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Foraminale Enge (Neuroforamenstenose)

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Also called: Einengung des Nervenausgangs, Foramenstenose, Nervenkanalenge, Nervenwurzelkanalenge, Neuroforamenstenose, foraminale Stenose, neurale Foramenstenose

Was es bedeutet

An jeder Etage der Wirbelsäule befinden sich beiderseits der Wirbelknochen kleine Öffnungen. Diese sind die seitlichen Ausgänge, durch die die Nervenwurzeln den Wirbelkanal verlassen und zu einem Arm, dem Brustkorb oder einem Bein ziehen. Der medizinische Fachbegriff für eine solche Öffnung ist Foramen. Eine Enge bedeutet, dass die Öffnung sich verkleinert hat – in der Regel infolge von Arthrose, einer vorgewölbten Bandscheibe oder einem leicht verschobenen Wirbelkörper – sodass der Nerv weniger Platz hat, hindurchzutreten.

Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint

Im Befund werden die Etage (zum Beispiel L4–L5), die Seite (links, rechts oder beidseitig) und der Schweregrad (leicht, mittelgradig, ausgeprägt) angegeben. Der Radiologe benennt häufig auch die Ursache: knöcherne Ausziehungen durch Arthrose, eine Bandscheibe, die die Öffnung von vorn einengt, oder verdickte Bänder, die von hinten einengen. Foraminale Engen werden üblicherweise zusammen mit dem zentralen Spinalkanal beschrieben – der zentrale Kanal ist der Haupttunnel, die Foramina sind die seitlichen Ausgänge.

Was es normalerweise bedeutet

Eine leichte Enge ist nach der Lebensmitte häufig und verursacht oft keinerlei Beschwerden – der Nerv hat noch ausreichend Platz, und der Bildgebungsbefund allein ist keine Diagnose. Eine mittelgradige oder ausgeprägte Enge ist eher mit Beschwerden verbunden, und das Muster ist recht charakteristisch: Schmerzen, Kribbeln oder Taubheitsgefühl, die dem Verlauf einer einzigen Nervenwurzel in einen Arm oder ein Bein folgen, meist einseitig. Jede Wirbeletage versorgt einen bestimmten Hautstreifen und eine bestimmte Muskelgruppe, sodass Ärzte häufig aus dem Ort der Beschwerden ableiten können, welches Foramen betroffen ist. Wie bei den meisten Wirbelsäulenbefunden gilt: Die Übereinstimmung zwischen Bild und Beschwerden zählt mehr als das Bild allein – viele Menschen mit einer Neuroforamenstenose im Bild fühlen sich völlig beschwerdefrei.

Wann sollten Sie zum Arzt gehen

Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie einseitige Arm- oder Beinschmerzen haben, die entlang einer Linie verlaufen, Taubheitsgefühle oder Kribbeln in einem umschriebenen Hautbereich oder eine Gliedmaße, die an Kraft verloren hat – ein schwacher Griff, ein hängender Fuß oder ein ungeschickter Daumen. Die Behandlung beginnt in der Regel konservativ mit Physiotherapie, entzündungshemmenden Medikamenten, Haltungskorrektur und abwartender Haltung. Injektionen oder Operationen kommen in Betracht, wenn die Beschwerden stark sind oder sich nicht bessern. Rasch einsetzende Kraftlosigkeit, Kontrollverlust über Blase oder Darm oder Taubheit im Dammbereich sind Warnsignale und erfordern sofortige medizinische Versorgung.

Wie man es sich vorstellen kann

Stellen Sie sich einen Flur mit einer Reihe von Seitentüren vor, durch die eine Person seitwärts in verschiedene Räume gelangt. Wenn ein Türrahmen von innen anschwillt – ein Kleiderständer rückt hinein, die Wand verdickt sich, der Boden hebt sich leicht – kann die Person noch hindurchschlüpfen, streift aber jedes Mal mit der Schulter an. Dieses Streifen, das sich bei jeder Bewegung wiederholt, ist das, was eine gereizte Nervenwurzel in einem eingeengten Foramen verspürt.

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