Ejektionsfraktion
Also called: Auswurffraktion, EF, Herzauswurfleistung, Herzpumpleistung, LVEF, kardiale Ejektionsfraktion, linksventrikuläre Ejektionsfraktion
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Was sie bedeutet
Die Ejektionsfraktion gibt an, wie viel Prozent des Blutes die linke Herzkammer – die Hauptpumpkammer des Herzens – mit jedem Herzschlag auswirft, gemessen an der Gesamtmenge, die sie unmittelbar vor der Kontraktion enthielt. Füllt sich die Kammer mit 100 Millilitern Blut und pumpt davon 60 aus, beträgt die Ejektionsfraktion 60 Prozent. Sie zählt zu den meistgenutzten Kennzahlen der Kardiologie, weil sie in einer einzigen Zahl zusammenfasst, wie gut die Pumpfunktion des Herzens erhalten ist.
Warum sie im CT- oder MRT-Befund erwähnt wird
Kardio-MRT und Herz-CT können das Volumen der linken Herzkammer sowohl in ihrem vollsten Zustand (Enddiastole) als auch in ihrem am stärksten zusammengezogenen Zustand (Endsystole) während des Herzzyklus messen, und die Ejektionsfraktion wird direkt aus dieser Differenz berechnet. Sie wird als Prozentwert angegeben, oft zusammen mit den tatsächlichen Kammervolumina sowie der Dicke und Beweglichkeit der Herzwand. Da diese Untersuchungen das Herz über viele Phasen hinweg in Bewegung erfassen, gelten sie als besonders präzises Verfahren zur Bestimmung dieses Wertes und werden häufig genutzt, um eine zunächst per Echokardiographie geschätzte Zahl zu überprüfen oder zu präzisieren.
Was sie normalerweise bedeutet
Eine normale Ejektionsfraktion, im Allgemeinen 55 bis 70 Prozent, zeigt, dass die linke Herzkammer sich bei jedem Schlag effizient entleert. Ein leicht verminderter Wert (41–49 Prozent) kann ein früher oder grenzwertiger Befund sein. Eine deutlich verminderte Ejektionsfraktion – typischerweise unter 40 Prozent – deutet darauf hin, dass der Herzmuskel schwächer pumpt, als er sollte. Ursachen können ein früherer Herzinfarkt, langjähriger Bluthochdruck, eine Herzklappenerkrankung, eine virale oder anderweitig bedingte Schädigung des Herzmuskels (Kardiomyopathie) oder verschiedene andere Faktoren sein, die Ihr Arzt abklären wird. Es ist auch möglich, Symptome einer Herzschwäche bei normaler oder nahezu normaler Ejektionsfraktion zu haben, da diese Zahl die Pumpkraft, nicht aber die Füllung und Entspannung des Herzens widerspiegelt – ein eigener, aber verwandter Aspekt der Herzfunktion.
Wann Sie nachfragen sollten
Eine normale Ejektionsfraktion, die im Rahmen einer Untersuchung aus anderem Anlass festgestellt wurde, ist in der Regel beruhigend und erfordert keine gesonderten Maßnahmen. Ein verminderter Wert, oder ein Wert in Kombination mit Symptomen wie Kurzatmigkeit, Beinschwellungen, Erschöpfung oder Atembeschwerden im Liegen, sollte zeitnah mit einem Kardiologen besprochen werden. Dieser kann das Gesamtbild – einschließlich der wahrscheinlichen Ursache – beurteilen und die Behandlung besprechen, die oft sehr wirksam ist, um sowohl den Messwert als auch das Befinden zu verbessern.
Ein einfaches Bild dazu
Stellen Sie sich die Hauptkammer des Herzens wie eine Hand vor, die einen Wasserballon zusammendrückt. Ein kräftiges, vollständiges Zusammendrücken presst jedes Mal den Großteil des Wassers heraus – ein hoher Prozentwert. Ein schwächeres oder unvollständiges Zusammendrücken lässt mehr Wasser im Ballon zurück – ein niedrigerer Prozentwert. Die Ejektionsfraktion misst einfach, wie gründlich dieses Zusammendrücken Schlag für Schlag gelingt.
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