Hämatom
NormalAlso called: Blutansammlung, Bluterguss, Bluttasche, Weichteilhämatom, abgekapseltes Hämatom, hämorrhagische Ansammlung, posttraumatisches Hämatom
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Was bedeutet das?
Ein Hämatom ist eine örtlich begrenzte Blutansammlung, die aus einem Gefäß ausgetreten ist und sich im Gewebe angesammelt hat, statt innerhalb eines normalen Gefäßes zu zirkulieren. Es handelt sich im Grunde um einen Bluterguss, bei dem genug Blut an einer Stelle zusammenkommt, um eine deutlich abgrenzbare Ansammlung zu bilden, und er kann praktisch überall im Körper auftreten – unter der Haut, im Muskel, um ein Organ herum oder innerhalb des Schädels.
Warum steht das im CT- oder MRT-Befund?
Hämatome haben in der Bildgebung ein recht charakteristisches Erscheinungsbild, das sich mit zunehmendem Alter verändert. Im CT erscheint frisches Blut hell (dicht) und wird über Tage bis Wochen zunehmend dunkler, während es sich abbaut; im MRT durchläuft das Erscheinungsbild eine erkennbare Abfolge von Signalveränderungen, die eine grobe Einschätzung des Blutungsalters ermöglichen. Radiologinnen und Radiologen beschreiben Lage und Größe sowie, ob das Hämatom aktiv größer zu werden scheint (was auf eine anhaltende Blutung hindeutet) oder stabil ist – eine der wichtigsten Unterscheidungen für das weitere Vorgehen.
Was bedeutet das in der Regel?
Die meisten Hämatome haben eine naheliegende Ursache: einen Sturz, einen Schlag, einen operativen oder nadelbasierten Eingriff oder ein kleineres Trauma, an das man sich zum Zeitpunkt der Untersuchung nicht immer erinnert. Sie treten außerdem häufiger bei Menschen auf, die Blutverdünner einnehmen oder eine erhöhte Blutungsneigung haben, da selbst kleinere Verletzungen dann zu größeren Ansammlungen führen können. Kleine Hämatome in Weichteilen oder Muskeln sind sehr häufig und bilden sich meist von selbst zurück, während der Körper das angesammelte Blut über ein bis wenige Wochen allmählich abbaut und resorbiert – dabei kann vorübergehend eine Hautverfärbung sichtbar werden. Größere Hämatome oder solche in begrenzten Räumen wie im Schädelinneren oder um ein Organ herum werden engmaschiger beobachtet, da dort weniger Platz für Schwellung und Druckaufbau vorhanden ist, ohne dass Probleme entstehen.
Wann sollte man das abklären lassen?
Kleine, stabile Hämatome in Muskel oder Weichteilgewebe brauchen meist nur Zeit und, bei Schmerzen, Schonung sowie frei verkäufliche Schmerzmittel – eine aktive Behandlung ist in der Regel nicht erforderlich. Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, wenn die Stelle rasch größer wird, ungewöhnlich schmerzhaft ist oder Sie Blutverdünner einnehmen, da Ihr Behandlungsteam dann möglicherweise engmaschiger kontrollieren oder die Medikation anpassen möchte. Bei einem Hämatom in der Nähe des Gehirns oder eines wichtigen Organs folgen Sie dem konkreten Kontrollplan Ihrer Ärztin oder Ihres Arztes und suchen Sie umgehend Hilfe bei neu auftretender Verwirrtheit, zunehmenden Kopfschmerzen, Schwäche oder Atemnot.
Ein anschauliches Bild dafür
Stellen Sie sich ein kleines Leck in einem Gartenschlauch vor, das in den umliegenden Boden spritzt, statt in einen nahen Bach abzufließen. Das Wasser sammelt sich an einer Stelle, verdunkelt den Boden ringsum und versickert dann langsam über die folgenden Tage. Ein Hämatom verhält sich im Körper genauso – Blut, das sich an einer Stelle angesammelt hat und dessen einzige „Aufgabe“ in den kommenden Wochen darin besteht, allmählich resorbiert und abgebaut zu werden.
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