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Plattfuß (Pes planus)

Normal

Also called: Knick-Senkfuß, Pes planus, Plattfußdeformität, Senkfuß, abgeflachtes Fußgewölbe, erworbene Plattfußdeformität

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Was es bedeutet

Ein Plattfuß, medizinisch Pes planus, beschreibt einen Fuß, bei dem das Längsgewölbe an der Innenseite — die natürliche Wölbung, die einen Teil der Sohle normalerweise vom Boden abhebt — niedriger als üblich oder gar nicht vorhanden ist, sodass der ganze Fuß beim Stehen aufsetzt. Es handelt sich nicht um eine einzelne Krankheit, sondern um eine Beschreibung der Fußform, die von einer milden, flexiblen Variante, mit der manche Menschen einfach geboren werden, bis zu einer ausgeprägteren, mitunter starren Veränderung reicht, die sich erst im Laufe des Lebens entwickelt.

Warum es im CT- oder MRT-Befund auftaucht

Ein Plattfuß wird häufig als Zufallsbefund in einer Bildgebung erwähnt, die aus einem anderen Grund erfolgte, oder er ist gezielter Untersuchungsgegenstand bei Fuß- oder Sprunggelenkschmerzen. Im Befund wird meist beschrieben, ob das abgeflachte Gewölbe flexibel ist (es kommt beim Entlasten oder auf Zehenspitzen wieder zum Vorschein) oder starr, und ob es begleitende Befunde gibt, die einen neu aufgetretenen Plattfuß erklären könnten — etwa einen Riss oder eine Degeneration der Tibialis-posterior-Sehne, einer wichtigen Sehne, die das Gewölbe mitträgt, sowie eine begleitende Gelenkarthrose, Bandlockerung oder Fehlstellung der Knochen im Mittel- und Rückfuß.

Was es normalerweise bedeutet

Ein seit der Kindheit bestehender, flexibler Plattfuß ist sehr häufig — er betrifft einen erheblichen Teil der Bevölkerung — und verursacht bei den meisten Betroffenen keine Beschwerden und keinen Behandlungsbedarf; der Fuß hat einfach von Natur aus ein niedrigeres Gewölbe und funktioniert gut. Ein Plattfuß, der sich erst später im Leben entwickelt, insbesondere bei Erwachsenen über 40, ist ein anderer Fall und meist auf eine allmähliche Abnutzung und Schwächung der Tibialis-posterior-Sehne zurückzuführen, manchmal auch erworbener Plattfuß des Erwachsenen genannt. Schwächt sich diese Sehne, sackt das Gewölbe zunehmend ab, die Gewichtsverteilung im Fuß verändert sich, und es können Schmerzen an der Innenseite des Sprunggelenks, im Gewölbe selbst oder — mit fortschreitender Fehlstellung — auch am äußeren Fußrand auftreten. Weitere Ursachen sind Arthrose, Bandverletzungen oder Nervenerkrankungen, die die kleinen, das Gewölbe stützenden Muskeln betreffen.

Wann Sie nachfragen sollten

Ein flexibler, lebenslang bestehender Plattfuß ohne Schmerzen benötigt in der Regel keine gezielte weitere Abklärung — stützendes Schuhwerk oder eine Einlage mit Gewölbeunterstützung reichen für zusätzlichen Komfort völlig aus. Ein Arzt- oder Podologiebesuch lohnt sich, wenn ein Plattfuß neu auftritt, sich zunehmend verstärkt oder mit Schmerzen, einer Schwellung an der Innenseite des Sprunggelenks oder einer sichtbar veränderten Fußform einhergeht, denn eine frühzeitig erkannte Schädigung der Tibialis-posterior-Sehne lässt sich oft mit Orthesen und Physiotherapie aufhalten, bevor das Gewölbe weiter absackt. Eine plötzliche Unfähigkeit, sich auf einem Bein auf die Zehenspitzen zu stellen, oder eine rasch fortschreitende Fehlstellung sollte zeitnah abgeklärt werden.

Ein anschauliches Bild dafür

Stellen Sie sich das Fußgewölbe wie eine Hängebrücke vor, die von einem stabilen Tragkabel an ihrer Unterseite gehalten wird. Manche Brücken sind von vornherein mit einem niedrigeren, flacheren Bogen gebaut und tragen den Verkehr trotzdem problemlos. Andere beginnen mit einem normalen Bogen, doch wenn das tragende Kabel über Jahre der Belastung allmählich ausfranst und sich dehnt, sackt die Brücke selbst immer weiter durch, und die ungleiche Beanspruchung kann sich an den stärker belasteten Stellen als Risse und Verschleiß zeigen.

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