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Divertikulitis

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Also called: Dickdarmdivertikulitis, Divertikelentzündung, Divertikelkrankheit, Sigmadivertikulitis, akute Divertikulitis, entzündete Divertikel

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Was es bedeutet

Mit zunehmendem Alter bilden sich häufig kleine Ausstülpungen, sogenannte Divertikel, an der Darmwand. Sind diese einfach nur vorhanden, spricht man von Divertikulose – meist ein stiller, harmloser Befund. Eine Divertikulitis entsteht, wenn eines dieser Divertikel sich entzündet oder infiziert. Der Unterschied ist wichtig: Das eine ist ein harmloser struktureller Befund, das andere ein akutes Problem, das häufig behandelt werden muss.

Warum sie im CT- oder MRT-Befund erwähnt wird

Die CT ist die wichtigste Untersuchung bei Verdacht auf Divertikulitis. Im Befund werden entzündete Divertikel, eine Verdickung der Darmwand und eine „Fettgewebsimbibierung“ beschrieben – ein unscharfes, schleieriges Erscheinungsbild des Fettgewebes um den Darm, das auf eine Entzündung hinweist. Wichtig ist auch, dass die Untersuchung nach Komplikationen sucht: einer abgekapselten Eiteransammlung (Abszess), einer kleinen Perforation mit freier Luft oder einem Darmverschluss. Meist betroffen ist der Sigmadarm im linken Unterbauch, wo die meisten Fälle auftreten.

Was es normalerweise bedeutet

Die meisten Fälle verlaufen unkompliziert und bessern sich mit Behandlung – Schonung, Ernährungsanpassung und gegebenenfalls Antibiotika – oft ohne Krankenhausaufenthalt. Eine komplizierte Divertikulitis mit Abszess, Perforation oder Verschluss ist ernster und kann eine Drainage oder Operation erfordern. Nach der Genesung wird manchmal einige Wochen später eine Darmspiegelung empfohlen, um die Schleimhaut des übrigen Darms zu überprüfen. Langfristig hilft vor allem eine ballaststoffreiche Ernährung zur Vorbeugung. Ein erneutes Auftreten ist möglich, viele Betroffene erleben jedoch nur eine einzige Episode.

Wann Sie nachfragen sollten

Suchen Sie zeitnah ärztliche Hilfe bei anhaltenden Unterbauchschmerzen (besonders links), Fieber und veränderten Stuhlgewohnheiten – dem typischen Bild eines Schubs. Bei starken oder zunehmenden Bauchschmerzen, einem harten oder sehr druckempfindlichen Bauch, hohem Fieber oder anhaltendem Erbrechen ist ein Notfall zu befürchten, da dies auf eine dringend behandlungsbedürftige Komplikation hindeuten kann. Eine zufällig entdeckte Divertikulose ohne Entzündungszeichen erfordert kein dringendes Handeln.

Ein einfaches Bild dazu

Stellen Sie sich einen alten Fahrradschlauch vor, an dessen Wand sich im Lauf der Zeit ein paar kleine Blasen nach außen gewölbt haben. Meist liegen diese Blasen einfach nur da. Wird jedoch eine davon gereizt und entzündet sich, wird genau diese Stelle heiß, schmerzhaft und geschwollen, und der ganze Schlauch macht sich bemerkbar, bis sich alles wieder beruhigt hat. Divertikulose sind die harmlosen Blasen, Divertikulitis ist eine davon, die gerade aufflammt.

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