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Kerley-Linien

Warning

Also called: Kerley-A-Linien, Kerley-B-Linien, Kerley-Linie, Septumlinien, interstitielle Linien

Was es bedeutet

Die Lunge wird von einem feinen Gerüst aus Stützgewebe zusammengehalten, das zwischen den Lufträumen verläuft und zur Lungenoberfläche zieht. Wenn sich in diesem Gerüst Flüssigkeit oder Verdickungen bilden, können im Röntgenbild kurze, dünne, gerade Linien sichtbar werden — insbesondere an den unteren Außenrändern der Lungen. Diese Linien werden als Kerley-Linien bezeichnet, benannt nach dem Arzt, der sie erstmals beschrieben hat. Sie sind ein Hinweis darauf, dass nicht die Lungenbläschen selbst, sondern das Gewebe dazwischen betroffen ist.

Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint

Radiologen erwähnen diese Linien, wenn sie feine lineare Zeichen an den Lungengrenzen sehen, oft als Septumlinien oder mit den Bezeichnungen Kerley A und Kerley B beschrieben. Berichte können sie mit verwandten Begriffen wie interstitiellem Ödem, perihilärer Trübung oder Flüssigkeit in den Fissuren kombinieren, da sie häufig gemeinsam auftreten. Die Linien sind ein anerkanntes Zeichen für Flüssigkeitsansammlung im Lungengerüst; Radiologen notieren ihr Vorhandensein und ihre Verteilung, um auf eine mögliche Ursache hinzuweisen.

Was es in der Regel bedeutet

Kerley-Linien spiegeln am häufigsten einen Rückstau von Flüssigkeit in das Lungengerüst wider; der bei weitem häufigste Grund ist eine Herzinsuffizienz, bei der das Herz das Blut nicht effizient vorwärts pumpen kann und der Druck im Lungenkreislauf ansteigt. In diesem Zusammenhang treten die Linien in der Regel zusammen mit anderen Zeichen einer Flüssigkeitsüberladung auf und bessern sich schnell, sobald das Herz behandelt wird. Weitere Ursachen sind Flüssigkeitsretention bei Nierenerkrankungen, bestimmte Infektionen, Entzündungen, Lungenvernarbung und seltener eine lymphangitische Ausbreitung. Da die Linien auf eine Füllung des Interstitiums mit Flüssigkeit oder Verdickung hinweisen, werden sie als bedeutsamer Befund gewertet, der in der Regel dazu veranlasst, nach der zugrunde liegenden Ursache zu suchen und sie zu behandeln.

Wann eine Nachsorge sinnvoll ist

Kerley-Linien sind ein Warnbefund, dem gehandelt werden sollte. Sprechen Sie zeitnah mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn Ihr Bericht sie erwähnt — insbesondere bei Atemnot (vor allem im Liegen oder nachts), geschwollenen Knöcheln, Gewichtszunahme durch Flüssigkeit oder bekannter Herz- oder Nierenerkrankung. Suchen Sie bei schwerer oder plötzlicher Atemnot, Brustschmerzen oder schaumigem oder rosafarbenem Auswurf sofort ärztliche Hilfe. Die Behandlung der Grundursache — häufig Herzinsuffizienz — lässt diese Linien in der Regel wieder verschwinden.

Ein anschauliches Bild zum besseren Verständnis

Stellen Sie sich einen Schwamm aus feinem Gitter vor. Trocken sind die Gitterfäden unsichtbar. Tränkt man ihn, quellen die Fäden auf, und plötzlich sieht man die feinen Linien des Gerüsts, wo sich das Wasser gesammelt hat. Kerley-Linien sind diese gequollenen Fäden im Lungengeflecht, nur sichtbar weil Flüssigkeit in die Stützfasern eingesickert ist — ein Zeichen, dass etwas Flüssigkeit in die Räume zwischen den Luftbläschen zurückstaut.

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