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Haglund-Exostose

Normal

Also called: Fersenhöcker, Haglund-Ferse, Haglund-Syndrom, Pumpenhöcker, knöcherner Fersenvorsprung, retrocalcaneare Exostose

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Was bedeutet das?

Die Haglund-Exostose ist ein vergrößerter, knöcherner Vorsprung am hinteren oberen Rand des Fersenbeins (Calcaneus), genau dort, wo die Achillessehne kurz vor ihrem eigentlichen Ansatz vorbeiläuft. Der Vorsprung selbst ist schlicht eine zusätzliche Knochenkontur – eine Formvariante, keine Verletzung oder Krankheit –, doch seine Lage ist entscheidend, denn genau dort reiben Schuh und Achillessehne dagegen.

Im Volksmund wird sie auch „Pumpenhöcker“ genannt, weil sie besonders durch Schuhe mit starrer Fersenkappe – Pumps, feste Businessschuhe oder Schlittschuhe – gereizt wird, die direkt auf diese Stelle drücken.

Warum steht das im CT- oder MRT-Befund?

Die Haglund-Exostose ist meist schon auf einem einfachen Röntgenbild als vergrößerte, vorspringende Fersenkante zu erkennen, wird aber oft im MRT näher untersucht, wenn wegen Fersen- oder Achillessehnenschmerzen eine Bildgebung erfolgt. Der Befund beschreibt den Knochenvorsprung selbst und vor allem, ob Zeichen einer begleitenden Reizung vorliegen – etwa eine Entzündung des kleinen, flüssigkeitsgefüllten Schleimbeutels (Bursa) zwischen Sehne und Knochen, eine Verdickung oder Degeneration der Achillessehne am Ansatz, oder Flüssigkeit und Schwellung im umliegenden Weichteilgewebe.

Was bedeutet das in der Regel?

Viele Menschen haben eine gewisse Ausprägung der Haglund-Exostose, ohne je Beschwerden zu bemerken – es handelt sich um eine Formvariante, die häufig rein zufällig bei einer Untersuchung aus anderem Anlass auffällt. Klinisch bedeutsam wird sie, und erhält dann die Bezeichnung „Haglund-Syndrom“, wenn der Vorsprung groß genug ist oder der Druck durch das Schuhwerk anhaltend genug, um eine fortlaufende Reizung auszulösen: Schmerzen und Druckempfindlichkeit an der Fersenrückseite, eine sicht- oder tastbare gerötete, verdickte Stelle unter der Haut, manchmal auch eine Schwellung, die sich bei bestimmtem Schuhwerk oder Belastung verschlimmert. Diese Kombination aus Knochenvorsprung, Schleimbeutelentzündung und Sehnenreizung entwickelt sich meist allmählich und tritt häufiger bei Menschen auf, die regelmäßig Schuhe mit starrer Fersenkappe tragen oder Sportarten mit wiederholtem Druck auf die Ferse ausüben.

Wann sollte man das abklären lassen?

Ist der Befund ansonsten ein Zufallsbefund und Sie haben keine Fersenschmerzen, ist meist keine weitere Maßnahme nötig. Bei Schmerzen, Schwellung oder einer druckempfindlichen Vorwölbung an der Fersenrückseite lohnt sich ein Gespräch mit einer Ärztin, einem Arzt oder einer Podologin – die Erstbehandlung ist in der Regel einfach: weichere Schuhe ohne starre Fersenkappe oder offene Fersen, Fersenpolster, Dehnübungen und entzündungshemmende Maßnahmen, und die meisten Betroffenen bessern sich ohne Operation. Anhaltende Schmerzen, die über mehrere Monate nicht auf Schuhwechsel und konservative Maßnahmen ansprechen, oder Schmerzen, die das Gehen beeinträchtigen, sollten genauer untersucht werden, da in einer Minderheit der Fälle ein Eingriff zur Abtragung des Knochenvorsprungs hilfreich sein kann.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich die Fersenrückseite wie die Ecke eines Regalbretts vor, die etwas weiter herausragt als der Rest der Konstruktion. Meist liegt sie einfach da, unbemerkt. Reibt aber ständig etwas an dieser Ecke – ein steifer Schuh, der tausendfach am Tag daran entlangstreift –, reizt die Reibung irgendwann Haut und Weichteilpolster genau an dieser Stelle. Diese scharfe Ecke abzurunden, oder den Kontakt einfach mit weicheren Schuhen zu vermeiden, reicht meist schon aus, um die Reizung zu stoppen.

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