Wirbelgelenk (Facettengelenk)
Also called: Facette, Facettenarthropathie, Facettengelenke, Wirbelgelenk, Zygapophysealgelenk, apophysäres Gelenk, kleines Wirbelgelenk
Was es bedeutet
An jeder Etage der Wirbelsäule befinden sich an der Rückseite der Wirbelkörper zwei kleine Gelenke, eines links und eines rechts. Sie verbinden den darüberliegenden Wirbelkörper mit dem darunterliegenden und fungieren als Führungsschienen für die Bewegung – sie lassen die Wirbelsäule vorwärtsbeugen, zurücklehnen und drehen und halten die Wirbeletagen dabei in ihrer Ausrichtung. Jedes dieser Gelenke ist ein echtes Gelenk mit Knorpelüberzug auf den Gelenkflächen, einer Gelenkinnenhaut, die Gelenkflüssigkeit produziert, und einer Gelenkkapsel. Ältere Berichte verwenden gelegentlich den Fachbegriff „Zygapophysealgelenk".
Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint
Der Radiologe beschreibt diese Gelenke, wenn sie Verschleiß-, Entzündungs- oder Verdickungszeichen zeigen – oft als Facettenarthropathie, Facettenhypertrophie oder Facettenarthrose bezeichnet. Im Befund werden üblicherweise die Etage (häufig L4–L5 und L5–S1 in der Lendenwirbelsäule oder C5–C6 in der Halswirbelsäule), die Seite sowie der Schweregrad (leicht, mittelgradig, ausgeprägt) angegeben. Wenn das Gelenk so stark verdickt ist, dass ein benachbarter Nervenausgang eingeengt wird, kann dies ebenfalls vermerkt sein.
Was es normalerweise bedeutet
Verschleiß an diesen Gelenken zählt ab der Lebensmitte zu den häufigsten Befunden der Wirbelsäulenbildgebung, und die Mehrzahl der Betroffenen mit leichtem Gelenkverschleiß verspürt keinerlei Beschwerden – Studien an schmerzfreien Erwachsenen zeigen dieses Muster regelmäßig. Bei manchen Menschen können diese Gelenke jedoch eine echte Schmerzquelle sein: typischerweise ein dumpfer, einseitiger Rücken- oder Nackenschmerz, der bei Rückneigung schlimmer und beim Vorwärtsbeugen besser wird und in Gesäß, Oberschenkel oder Schulterblatt ausstrahlen kann. Schweregrad im Bild und Schmerzintensität korrelieren aber nur schwach miteinander. Viele Faktoren beeinflussen Rücken- und Nackenschmerzen – Muskelkonditionierung, Haltung, Schlaf, Stress –, und das Bild eines leichten Gelenkverschleißes ist selten die einzige Erklärung. Die Übereinstimmung von Beschwerden und Bildbefund entscheidet über die Behandlung.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen
Leichter Verschleiß ohne Nervenbeteiligung wird in der Regel mit den bewährten Grundmaßnahmen behandelt: regelmäßige Bewegung, Kräftigung der Rumpf- und Hüftmuskulatur, rückengerechte Haltungsgewohnheiten und ausreichend Zeit. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, wenn Sie anhaltende einseitige Rücken- oder Nackenschmerzen haben, die auf einfache Maßnahmen nicht ansprechen, Schmerzen, die in eine Gliedmaße entlang eines klar definierten Nervenverlaufs ausstrahlen, Taubheitsgefühle, Kribbeln oder Kraftminderung. Plötzliche Kraftlosigkeit, Kontrollverlust über Blase oder Darm oder Taubheit im Dammbereich sind Warnsignale und erfordern sofortige medizinische Versorgung.
Wie man es sich vorstellen kann
Stellen Sie sich einen Stapel Teller vor, die hinten durch zwei kleine Scharniere zusammengehalten werden. Die Scharniere halten die Teller in Linie und lassen den Stapel kippen und drehen, während die vordere Dämpfung (die Bandscheibe) den Druck abfängt. Nach vielen Jahren Benutzung können die Scharniere etwas rau an den Rändern werden – sie funktionieren noch, aber knirschen gelegentlich unter Last.
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