Femoroazetabuläres Impingement (FAI)
WarningAlso called: Cam-Impingement, Cam-Pincer-Impingement, FAI, Hüftimpingement, Pincer-Impingement, femoroazetabuläres Impingement-Syndrom, hüftgelenknahes Impingement
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Was es bedeutet
Die Hüfte ist ein Kugelgelenk: Der runde Kopf des Oberschenkelknochens (Femur) sitzt in einer von der Beckenschaufel gebildeten Pfanne (Azetabulum). Bei einem kleinen, aber nicht seltenen Teil der Menschen entwickelt eine oder beide dieser Flächen eine Form, die nicht ganz genug Spielraum lässt, sodass Kopf und Pfannenrand bei tiefen oder drehenden Bewegungen aneinanderstoßen. Radiologen unterscheiden zwei Muster, die oft gemeinsam auftreten: das „Cam“-Impingement, bei dem der Hüftkopf statt einer perfekten Rundung eine knöcherne Vorwölbung aufweist, und das „Pincer“-Impingement, bei dem der Pfannenrand weiter über den Kopf hinausragt als üblich.
Warum es im CT- oder MRT-Befund erwähnt wird
Das MRT, manchmal kombiniert mit einer Gelenkinjektion (MR-Arthrographie), liefert die meisten Details, während das CT häufig genutzt wird, um die Knochenform bei geplanten Operationen präzise darzustellen. Im Befund wird die Form des Übergangs zwischen Hüftkopf und Schenkelhals beschrieben (oft anhand eines Messwerts namens Alpha-Winkel), die Tiefe und Überdachung der Pfanne, und – wichtig – ob das Labrum, der Knorpelring am Pfannenrand, einen Riss zeigt oder der Gelenkknorpel frühe Verschleißzeichen aufweist. Die Kombination aus Cam- oder Pincer-Form und Labrum- oder Knorpelschaden ist es, die den Befund mit Hüftschmerzen in Verbindung bringt.
Was es normalerweise bedeutet
Cam- und Pincer-Formen sind erstaunlich häufig in der Allgemeinbevölkerung, auch bei Menschen ganz ohne Hüftbeschwerden – Studien an jungen Sportlern finden diese Knochenform regelmäßig bei schmerzfreien Hüften, besonders in Sportarten mit wiederholter Hüftbeugung wie Fußball, Hockey und Tanz. Wenn Beschwerden auftreten, ist das typische Muster ein Leistenschmerz, der bei tiefer Hüftbeugung zunimmt – tiefes Sitzen, Aussteigen aus dem Auto, Schuhebinden, tiefe Kniebeugen –, manchmal begleitet von Einklemmen, Klicken oder einem Instabilitätsgefühl. Die meisten Betroffenen bessern sich durch Physiotherapie mit Fokus auf Hüft- und Rumpfkontrolle, Anpassung der Aktivität und Zeit. Eine Operation zur Umformung des Knochens und Reparatur des Labrums (häufig arthroskopisch) wird bei jenen erwogen, die trotz konsequenter konservativer Behandlung keine Besserung zeigen, und die Ergebnisse sind meist am besten, wenn Bildbefund und Beschwerden klar übereinstimmen, statt dass die Form ein reiner Zufallsbefund ist.
Wann Sie nachfragen sollten
Vermerkt der Befund eine Cam- oder Pincer-Morphologie, Ihre Hüfte macht Ihnen aber keine Beschwerden, handelt es sich häufig um eine zufällige anatomische Variante, die keine Maßnahme erfordert. Haben Sie Leistenschmerzen, ein Klickgefühl oder eine eingeschränkte Beweglichkeit, ist eine auf Hüftmechanik ausgerichtete Physiotherapie ein sinnvoller erster Schritt. Suchen Sie einen Orthopäden oder Sportmediziner auf, wenn die Schmerzen trotz mehrmonatiger Rehabilitation anhalten, Sport oder Alltag einschränken oder die Hüfte einklemmt, blockiert oder nachgibt. Es gibt eine anhaltende Debatte darüber, ob eine unbehandelte FAI das langfristige Risiko einer Hüftarthrose erhöht, weshalb es sich lohnt, dies auch bei milden Beschwerden bei Ihrem Arzt anzusprechen.
Ein einfaches Bild dazu
Stellen Sie sich einen Türknauf vor, der sich frei in seiner Halteplatte drehen soll. Hat der Knauf eine leicht abgeflachte Kante, oder ist die Öffnung der Platte etwas zu eng, hakt das vollständige Drehen des Knaufs an einem bestimmten Punkt der Bewegung, statt gleichmäßig zu laufen. Die Hüfte funktioniert genauso – im Alltag erreicht man diesen Einklemmpunkt meist gar nicht, aber tiefes Beugen oder Drehen kann ihn finden, und das wiederholte Einklemmen ist es, was das Weichgewebe am Pfannenrand mit der Zeit abnutzt.
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