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Laterale Recessusstenose

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Also called: Nervenwurzelkanalverengung, Recessus-lateralis-Kompromittierung, Recessus-lateralis-Verengung, laterale Kanalstenose, subartikuläre Recessusstenose, subartikuläre Stenose

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Was es bedeutet

Der Spinalkanal ist kein einheitlicher Tunnel – auf jeder Ebene besitzt er mehrere unterschiedliche Abschnitte. Der Recessus lateralis ist eine schmale Tasche seitlich im Kanal, kurz bevor eine Nervenwurzel abzweigt, um durch ihr Foramen (die kleine seitliche Austrittsöffnung weiter außen) auszutreten. Dies ist die engste natürliche Engstelle, die eine Nervenwurzel der Lendenwirbelsäule durchläuft, weshalb schon eine geringe zusätzliche Enge hier den Nerv einklemmen kann. Die Verengung dieser Tasche wird laterale Recessusstenose genannt.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Radiologen beschreiben die betroffene Ebene (meist im unteren Rücken, etwa L4-L5 oder L5-S1), die Seite und die wahrscheinliche Ursache: ein vergrößertes, nach vorne reichendes Facettengelenk, eine von vorne drückende vorgewölbte oder vorgefallene Bandscheibe oder ein von hinten einengendes, verdicktes Ligamentum flavum. Der Befund stuft den Schweregrad meist als leicht, mittel oder schwer ein und vermerkt gegebenenfalls, ob die Nervenwurzel selbst komprimiert oder verlagert erscheint. Die laterale Recessusstenose tritt häufig zusammen mit einer Einengung des zentralen Kanals und der Foramina auf, da alle drei aus demselben degenerativen Prozess auf einer Wirbelsäulenebene entstehen können.

Was es in der Regel bedeutet

Da der Recessus lateralis von Natur aus ein so enger Raum ist, verursacht eine Verengung hier eher Symptome als eine vergleichbare Verengung an anderer Stelle des Kanals. Das klassische Muster sind ischialgieartige Schmerzen – ein Ziehen, Brennen oder Kribbeln, das vom unteren Rücken oder Gesäß entlang der Rück- oder Außenseite eines Beins ausstrahlt, manchmal begleitet von Taubheitsgefühl oder Schwächegefühl. Die Beschwerden verschlechtern sich typischerweise beim Stehen oder Gehen und bessern sich beim Sitzen oder Vornüberbeugen, da diese Haltungen den Raum leicht wieder öffnen. Wie bei den meisten Befunden der Wirbelsäulenbildgebung entspricht der Schweregrad im Bild nicht immer genau dem Schweregrad der Beschwerden – manche Menschen mit deutlicher Verengung spüren wenig oder nichts, während andere durch eine milder aussehende Tasche stark beeinträchtigt sind.

Wann Sie aktiv werden sollten

Sprechen Sie diesen Befund bei Ihrem Arzt an, wenn Sie Beinschmerzen, Taubheitsgefühl oder Kribbeln haben, die einem klaren Verlauf in einem Bein folgen, besonders wenn sie durch Gehen oder Stehen ausgelöst werden. Die meisten Fälle sprechen zunächst auf konservative Behandlung an – Physiotherapie, entzündungshemmende Medikamente, Anpassung der Aktivitäten und manchmal eine gezielte Injektion – über Wochen bis Monate. Eine Operation zur Erweiterung des Recessus wird erwogen, wenn die Beschwerden schwer, trotz konservativer Behandlung anhaltend oder von deutlicher Schwäche begleitet sind. Suchen Sie dringend ärztliche Hilfe bei plötzlichem Verlust der Beinkraft, neu auftretenden Schwierigkeiten mit der Blasen- oder Darmkontrolle oder Taubheitsgefühl im Reithosenbereich, da diese auf eine ernstere, rasch abzuklärende Kompression hindeuten können.

Ein anschauliches Bild

Stellen Sie sich einen Flur vor, der sich kurz vor einer Seitentür zu einer kurzen, engen Nische verengt. Der größte Teil des Flurs bietet reichlich Platz zum Durchgehen, doch diese eine Nische ist selbst an einem guten Tag schon eng. Wird dort ein Regal an die Wand geschraubt – ein Stück Knochen, ein vorgewölbtes Polster, ein verdicktes Band – stößt sich jeder, der sich hindurchzwängt, genau an dieser Engstelle die Schulter an, obwohl der Rest des Flurs in Ordnung ist. Deshalb kann eine laterale Recessusstenose spürbare Beschwerden verursachen, selbst wenn der übrige Kanal relativ offen aussieht.

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