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Gliose

Also called: Astrogliose, Hirnnarbe, chronische Gliose, gliale Vernarbung, gliales Narbengewebe, gliotische Veränderungen, reaktive Gliose

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Was es bedeutet

Gliose ist die Narbe des Gehirns. Werden Hirnzellen geschädigt — durch einen Schlag auf den Kopf, einen Schlaganfall, eine Infektion, eine Entzündung oder auch nur die gewöhnliche Abnutzung kleiner Blutgefäße über die Jahre —, vermehren sich die umgebenden Stützzellen, die sogenannten Gliazellen, und lagern sich um den geschädigten Bereich, um ihn aufzuräumen und zu stabilisieren. Was zurückbleibt und im Bild sichtbar wird, ist ein kleiner Gewebebereich mit anderem Signal als gesundes Hirngewebe, meist als heller Fleck in bestimmten MRT-Sequenzen erkennbar.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Radiologinnen und Radiologen verwenden den Begriff Gliose, um eine Stelle zu beschreiben, die wie eine alte, ausgeheilte Verletzung aussieht und nicht wie etwas Aktives oder Wachsendes. Im Befund wird häufig eine wahrscheinliche Ursache mitgenannt, etwa „Gliose, vereinbar mit Zustand nach früherer Schädigung“, „chronische mikrovaskuläre Gliose“ oder „Gliose vereinbar mit altem ischämischem Schaden“. Auch die Lage spielt eine Rolle: Gliose nahe der Hirnoberfläche kann auf ein früheres Trauma hindeuten, während verstreute Herde tief in der weißen Substanz häufiger eine kleine Gefäßerkrankung im Zusammenhang mit Blutdruck, Alter oder Migräne widerspiegeln.

Was es normalerweise bedeutet

In den meisten Fällen ist Gliose einfach die sichtbare Spur von etwas, das bereits geschehen und vollständig ausgeheilt ist — sie ist keine eigenständige aktive Erkrankung und breitet sich nicht aus. Kleine, verstreute Gliose-Herde, besonders bei Menschen über 50, sind ein äußerst häufiger Zufallsbefund und stehen oft in keinem Zusammenhang mit aktuellen Beschwerden. Größere oder umschriebenere Gliose kann die Stelle eines früheren Schlaganfalls, einer Kopfverletzung, eines Anfallsherdes oder einer Infektion markieren, und in diesem Zusammenhang erklärt sie, warum eine Aufnahme so aussieht, wie sie aussieht, statt auf etwas Neues hinzuweisen. Gliose selbst entwickelt sich nicht zu einem Tumor und wird nicht zu Krebs.

Wann Sie nachfragen sollten

Wird Gliose als Zufallsbefund, altersbedingt oder chronisch beschrieben und haben Sie keine neuen Beschwerden, ist in der Regel keine gesonderte Maßnahme nötig, außer es Ihrem Hausarzt oder Ihrer Hausärztin zu erwähnen. Ein genaueres Gespräch lohnt sich, wenn der Befund die Gliose mit einer bekannten Anfallserkrankung, einem früheren Schlaganfall oder einer Kopfverletzung in Verbindung bringt, da Gliose gelegentlich Jahre später mit Anfällen einhergehen kann und Ihr Arzt sie möglicherweise im Auge behalten möchte. Suchen Sie umgehend ärztliche Hilfe bei neuen Symptomen wie Krampfanfällen, plötzlicher Schwäche, Verwirrtheit oder Seh- oder Sprachveränderungen, da diese unabhängig von einem alten Gliose-Befund eine eigene Abklärung verdienen.

Ein anschauliches Bild dafür

Denken Sie an eine blasse Narbe, die nach einer vollständig verheilten Schnittwunde auf der Haut zurückbleibt. Das Narbengewebe ist fester und sieht anders aus als die Haut ringsherum, aber es ist keine offene Wunde, nicht infiziert und wächst nicht — es ist einfach das Zeichen von etwas, das geschehen ist und bereits abgeheilt ist. Ein Radiologe, der Gliose in einem Gehirnscan betrachtet, liest gewissermaßen eine alte Narbe und erkennt, wo und wann die Heilung wahrscheinlich stattgefunden hat.

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