen Untersuchung auffiel, zeigt ein Lipom ein sehr charakteristisches, beruhigendes Bild.

Warum steht das im CT- oder MRT-Befund?

Sowohl auf CT als auch auf MRT hat Fettgewebe eine unverwechselbare Signatur, die sich deutlich von Muskel, Flüssigkeit oder solidem Tumorgewebe unterscheidet — deshalb lassen sich Lipome mit hoher Sicherheit erkennen. Im Befund wird eine scharf begrenzte, gekapselte Raumforderung beschrieben, die durchgehend die Dichte bzw. das Signal von normalem Fettgewebe zeigt, mit dünner Wand und ohne dicke innere Trennwände, solide Knoten oder Areale, die sich nach Kontrastmittelgabe deutlich anreichern. Radiologinnen und Radiologen dokumentieren Größe und Lage — häufig betroffen sind Rücken, Schultern, Arme und Oberschenkel, wobei Lipome grundsätzlich überall dort auftreten können, wo Fettgewebe vorkommt, auch tiefer zwischen oder innerhalb von Muskeln. Genau dieses einheitliche, fettgleiche Erscheinungsbild erlaubt es, ein Lipom in den meisten Fällen allein anhand der Bildgebung als gutartig einzustufen, ganz ohne Biopsie.

Was bedeutet das in der Regel?

Ein Lipom mit diesem klassischen Erscheinungsbild ist gutartig und braucht in der Regel überhaupt keine Behandlung — es wird höchstens beobachtet, indem man seine Existenz einfach zur Kenntnis nimmt. Lipome wachsen sehr langsam, wenn überhaupt, und dringen nicht in umliegendes Gewebe ein oder streuen woanders hin. Der seltene Doppelgänger, auf den man achten sollte, ist das Liposarkom, ein bösartiger Tumor des Fettgewebes, den die Bildgebung anhand von Merkmalen unterscheidet, die dem klassischen Lipom fehlen: dicke oder unregelmäßige Trennwände, solide fettfreie Anteile, deutliche Kontrastmittelanreicherung oder rasches Wachstum bei Verlaufskontrollen. Größere Befunde (im Allgemeinen über etwa 5 cm), solche, die tief zwischen oder innerhalb von Muskeln statt direkt unter der Haut liegen, sowie jeder Befund mit einem untypischen Merkmal werden häufiger zur Sicherung der Diagnose einer Biopsie oder Entfernung zugeführt. Die überwiegende Mehrheit der Lipome ist jedoch klein, oberflächlich gelegen und bereits im Scan selbst eindeutig als gutartig erkennbar.

Wann sollte man das abklären lassen?

Beschreibt Ihr Befund ein kleines, typisches, oberflächlich gelegenes Lipom ohne auffällige Merkmale, ist meist kein dringendes Handeln nötig — Sie können es beim nächsten regulären Arzttermin ansprechen, falls es Sie kosmetisch stört oder unangenehm ist. Eine Entfernung ist eine Wahlbehandlung und erfolgt meist nur, wenn der Knoten schmerzt, die Beweglichkeit einschränkt, wächst oder aus optischen Gründen unerwünscht ist. Suchen Sie zeitnah ärztlichen Rat, wenn ein Knoten schnell wächst, sich fest oder unbeweglich statt weich und verschieblich anfühlt, ohne erkennbaren Grund schmerzt, oder wenn der Befund ein untypisches Bildmerkmal nennt.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich ein kleines, weiches Sitzsäckchen vor, das direkt unter der Haut liegt, gefüllt mit demselben Polstermaterial, das Ihr Körper ohnehin zur Dämmung und zum Schutz einsetzt, umhüllt von einer dünnen, glatten Hülle, die es vom umgebenden Gewebe trennt. Es schlägt nirgendwo Wurzeln, verändert von einer Woche zur nächsten nicht seine Form und liegt größtenteils einfach still da — genau deshalb gehört es für Radiologinnen und Radiologen zu den beruhigendsten Befunden, die sich auf einen Blick sicher benennen lassen.

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