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Hydroureter

Warning

Also called: Harnleiterdilatation, Harnleitererweiterung, Ureterektasie, erweiterter Harnleiter, gestauter Harnleiter, geweiteter Harnleiter

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Was bedeutet das?

Der Harnleiter ist der dünne, muskulöse Schlauch, der Urin von jeder Niere zur Blase transportiert – normalerweise nicht breiter als ein Bleistift. Wird dieser Abfluss behindert oder verlangsamt, staut sich Urin zurück und der Schlauch weitet sich über sein übliches Maß hinaus. Radiologen bezeichnen diese Erweiterung als Hydroureter – im Grunde das Gegenstück am Harnleiter zu der Schwellung, die man bei einer Hydronephrose an der Niere sieht. Tatsächlich treten beide Befunde fast immer gemeinsam auf, da eine gestaute Niere fast zwangsläufig auch einen gestauten Harnleiter bedeutet.

Warum steht das im CT- oder MRT-Bericht?

Berichte vermerken üblicherweise, welche Seite betroffen ist, wie breit der Harnleiter gemessen wird und über welche Länge sich die Erweiterung erstreckt. Der Radiologe sucht außerdem nach dem Grund für die Erweiterung – ein Stein, der auf halber Strecke feststeckt, eine Engstelle durch eine frühere Operation oder Entzündung, eine von außen auf den Schlauch drückende Raumforderung, oder ein Abflusshindernis weiter unten an Blase oder Prostata. Ist die Ursache auf derselben Aufnahme erkennbar, wird sie im Bericht meist direkt benannt, statt den Befund unerklärt zu lassen.

Was bedeutet das meistens?

Ein zufällig entdeckter, nur leicht erweiterter Harnleiter kann ein Überbleibsel eines bereits abgegangenen Steins sein oder einfach eine normale Variante bei jemandem, dessen Harnwege etwas weiter als üblich angelegt sind. Häufiger jedoch weist ein Hydroureter auf eine aktive oder kürzlich aufgetretene Verlegung irgendwo auf dem Weg zur Blase hin. Nierensteine sind die häufigste Ursache, besonders wenn die Erweiterung an einer bestimmten Stelle abrupt endet. Weitere Ursachen sind Vernarbungen nach früheren Infektionen oder Operationen, ein von außen auf den Harnleiter drückender Tumor, und bei Männern eine vergrößerte Prostata, die den Blasenausgang blockiert und den Druck auf beide Harnleiter zurückstaut. Da Niere und Harnleiter ein gemeinsames Leitungssystem bilden, kann eine anhaltende Verlegung irgendwo entlang dieser Strecke mit der Zeit die Filterfunktion der Niere beeinträchtigen – deshalb wird dieser Befund selten ignoriert, auch wenn er keine Schmerzen verursacht.

Wann sollten Sie das abklären lassen?

Sprechen Sie diesen Befund bei Ihrem Arzt an, besonders wenn der Bericht eine mäßige oder starke Erweiterung, einen sichtbaren Stein oder eine Engstelle an einer bestimmten Stelle beschreibt. Plötzliche, starke Schmerzen in der Flanke oder im Unterbauch, Blut im Urin, Fieber mit Schüttelfrost oder die Unfähigkeit, Wasser zu lassen, sind Warnzeichen, die eine rasche ärztliche Versorgung erfordern, manchmal noch am selben Tag. Ihr Arzt wird üblicherweise die Nierenfunktion mit einer Blutuntersuchung prüfen und entscheiden, ob die zugrunde liegende Ursache behandelt werden muss – etwa den Steinabgang abwarten, eine Harnleiterschiene einlegen oder eine strukturelle Engstelle beheben – oder ob eine abwartende Kontrolle mit einer Verlaufsaufnahme ausreicht.

Einfach erklärt

Stellen Sie sich einen Gartenschlauch vor, der von einem Wassertank zu einem Abfluss führt. Wird der Schlauch irgendwo eingeklemmt, staut sich das Wasser zurück, und der Schlauch bläht sich oberhalb der Klemmstelle bis zurück zum Tank auf. Der Harnleiter ist dieser Schlauch, die Niere ist der Tank, und der Hydroureter ist genau dieser aufgeblähte Schlauchabschnitt – ein Hinweis, der dem Arzt zeigt, wo entlang der Leitung genau nach der Engstelle zu suchen ist.

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