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Fettgewebsimbibierung

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Also called: Fettgewebsschleier, Fettgewebstrübung, Stranding, entzündliche Fettgewebsimbibierung, mesenteriale Imbibierung, perienterische Imbibierung, streifiges Fettgewebe

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Was sie bedeutet

Fettgewebe findet sich überall in Bauch und Becken, polstert und trennt die Organe voneinander und erscheint auf einer normalen CT-Aufnahme glatt und gleichmäßig dunkel. Entzündet sich das Gewebe neben einem Fettbereich, breitet sich diese Entzündung ein kurzes Stück in das umliegende Fett aus und verursacht dort eine leichte Schwellung und Flüssigkeitseinlagerung. Auf der Aufnahme zeigt sich das als feine, schleierartige graue Streifen im Fettgewebe statt der gewohnten glatten, dunklen Erscheinung – daher der Begriff „Imbibierung“ oder „Stranding“.

Warum sie im CT- oder MRT-Befund erwähnt wird

Diese Streifenbildung wird fast immer als unterstützender Hinweis erwähnt, nicht als Hauptbefund. Radiologen nutzen sie, um eine Entzündung zu bestätigen und zu lokalisieren – ein Schleier um den Blinddarm etwa spricht für eine Appendizitis, Streifenbildung um einen Dickdarmabschnitt für eine Divertikulitis, und Streifenbildung um die Bauchspeicheldrüse für eine Pankreatitis. Im Befund wird üblicherweise das betroffene Fettkompartiment benannt (periappendikulär, perikolisch, perirenal, mesenterial und so weiter) und mit dem Organ oder Prozess verknüpft, auf den es hinweist.

Was sie normalerweise bedeutet

Für sich genommen bedeutet Fettgewebsimbibierung lediglich, dass in der Nähe eine Entzündung, Reizung oder manchmal Flüssigkeit beziehungsweise Blut vorliegt – sie sagt nichts darüber aus, was sie verursacht hat. Die Ursache wird meist daran erkannt, was die Streifenbildung umgibt: ein entzündeter Blinddarm, ein infiziertes Divertikel, eine entzündete Bauchspeicheldrüse, ein Harnwegsinfekt oder auch ein Trauma beziehungsweise eine kürzliche Operation können alle dasselbe streifige Muster hervorrufen. Eine leichte Streifenbildung ohne weitere Befunde kann auch bei weniger ernsten Ursachen auftreten, etwa einer abklingenden Infektion oder einer geringfügigen Reizung. Der Kontext – Ihre Beschwerden, Laborwerte und welches Organ die Streifenbildung umgibt – macht aus diesem Zeichen erst eine Diagnose. Auch das Ausmaß spielt eine Rolle: ein zarter Schleier deutet oft auf einen geringfügigen, frühen oder abklingenden Prozess hin, während eine dichte, ausgedehnte Streifenbildung meist auf etwas Aktiveres hinweist, das zeitnah abgeklärt werden sollte.

Wann Sie nachfragen sollten

Da die Streifenbildung ein unterstützendes Zeichen und keine eigenständige Diagnose ist, hängt das weitere Vorgehen ganz von der im Befund genannten zugrunde liegenden Ursache ab. Steht sie im Zusammenhang mit einem Krankheitsbild wie Appendizitis oder Divertikulitis, gilt dessen jeweilige Dringlichkeit – oft noch am selben Tag oder als Notfall. Handelt es sich um einen leichten, zufälligen Befund ohne benannte Ursache, entscheidet Ihr Arzt, ob eine Behandlung nötig ist oder ob lediglich eine spätere Kontrolluntersuchung sinnvoll ist. Zunehmende Bauchschmerzen, Fieber oder ein zunehmendes Krankheitsgefühl zusammen mit diesem Befund erfordern zeitnahe ärztliche Abklärung.

Ein einfaches Bild dazu

Stellen Sie sich frisch gefallenen Schnee rund um ein Lagerfeuer vor. Dort, wo das Feuer brennt, wird der Schnee in unmittelbarer Nähe matschig und grau, durchzogen von Schmelzwasserstreifen, während der Schnee weiter entfernt knackig weiß bleibt. Der streifige, matschige Fleck verrät nicht genau, was da brennt – aber er zeigt genau, wohin man schauen muss. Fettgewebsimbibierung funktioniert genauso: Sie markiert den Bereich um eine Entzündungsquelle, die der Radiologe anschließend zu identifizieren versucht.

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