Divertikulose
NormalAlso called: Darmausbuchtungen, Dickdarmausbuchtungen, Dickdarmdivertikel, Divertikel, Divertikelkrankheit, Kolondivertikulose, Sigma-Divertikulose
Was es bedeutet
Die Dickdarmwand hat normalerweise eine glatte, gleichmäßige Kontur. Im Laufe der Zeit können sich an Schwachstellen kleine ballonähnliche Ausbuchtungen bilden, die durch die Muskelschicht nach außen stülpen. Diese Ausbuchtungen werden Divertikel genannt; ihr Vorhandensein bezeichnet man als Divertikulose. Im CT oder MRT sieht der Radiologe kleine Aussackungen entlang der Darmwand, am häufigsten im Sigma – dem unteren linken Abschnitt des Dickdarms.
Warum es im CT- oder MRT-Bericht erscheint
Im Befund wird üblicherweise angegeben, wo die Divertikel sitzen, wie viele es sind (einzelne oder zahlreiche) und ob eines davon entzündet aussieht. Ein unauffälliger Befund beschreibt unkomplizierte Ausbuchtungen ohne Umgebungsreaktion, Flüssigkeit oder Wandverdickung. Ist einer der Divertikel entzündet – was als Divertikulitis bezeichnet wird –, sagt der Radiologe dies ausdrücklich und beschreibt die umgebende Entzündung, etwaige kleine Flüssigkeitsansammlungen oder Zeichen einer Perforation. Dieser Unterschied zwischen stillen Ausbuchtungen und einem entzündeten Divertikel ist das Wichtigste im Befund.
Was es normalerweise bedeutet
Die Divertikel selbst sind sehr häufig und in westlichen Bevölkerungen weitgehend ein Merkmal des normalen Alterns – nach dem 60. Lebensjahr haben mehr als die Hälfte aller Erwachsenen solche Ausbuchtungen. Die meisten wissen davon nichts. Medizinisch relevant werden sie in drei Situationen: bei einem entzündeten Divertikel mit Schmerzen und Fieber (Divertikulitis), bei einer schmerzlosen Blutung aus einem Divertikel in den Stuhl oder bei seltenen Komplikationen wie einem kleinen Loch in der Darmwand oder einer Verbindung zwischen Darm und einem Nachbarorgan. Das bloße Vorhandensein von Divertikeln erfordert keine Behandlung. Eine ballaststoffreiche Ernährung, ausreichend Flüssigkeit und regelmäßige Bewegung werden häufig empfohlen, da sie möglicherweise das Risiko einer entzündlichen Episode verringern, wenn auch die Belege dafür nicht eindeutig sind.
Wann sollten Sie zum Arzt gehen
Beschreibt der Befund nur Divertikel ohne Entzündung und ohne Komplikationen, ist dies in der Regel ein beruhigender Zufallsbefund, kein Problem. Erwähnen Sie ihn beim nächsten Routinetermin, damit er in Ihrer Akte vermerkt ist. Plötzliche Schmerzen im linken Unterbauch mit Fieber, anhaltende Übelkeit, schmerzlose hellrote Blutung aus dem After oder eine tastbare druckempfindliche Verhärtung im Bauch sind Warnsymptome, die auf ein entzündetes oder blutendes Divertikel hinweisen und zeitnah ärztlich abgeklärt werden sollten. Bei wiederkehrenden Episoden wird gelegentlich eine Vorstellung beim Koloproktologen empfohlen.
Wie man es sich vorstellen kann
Stellen Sie sich den Schlauch eines alten Fahrradreifens vor. Nach jahrelangem Druck bilden sich an Schwachstellen kleine Bläschen, die durch den Gummi nach außen wölben. Der Schlauch funktioniert noch einwandfrei – Luft strömt, das Fahrrad rollt –, aber diese Bläschen sind dauerhaft da. Die meisten bleiben für den Rest der Lebenszeit des Schlauchs ruhig. Probleme entstehen nur, wenn sich eines entzündet, Fremdkörper einklemmt oder platzt. Die Divertikel im Dickdarm verhalten sich genau so.
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