Humerus
Also called: Humeri, Humerusfraktur, Oberarm, Oberarmknochen, Os humeri
Was der Begriff bedeutet
Der Humerus ist der medizinische Fachbegriff für den Oberarmknochen – den einzigen langen Knochen zwischen Schulter und Ellenbogen. Sein gerundetes oberes Ende bildet den Hüftkopf des Schultergelenks, der in einer flachen Pfanne am Schulterblatt sitzt, und sein unteres Ende verbindet sich mit den beiden Unterarmknochen, um den Ellenbogen zu bilden. Er dient vielen Muskeln von Arm und Schulter als Ansatz- und Ursprungspunkt.
Warum es im CT-, MRT- oder Röntgenbericht erscheint
Radiologinnen und Radiologen beschreiben den Humerus bei der Beurteilung von Frakturen (häufig am oberen Ende nach einem Sturz auf die Schulter sowie in der Mitte oder am Ellenbogen nach direkter Verletzung), der Ausrichtung, der Knochendichte sowie möglicher Herde im Knochen. Außerdem werden die Gelenkflächen an Schulter und Ellenbogen sowie die ansetzenden Sehnen beurteilt. Die Nennung des Humerus verweist auf den Oberarm, die Schulter oder den Ellenbogen, je nachdem, welcher Teil beschrieben wird.
Was der Befund in der Regel bedeutet
Die meisten Berichte nennen den Humerus, um den Ort eines Befundes zu bezeichnen; das Wort allein gibt keinen Anlass zur Besorgnis. Beruhigende Formulierungen sind intakt, regelrechte Ausrichtung und keine Fraktur. Häufige, gut behandelbare Befunde sind leichter Verschleiß an Schulter oder Ellenbogen und kleine Knochensporne, die mit dem Alter auftreten. Aufmerksamkeit verdienen eine Fraktur (besonders am oberen Knochenende nach einem Sturz, was bei älteren Menschen sehr häufig ist), ein Herd im Knochen oder eine Schultergelenksluxation. Viele Oberarmfrakturen heilen gut mit einer Schlinge und Zeit statt mit einer Operation. Wie immer ist der Knochenname nur eine Ortsangabe; die eigentliche Bedeutung liegt in der dazugehörigen Beschreibung und ihrem Zusammenhang mit Ihren Beschwerden.
Wann Sie einen Termin vereinbaren sollten
Der Begriff allein erfordert keine Maßnahme. Fragen Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt nach dem jeweiligen Befund. Leichter Gelenkverschleiß wird in der Regel konservativ behandelt. Eine Fraktur oder Luxation erfordert eine zeitnahe Abklärung. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe, wenn der Arm nach einer Verletzung sichtbar verformt ist, nicht bewegt werden kann, stark geschwollen ist oder die Hand taub, kraftlos, blass oder kalt wird – dies kann auf Druck auf Nerven oder Blutgefäße hinweisen.
Ein anschauliches Bild zum Verständnis
Stellen Sie sich den langen Griff eines Tennisschlägers vor. An einem Ende weitet er sich zu einem gerundeten Knopf, der sich frei in einer flachen Schale dreht – das ist Ihre Schulter, die dem Arm ermöglicht, sich in fast jede Richtung zu drehen. Das andere Ende bildet mit dem Unterarm ein Scharnier, das Ihnen den Ellenbogen gibt. Der gerade Griff dazwischen ist der Oberarmknochen.
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