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Lamina

Also called: Laminae, Wirbelbogen, Wirbellamina, knöcherner Bogen, spinale Lamina

Was es bedeutet

Jeder Wirbelkörper besitzt einen knöchernen Bogen hinter dem Rückenmark, der es wie ein Dach schützt. Die Laminae sind die zwei flachen, breiten Knochenplatten, die den hinteren Teil dieses Bogens bilden. Sie verlaufen von den Seiten des Wirbelkörpers nach hinten und innen und treffen sich in der Mittellinie, wo sie den kleinen Vorsprung formen, den Sie an Ihrem Rücken ertasten können. Zusammen mit dem übrigen Bogen umschließen und schützen sie das Rückenmark.

Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint

Radiologen beschreiben die Laminae bei der Beurteilung des knöchernen Rings um das Rückenmark oder bei der Beschreibung eines Operationsergebnisses. Berichte können vermerken, dass die Laminae intakt und regelrecht geformt sind, oder eine Verdickung, einen kleinen Spalt oder eine Fraktur beschreiben. Ein häufiger chirurgischer Begriff ist Laminektomie — die Entfernung eines Lamiaenanteils, um dem Rückenmark oder den Nerven mehr Platz zu schaffen. Der Bericht kann eine solche Operation bestätigen oder beschreiben, wie viel Knochen entfernt wurde.

Was es in der Regel bedeutet

Meist wird die Lamina nur zur Lagebeschreibung genannt oder um einen normalen, intakten Knochenbogen zu dokumentieren. Eine Verdickung der Laminae ist mit altersbedingtem Verschleiß häufig und kann zur Einengung des Spinalkanals beitragen — für sich allein ist der Begriff jedoch rein beschreibend. Wenn Sie eine Wirbelsäulenoperation hatten, beschreiben Begriffe wie Laminektomie oder Laminotomie den Eingriff und kein neues Problem. Eine kleine natürliche Lücke, bei der die Laminae nicht vollständig verschmolzen sind — Spina bifida occulta — ist ein häufiger Zufallsbefund, der in der Regel keinerlei Beschwerden verursacht. Wie immer ergibt sich die Bedeutung aus der vollständigen Beschreibung, Ihren Symptomen und dem Anlass der Untersuchung.

Wann eine Nachsorge sinnvoll ist

Das Wort Lamina allein erfordert keine Maßnahmen. Achten Sie auf das, was darüber beschrieben wird. Wenn der Bericht eine Fraktur, eine ausgeprägte Verdickung mit Kanalstenose oder Veränderungen in der Nähe des Rückenmarks erwähnt, besprechen Sie dies mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Nach Wirbelsäulenoperationen folgen Sie dem Plan Ihrer Chirurgin oder Ihres Chirurgen. Neue oder zunehmende Rückenschmerzen, Beinschw äche, Taubheitsgefühle oder jeglicher Verlust der Blasen- oder Darmkontrolle erfordern sofortige ärztliche Vorstellung.

Ein anschauliches Bild zum besseren Verständnis

Stellen Sie sich den knöchernen Ring um das Rückenmark als Dach eines kleinen Tunnels vor. Die Pedikel sind die Seitenwände, und die Laminae sind die zwei geneigten Dachplatten, die von jeder Seite einwärts zur Firstlinie zusammenlaufen. Diese Firstlinie ist der Vorsprung, den Sie an Ihrem Rücken ertasten. Wenn Chirurgen den Druck auf das Rückenmark lindern müssen, nehmen sie eine Dachplatte heraus — das ist die Laminektomie.

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